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Kira Gammersbach verpasst Siegerpodest um Sekunden

14.11.2009 | 14:26 Uhr
Kira Gammersbach verpasst Siegerpodest um Sekunden

Warstein. Sie lag lange auf dem zweiten Platz. Am Ende musste sich Kira Gammersbach vom Warsteiner RV gestern Abend mit Platz sechs bei der Springprüfung der Klasse M** zum Auftakt der zehnten Champions Trophy zufrieden geben.

Die Schwelmerin, die für den heimischen Reitverein vom Hillenberg ihre Pferde sattelt, benötigte auf Farrell bei ihrem Nullfehlerritt 57,58 Sekunden. Aus Südwestfalen war nur die Medebacherin Alexandra Marowsky (0/53,74 sec) mit Petty schneller. Sieger der Prüfung wurde der Elzer Heinz Eufinger mit Germaine (0/51,79).

Begonnen hatte die Jubiläumstrophy mit einem schwedischen Erfolg. Angelica Augustsson gewann mit dem zehnjährigen niederländischen Wallach Star Apple die Springprüfung Klasse S*. Die 23-jährige skandinavische Pfederwirtin arbeitet im hessischen Pfungstadt auf der Anlage des Bundesjugendtrainers Dietmar Gugler. Zwei Prüfungen entschied gestern Toni Haßmann aus Lienen für sich. Der dreimalige Derbysieger gewann die erste Runde der Youngster-Tour mit dem siebenjährigen Baron PKZ. Haßmann war auch mit dem sechsjährigen Liverpool PKZ nicht zu schlagen.

Am heutigen Samstag haben die jungen Pferde ab 9 Uhr in der Früh ihren zweiten Auftritt, danach folgt die erste Runde der Warsteiner Reitsport-Förderung für Junioren und Junge Reiter.

Eine weitere Südwestfälin verpasste nur knapp den Sprung aufs Treppchen. Sarah Nagel-Tornau aus Attendorn landete mit Naomi (0/45,97) auf dem vierten Rang in der ersten Prüfung der Trophy, die an die Schwedin Angelica Augustsson ging.

Geschwister-Paar

Den ersten Turniertag nutzte auch ein Geschwister-Paar aus der Region, um auf sich aufmerksam zu machen. Der Arnsberger Philipp Müller, jüngerer Bruder der Amazone Kathrin Müller, schaffte in der Youngster-Tour mit der sieben jahre alten niederländischen Stute Emilia Platz fünf, während die Schwester den achtjährigen Westfalen-Wallach Littlefoot ganz souverän und fehlerfrei durch die erste schwere Springprüfung steuerte.

Gespannt ist Uwe Wendt von der Turnier-Organisation, wie die Zuschauer heute das neue Abendprogramm annehmen. Zum ersten Mal steht ein Pony-Wettbewerb in Warstein auf dem Programm, danach folgt ein Showteil mit dem zweimaligen Voltigier-Weltmeister Kai Vorberg aus Köln. Der krönende Abschluss des zweiten Trophy-Tages soll dann das Mächtigkeitsspringen der Klasse S* werden. Wendt: „Der Zuschauer-Zuspruch war für einen Freitag in Ordnung, wie in den letzten Jahren. Viele Leute müssen arbeiten und konnten erst später kommen. Am Samstag wird es sicher voller, wir müssen halt abwarten, wie das neue Abendprogramm angenommen wird.”

Wie am Schnürchen

Organisatorisch lief alles wie am Schnürchen, obwohl noch nicht perfekt. „Wir nutzen den Freitag immer als Probelauf. Es hakte noch ein bisschen, kleinere Probleme sind beseitigt worden”, betonte Uwe Wendt.

Die Reiter sind auf jeden Fall hoch zufrieden, der Boden in der Halle ist in Ordnung. In den Handy-Gesprächen in die Heimat wurde die Warsteiner Anlage in den höchsten Tönen gelobt.

Der Matsch rund um die Anlage war aber nach den starken Regenfällen der letzten Tage nicht zu vermeiden, das Wetter lässt sich nun einmal nicht ändern.

Michael Schütz

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