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Die pure Ratlosigkeit

20.05.2012 | 19:54 Uhr

Adler-Auftritt beim 2:6 gegen RWE II gibt allen Beteiligten zu denken

Im Abstiegskampf zählen Attribute, wie der Name schon verrät, wie Einsatz, Kampf und Leidenschaft. All das hat der SV Adler beim 2:6 (0:2) gegen die „Zweite“ von Rot-Weiss Essen vermissen lassen. Und das gegen einen Gegner, der bereits die Planungen für die kommenden Saison aufgenommen hat und der nicht mehr an seine Grenzen ging. Aber das reichte, um Adler locker und lässig die Grenzen aufzuzeigen.

Essens Trainer Holger Stemman gab vor der Partie offen zu, dass bei den Rot-Weissen die Luft raus sei. Dennoch vermutete Adler-Coach Achim Mawick keine Geschenke und lag mit seiner Vermutung richtig. Den Gästen wäre sicher beizukommen gewesen, wenn Adler früh gestört, die Zweikämpfe angenommen und einfach Gas gegeben hätte. Dann wären die Essener vemutlich auch nicht mehr an ihr Limit gegangen und ein Sieg wäre möglich gewesen.

So aber konnte Rot-Weiss in Ruhe sein Spiel aufziehen und dass die jungen, technisch versierte Mannschaft der Essener Fußballspielen kann, hätte Adler auch bekannt sein müssen. Mit der 2:0-Halbzeitführung schien die Begegnung bereits entschieden. Nach dem Seitenwechsel schienen die Gastgeber nach dem 0:3 noch einmal zurück zu kommen – verkürzten sie durch Tobias Hauner und Dennis Terwiel auf 2:3. Doch die Gäste erstickten die leisen Hoffnungen der Rothebuscher im direkten Gegenzug im Keim. Binnen fünf Minuten stand es 2:6 und die Hausherren ergaben sich nun ihrem Schicksal.

Pure Ratlosigkeit auf dem Platz: Die Gestiken von Kapitän Dennis Terwiel, der noch zumindest dagegen hielt, sagten alles. Pure Ratlosigkeit bei den Zuschauern und Verantwortlichen. „Einige Spieler gehen mit der völlig falschen Einstellung an den Tag“, sagte Mawick bitter enttäuscht. Nun hat Adler nur noch einen Punkt Vorsprung auf Niederwenigern, das auf dem Relegationsplatz 13 rangiert.

Marc Guntermann



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