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Viel Detailarbeit nach der Weichenstellung

27.06.2012 | 17:27 Uhr
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Viel Detailarbeit nach der Weichenstellung
Die Mitgliederversammlung des Fusionsvereins FC Iserlohn 46/49.

Iserlohn. An der Sitzordnung konnte man am Dienstag im Letmather Saalbau die neue Gemeinsamkeit nur ansatzweise erkennen. Alt-Oestricher saßen ebenso zusammen wie die Neu-Mitglieder aus den Reihen der ehemaligen TuS-Fußballer. Aber in den entscheidenden Punkten demonstrierten sie Einigkeit.

Ehe die Zukunft namens FC Iserlohn mit der Verabschiedung von Satzung und Vereinsname sowie mit der Wahl der Führungsmannschaft beginnen konnte, standen jedoch Regularien einer turnusmäßigen Oestricher Jahreshauptversammlung an. Der scheidende 1. Vorsitzende Dieter Matzke musste in seiner Rückschau auf einen Mitgliederschwund (nur noch 661 zum Stichtag 1. Januar 2012) verweisen, sein „Vize“ Ralf Schamp auf eine im Seniorenbereich sportlich katastrophale letzte Saison der Sportfreunde. Abstieg der ersten, Rückzug der zweiten Mannschaft - da tröstet der Aufstieg der Dritten in die B-Liga nur wenig, zumal sie künftig für den neuen SC Oestrich antreten will.

Schatzmeister Thomas Hoßdorf konnte zumindest auf eine Einnahmensteigerung von 26 000 Euro gegenüber dem Jahr zuvor verweisen, doch er erwähnte auch, dass die weiter rückläufigen Spieleinnahmen im Jahr 2011 nur noch sieben Prozent der Personalkosten deckten. Eine detaillierte Auflistung der Einnahmen und Ausgaben blieb aus, aber an diesem Abend war nur eine Botschaft von zentralem Interesse: Der neue Verein kann am 1. Juli schuldenfrei an den Start gehen.

Das Budget ist in Abstimmung mit den Beiratsmitgliedern längst festgelegt worden, jede Mannschaft hat Klarheit, welche Summe ihr zur Verfügung steht. Der Gesamtetat des FC Iserlohn soll im ersten Jahr bei rund 350 000 Euro liegen.

Deutlich positiver klang das Fazit des Oestricher Jugendleiters Jörg Pantring, der diese Funktion auch im FC übernimmt. Im Leistungsbereich konnte das Niveau gehalten werden, und die Basis wird noch breiter. Am Dienstag schaffte die C2 den Aufstieg in die Bezirksliga. „Es wird zwar immer schwerer, engagierte Trainer zu finden, aber wir werden alles daran setzen, um weiter voran zu kommen“, sagte Pantring, für den mittelfristiges Ziel die Bundesliga im Leistungsbereich bleibt. Und bereits im nächsten Februar soll ein Breitensportkonzept für den FC Iserlohn stehen.

Andere Konzepte werden früher in die Tat umgesetzt, etwa jene für Marketing und Sponsoring. Hier hat die neue FC-Führung Unterstützung durch Studenten der BiTS bekommen.

Während mit FC Iserlohn 46/49 der Name für den Briefkopf steht, fehlt noch das dazu passende Logo. Ein Entwurf (allerdings noch mit dem Zusatz „2012“) wurde den Mitgliedern bei der Versammlung präsentiert, und zur Gestaltung der endgültigen Fassung sind noch Vorschläge erwünscht.

Keinerlei Unstimmigkeiten konnten bei der Festlegung der Vereinsfarbe aufkommen, denn Rot und Weiß galten bei Oestrich und beim TuS. Für alle Leistungsmannschaften soll es ein einheitliche rotes Dress geben, die Ausweichkluft wird in Blau gehalten. „Wir legen auf einen einheitlichen Auftritt bei Trikots und Trainingsanzügen wert“, betonte FC-Vize Ralf Schamp, der davon ausgeht, dass spätestens zum Saisonstart das Logo vorliegt.

Noch unklar ist die künftige Internetadresse des neuen Vereins, denn „fciserlohn“ ist schon blockiert. Unter anderem darüber wird sich der für zwei Jahre gewählte neue geschäftsführende Vorstand bei seiner konstituierenden Sitzung am kommenden Dienstag unterhalten. Zusammen mit den Präsidiumsmitgliedern (jeweils für ein Jahr gewählt) will man etwa alle acht Wochen konferieren, und gemeinsam sollen dann sehr zügig alle entscheidenden Weichen gestellt werden.

Von Willy Schweer

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