SuS Kaiserau Stadtderbysieger
13.05.2012 | 17:54 Uhr 2012-05-13T17:54:00+0200
Beide Mannschaften, hier der VfL Kamen und dort der SuS Kaiserau, mussten in dem Stadtderby zahlreiche Stammspieler setzen. Ame Ende siegte Schwarz-Gelb 3:2 im Jahnstadion.
VfL Kamen - SuS Kaiserau 2:3 (1:1). Da hat man sicherlich schon spannendere, ja, vor allem spielerisch bessere Stadtderbys gesehen. Am Sonntagnachmittag musste man allerdings mehrere Dinge berücksichtigen: Einige Kicker waren BVB-geschädigt, weil erst in den frühen Morgenstunden aus Berlin zurück. Beide Teams mussten zahlreiche Stammspieler ersetzen und andererseits geht es tabellarisch nicht mehr um sehr viel. Einzig der Prestigegedanke spielte vor dürftiger Kulisse im Jahnstadion da eine Rolle.
Für Kaiseraus Trainer Bernd Schawohl indes war der Dreier noch einmal wichtig. „Mit dem Abstieg dürften wir jetzt wohl nichts mehr zu tun haben.“ Den Siegtreffer erzielte der eingewechselte Philip Bremer, der in der 78. Minute aus dem Gedränge heraus nach einen Pfostenabpraller mit einem trockenen Schuss aus zehn Metern in den Winkel traf - zuvor hatte der zuvor ebenfalls ins Spiel gekommene Timo Milcarek mit einem Freistoß eben den Pfosten getroffen. VfL-Schlussmann Elly Dumanli hatte keine Abwehrchance. Der etatmäßige Abwehrspieler musste die Torwarthandschuh überstreifen, weil Stammkeeper Robert Botta mit einem Bänderriss außer Gefecht ist. Auch Sven König musste nach langer Verletzungspause erstmals wieder ran, markierte gar den 1:1-Ausgleich. Das 1:0 hatte SuS-Torjäger Tim Heptner vorgelegt.
Die erneute Kaiserauer Führung resultierte aus einem Foulelfmeter, als Dumanli den anstürmenden SuS-Stürmer Mourice Althoff von den Beinen holte. Daniel Milcarek verwandelte sicher (57.).
Das 2:1 hatte jedoch nur acht Minuten Bestand, als Sebastian Placzek per Kopf für das 2:2 sorgte. Wenig später hätte der VfL-Torschütze sogar für die erste Kamener Führung sorgen können, als er zwei Mal beste Chancen ausließ. Dann der Kaiserauer Siegtreffer.
Trainerstimmen
VfL-Trainer Hüsrev Sentürk nahm die Niederlage relativ gelassen hin. „Wir haben aus unserer spielerischen Überlegenheit kein Kapital schlagen können“, urteilte er, „Auch fehlte der nötige Biss, Kaiserau hat von unseren Fehlern profitiert.“
Sein Kaiserauer Kollege Bernd Schawohl sah seine Mannschaft verdient vorne. „Für mich war das jedoch kein richtiges Derby, weil auf beiden Seiten zu viele Stammspieler fehlten. Das Paket hat bei uns gestimmt, wenngleich der VfL die besseren Einzelspieler hat. Ich bin zufrieden.“
VfL Kamen: Dumanli, Kahya, König, Yildiz, Ekiz, Tekkanat, Keske, Placzek, Richter (66. Turan), Wojcik, Faralich.
SuS Kaiserau: Ruscher, A. Rakoczy, Debanet, Kühn, Knie, D. Milcarek, Arnold (65. Bremer), Heptner, Bittner, Althoff, Plattfaut (69. T. Milcarek).
Tore: 0:1 (21.) Heptner, 1:1 (37.) König,1:2 (57.) D. Milcarek Strafstoß, 2:2 (65.) Placzek, 2:3 (78.) Bremer.
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