Die besondere Variante des Hallenfußballs
28.09.2010 | 21:32 Uhr 2010-09-28T21:32:00+0200Balve. Es sind diese leuchtenden Augen, die große Vorfreude vermitteln. Nicht etwa auf irgendeinen Kicker-Spaß unter dem warmen Hallendach. Sondern auf eine Turnierform, die so gut wie unbekannt ist. Dabei ist Futsal die offizielle Hallenfußball-Variante des Weltverbandes FIFA.
Das wird wohl Zukunft haben – auch bei uns“, sagt Manfred Baumeister mit Blick auf vierten Futsal-Westfalenpokal, der am Samstag ab 11 Uhr in der Dreifachturnhalle des Schulzentrums am Balver Krumpaul ausgetragen wird. Und der erste Vorsitzende der SG Balve/Garbeck fügt hinzu, dass der „Futebol de Salao“, der seine Ursprünge in den 30-er Jahren in Südamerika hatte, in anderen Regionen wie etwa Berlin oder Hamburg bereits etabliert sei. Auch im Bereich des Westfälischen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes (FLVW) sei der „Salon-Fußball“ oder „Indoor Soccer“ in aller Munde, im Rahmen einer FLVW-Liga werden seit einigen Jahren Meister ausgespielt.
Dass Futsal nun auch in Balve Einzug hält, um Werbung in eigener Sache zu betreiben, ist gewiss kein Zufall. Manfred Baumeister, im Kreis Arnsberg für den Bereich Freizeit- und Breitensport zuständig, hatte zur offiziellen Vorstellung dieser Premierenveranstaltung hochkarätige Gäste eingeladen. Sowohl FLVW-Funktionär Uli Clemens („Futsal ist beim DFB noch etwas unterrepräsentiert, wird aber zunehmend gefördert – seit 2006 gibt es einen DFB-Futsal-Cup“) als auch Arnsbergs Kreischef Bernd Henneböle aus Sundern versprühten große Zuversicht, dass Futsal auch im Sauerland Freunde finden wird. „Ich bin davon überzeugt, dass das irgendwann den Hallenfußball ablösen wird – deshalb dürfen wir uns dem nicht verschließen.“
Es geht um den Kick mit einem Sportgerät, das kleiner als ein normaler Fußball ist. Weiteres Merkmal: Diese vergleichsweise recht schwere, mit einem dämpfenden Material gefüllte Kugel tickt kaum und bleibt auf dem Boden liegen. Dadurch wird die Kontrolle des Balls auf dem harten Hallenboden erleichtert.
„Das macht es für technisch noch so versierte oder ungeübte Fußballer einfacher“, erklärt Baumeister und gewährt Einblicke in das nicht sehr komplizierte Regelwerk – gespielt wird auf Handball-Tore, eine Bande gibt es nicht. Eine Mannschaft besteht aus vier Feldspielern und einem Torwart. Zur Förderung der Fairness wird gegen ein Team nach jedem sechsten Foul ein Zehn-Meter-Strafstoß verhängt, bei Unterbrechungen wird die Zeit angehalten.
Der UFC Münster, mehrfacher Titelträger auf nationaler sowie auf westdeutscher und westfälischer Ebene, zudem viermaliger Hochschulmeister, gilt in dieser Sportart als eine ganz hohe Hausnummer und wird in Balve sogar mit zwei Mannschaften vertreten sein.
Zudem nehmen die Teams Sparta und Hochstift Paderborn, SF Siegen, Holzpfosten Schwerte und der erst vor kurzem gegründete Verein FC Endless Fantasy aus Arnsberg am Samstag den Kampf um den Westfalen-Pokal 2010 auf.
Da versteht es sich von selbst, dass die SG Balve/Garbeck nicht fehlen darf. Mit welcher Formation? „Ich denke, dass das unsere Erste machen wird – ich habe mit Sascha Wegener bereits gesprochen“, hofft Manfred Baumeister natürlich, dass sich die Gastgebervertretung bei den nach dem Modus „Jeder gegen jeden“ laufenden Zehn-Minuten-Spielen ziemlich weit vorn platzieren kann.
Und dabei zudem Werbung für eine Fußball-Variante betreibt, die sich auch in unserer Region etablieren möchte.
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