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Handball-Landesliga 4

Schwere Geburt für VFS in Lendringsen

24.10.2010 | 22:16 Uhr
Schwere Geburt für VFS in Lendringsen

Menden. Im „Glutofen Walram-Halle“ haben die Landesliga-Handballer des VfS Warstein kühlen Kopf bewahrt und den dritten Sieg in Folge eingefahren.

Bei nicht nur für die Spieler fast schon unerträglicher Wärme in der Halle - VfS-Akteur Sebastian Mues musste Mitte der zweiten Halbzeit sogar kurz runter, weil ihm schlecht geworden war, taten sich die Warsteiner beim am Ende relativ klaren 29:19 (12:11)-Erfolg bei der zweiten Mannschaft der HSG Menden-Lendringsen vor allem in der ersten Halbzeit sehr sehr schwer. „Das war eine richtig schwere Geburt in den ersten 30 Minuten. Ich bin froh, dass wir hier gewonnen haben“, war VfS-Coach Heinz Thomanek zwar mit dem Kampfgeist, aber bei weitem nicht mit der spielerischen Leistung seiner Schützlinge zufrieden.

In der Tat legte das junge HSG-Team einen viel versprechenden Start hin, blieb trotz der Kreistore von Sebastian Mues (1:2/3., 2:3/6.) auf Augenhöhe und profitierte zudem von den Paraden des Ex-Warsteiners Sven Sowein, der unter anderem den Siebenmeter von Lars Schorlemer entschärfte (8.). „Wir haben 20 Minuten alles richtig gemacht, und dann war alles weg“, stimmte HSG-Coach Kai Henning nach Spielende sehr kritische Töne an.

Die Entscheidung zugunsten der Warsteiner fiel nach dem 13:13, als Menden-Lendringsen elf Minuten lang ohne Torerfolg blieb und die Gäste jeden Ballverlust mit Tempogegenstößen bestraften. „In dieser Phase hat Markus Jostes ein überragendes Spiel gemacht. Hervorheben möchte ich aber auch Markus Sobkowiak auf Rechtsaußen“, so Thomanek. Sobkowiak vertrat den an diesem Abend etwas indisponierten Ciya Aslan und hatte mit vier Toren maßgeblichen Anteil am Sieg des VfS.

Als Kuttig die HSG-Flaute  schließlich beendete (43.), stand es bereits 20:14 für Warstein. „Das war nicht mehr aufzuholen“, so Kai Henning, dem vor allen Dingen die vielen Fehlversuche gegen den Strich gegangen waren. „Jeder, der konnte, hat sich seinen Schuss genommen - das geht nicht, darüber wird zu reden sein.“

Das Lob des Kollegen wird aber auch Kai Henning gern mitgenommen haben. „Diese Mannschaft hat Potenzial und einen guten Trainer - die HSG wird noch kommen“, meinte Heinz Thomanek. Der starke Auftritt der Gastgeber - vor allem im ersten Durchgang - hatte auch ihn beeindruckt. Nicht soviel Lob verteilte Thomanek für seine eigene Mannschaft: „Spielerisch müssen wir noch deutlich zulegen, wenn wir die nächsten Aufgaben erfolgreich bestreiten wollen.“

Lendringsen II - VfS 19:29

VfS Warstein: Jostes (1.-55.), Hölter (56.-60.); Sobkowiak (4), Kanning (6), Bittern (2), Ristovic (4), Kaseric, Schmitt (2), Schorlemer (3), Mues (7), Aslan (1).

Thorsten Heinke



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