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„Er macht den Unterschied aus“

01.09.2010 | 12:00 Uhr
„Er macht den Unterschied aus“
Aufmerksam: Tim Kloeter (vorne) vom BSV Heeren im Heimspiel gegen den BSV Schüren.

Fünf Tore in den ersten drei Spielen: Für Tim Kloeter, Angreifer des Fußball-Bezirksligisten BSV Heeren, könnte der Start in die neue Saison kaum besser sein. Doch nicht immer lief es sportlich so gut für den inzwischen 24-Jährigen. Schon in der Jugend galt er als launisch und schwierig, wobei sein Talent stets unbestritten war.

Groß geworden in der Jugendabteilung des BSV, wechselte Kloeter in der C-Jugend zu Borussia Dortmund. Der ganz große Durchbruch gelang ihm beim BVB jedoch nicht, so dass er in der B-Jugend zum VfL Bochum ging. Nach einem Jahr beim VfL führte sein Weg weiter in die B-Jugend zu LR Ahlen, ehe er nach einem kurzen Intermezzo beim Königsborner SV wieder bei seinem alten Stammverein in Heeren landete. „Dort habe ich dann als A-Jugendlicher schon bei den Senioren gespielt“, berichtet der „bullige“ Angreifer, der rückblickend auf seine Jugendzeit bei den Proficlubs sagt: „Ich hätte, glaube ich, durchaus mehr daraus machen können. Allerdings gehört dazu auch immer eine Portion Glück“, so Kloeter, dem stets das Stigma eines „schwierigen Typen“ verfolgte und das ihm manchmal noch bis heute anlastet: „Ich bin halt ein bequemer Typ“, schmunzelt der Stürmer, „aber eigentlich kann man mit mir prima auskommen.“ Bei der SpVg. Bönen spielte Kloeter dann zwischenzeitlich in der Landesliga. „Diese Liga würde ich mir auch wieder zutrauen“, sagt er, den es dennoch einmal mehr zum BSV zurückzog.

Marco Slupek setzt auf seinen Stoßstürmer

Unter Coach Marco Slupek schafften die Heerener dann letzte Saison den Wiederaufstieg aus der Kreisliga A in die Bezirksliga, wo die Blau-Gelben nun vor allem dank der Treffer von Tim Kloeter einen respektablen Start hingelegt haben. „Für mich lief es bisher hervorragend. Daraus schöpfe ich Selbstvertrauen, allerdings muss ich meine Form jetzt bestätigen“, sagt Kloeter. Das Spielsystem der Heerener ist durchaus auf den körperlich starken Angreifer zugeschnitten. Kloeter agiert dort als zentraler „Stoßstürmer“, flankiert von zwei offensiven Außenspielern. „Tim kann Spiele alleine entscheiden. Er macht den Unterschied. Im Zusammenspiel kann er sich noch verbessern. Das Image des schwierigen Typen kann ich nicht bestätigen. Er geht voran und verpasst so gut wie nie ein Training“, sagte Slupek. Für seinen Trainer findet Kloeter nur lobende Worte: „Er hat einen Riesenanteil an unserem Aufstieg gehabt. Er ist unheimlich engagiert. Jeder Spieler bekommt ungefähr drei SMS von ihm pro Tag. Seine Handyrechnung möchte ich nicht sehen“, lacht Kloeter. Ein genaues Saisonziel hat sich der Stürmer nicht gesetzt: „Der Klassenerhalt ist vorrangiges Ziel, aber ich hoffe, dass wir uns um Rang zehn herum einpendeln und mit ganz unten nichts zu tun haben werden.“ Dass er derzeit Führender der Torjägerliste ist, lässt ihn kalt: „Ich rede bestimmt nicht davon, dass ich Torschützenkönig werden will. Wir wollen als Team erfolgreich sein und ich möchte meinen Teil dazu beitragen“, so Kloeter, der es sich vorstellen kann noch einmal höherklassig zu spielen. „So alt bin ich ja noch nicht und ich traue mir das durchaus zu. Mal abwarten, was noch so alles kommt.“

TSK



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