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Schülerparty

Alkoholexzesse bei Abschlussparty von Hüstener Realschülern in Werl

04.07.2012 | 15:03 Uhr
Alkoholexzesse bei Abschlussparty von Hüstener Realschülern in Werl
Foto: WAZ FotoPool

Hüsten/Werl.   So hätten sich die ehemaligen Hüstener Realschüler ihre Abschlussfeier sicher nicht vorgestellt: Die außerschulische, große Abschlussjahrgangsparty, die in der Nacht zum vergangenen Samstag in der Werler Großraumdiskothek „Kraftwerk Relax“ steigen sollte, fand bereits etwa drei Stunden nach dem offiziellen Einlass um 21 Uhr durch den Einsatz des Werler Ordnungsamts ihr jähes Ende. Es wurden Jugendliche gesehen, die eindeutig betrunken waren.

Die Konsequenzen daraus wird in erster Linie der Wirt zu tragen haben, gegen den bereits ein Bußgeldverfahren wegen „massiver Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz eingeleitet wurde. Dieser war auf Anfragen der Westfalenpost zu keiner Stellungnahme bereit. Das sei sicher nicht im Sinne des Werler Ordnungsbehörde gewesen, versichert der zuständige Ordnungsbeamte Karl Wilhelm Poth. Er zeigt Verständnis für die Enttäuschung vieler verärgerter Abgangsschüler, die offenbar falsch informiert gewesen seien.

Harte Alkoholika zu niedrigen Preisen

Durch Hinweise, unter anderem auf Einträge im Internet-Netzwerk „Facebook“ sei man auf die Veranstaltung aufmerksam geworden . Massiv sei für harte Alkoholika zu niedrigen Preisen geworben worden. „Wir haben den Wirt im Vorgespräch zur Veranstaltung im Mai gebeten, das Seine zu tun, um solche Ankündigungen und auch den Ausschank alkoholischer Getränke an Jugendliche zu unterbinden“, erinnert Poth sich. Eine ebenfalls zum Gespräch eingeladene Vertretung der veranstaltenden Schüler sei leider nicht erschienen.

Als die Ordnungsbeamten in Begleitung des Kreisjugendamtes dann gegen 23 Uhr die Feierlichkeiten besuchten, bot sich ihnen ein ganz anderes Bild: „Ich habe Jugendliche gesehen, die waren nicht mehr im Stande, sich aufrecht zu halten“, so Poth. Minderjährige und Erwachsene seien zwar durch rote und grüne Bändchen an den Armen voneinander unterscheidbar gekennzeichnet gewesen, und es habe die Anweisung gegeben, harte alkoholische Getränke ausschließlich an der Theke zu verzehren, umgesetzt worden seien diese Forderungen aber nicht.

Außerschulische Veranstaltung

Zudem habe man deutlich als minderjährig gekennzeichnete Rauchende gesehen. Der Aufforderung der Behörde an den Wirt, die Minderjährigen um 0 Uhr nach Hause zu schicken traten die Feiernden mit Bescheinigungen und Ausweiskopien der Eltern entgegen. „Leider konnten wir das so nicht akzeptieren“, sagt Poth. Auch der verspätete Hinweis auf eine geschlossene Veranstaltung (ohne Gästeliste) sei rechtlich so nicht haltbar gewesen. Eine entsprechende Aufklärung der Schüler im Vorfeld wäre wichtig gewesen.“

Von Seiten der Schulleitung der Realschule Hüsten wurde auf Anfrage nochmals klargestellt, dass es sich um eine außerschulische Veranstaltung gehandelt habe. Wie jedes Jahr sei der Schulleiter vor der Entlassung gemeinsam mit Vertretern der Polizei und des Arnsberger Ordnungsamtes durch die Klassen gegangen, um die Schüler auf richtiges Verhalten bei Abschlussveranstaltungen hinzuweisen.

Oliver Heimann


Kommentare
07.07.2012
18:16
Die Schule macht es sich sehr einfach!
von dieschwalm | #5

Als Vater zweier ehemaliger Schüler der Hüstener Realschule, die auch nach 10 Jahren Schule das große Bedürfnis hatten, bei einer Abschlussparty mal „über die Stränge“ zu schlagen, möchte ich mich auch an der Diskussion beteiligen.
Rein rechtlich hat sich die Schulleitung heraushalten können, da nach Übergabe der Abschlusszeugnisse die jungen Leute nicht mehr Schüler dieser Bildungsanstalt sind.
Aber hat Schule nicht noch einen weitergehenden Auftrag, als wie beim „Ertönen der Werkssirene den Hammer fallen zu lassen“?
Und da das Thema „Wie gestalte ich eine Abschlussparty ohne mit gesetzlichen Auflagen in Konflikt zu kommen“ für die Schulleitung nicht ein neues ist (passiert ja jedes Jahr), ist sie neben dem Betreiber der Diskothek der Hauptverantwortliche für den frühen Schluss der Abschlussparty und den verdorbenen Spaß!
Es gibt Realschulen in Nachbarorten, die von ihren Schulleitungen über Alternativen aufgeklärt wurden und „Party bis zum Morgengrauen“ machen durften.

07.07.2012
08:42
Alkoholexzesse bei Abschlussparty von Hüstener Realschülern in Werl
von Peter_von_gut_drauf | #4

wir verbieten einfach jede Party. Auch Schützenfeste natürlich.Da gibt es immer nur Probleme und Drogen.(Legale oder Illegale)Wer glaubt eigentlich das sich besoffene Erwachsene besser benehmen als Jugendliche ?? Ich bin dafür das jeden Flasche Bier 5 Euro kostet.

Alle sollen nur noch arbeiten und sich abzocken lassen von Finanzamt, Ölmultis, Stromkonzernen, Versicherungen und Banken.
Und am Ende erbt auch noch der Staat.............weil zum Kinder machen war ja keine Zeit !!

05.07.2012
16:29
Alkoholexzesse bei Abschlussparty von Hüstener Realschülern in Werl
von CorvusCorax | #3

Alkoholexzesse, Zigaretten, alles völlig Normal.
Wir haben auch nicht ins Glas gespuckt bei unserer Abschlussparty und gequalmt haben wir, wie die Kesselflicker und das ist schon ne ganze Weile her...
Er ist zwar nicht gesund und auf Dauer natürlich tödlich aber die Jugend lotet halt ihre Grenzen aus und Alkohol ist schon seit Kindesbeinen aus der Werbung und von den Streitereien der Eltern her bekannt, ein probates Mittel zur Sinnesbetäubung.

05.07.2012
16:25
Alkoholexzesse bei Abschlussparty von Hüstener Realschülern in Werl
von Oemes | #2

Ist doch wie jedes Wocheende.

05.07.2012
12:00
Abschlussparty endete nach dem Besuch des Ordnungsamtes
von gamleman | #1

Die fehlende Antwort auf die Anfrage "unserer Zeitung" war nicht im Sinne des Ordnungsbehörde. Aha.

Kann bitte mal jemand in kurzen, einfachen Sätzen erklären, was uns der Dichter mit dieser Aussage rüberbringen will?

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