Nach „Nackenschlägen“ Sieg für Gerdes/Eckert
31.08.2011 | 12:00 Uhr 2011-08-31T12:00:00+0200
Hohenlimburg.„Endlich mal wieder ein schönes Wochenende und ein gutes Rennen.“ Holger Gerdes vom Kanu-Club Hohenlimburg brachte es auf den Punkt.
Nach vielen „Nackenschlägen“ in diesem Jahr gab es für das C2-Duo Holger Gerdes/Jan-Philip Eckert beim A-Ranglisten Rennen im Kanu-Slalom in Ötz (Österreich) endlich mal wieder einen Sieg.
Dennoch gestaltete sich das lange Wochenende in Österreich – von der sportlichen Seite – ein wenig turbulent. Bereits am Donnerstag kamen die beiden Hohenlimburger zusammen mit dem Niederländer Bas Wesselink (startet für den KCH) in Ötz an.
„Die Strecke hatte Hochwasser“, erzählt Jan-Philip Eckert, „das ganze Kehrwasser war weg.“ Starke Regenfälle machten ein Slalom-Training nahezu unmöglich, so dass die Hohenlimburger ein wenig „Wildwasser“ fuhren. Beim „Wildwasser“ muss ein „reißender Fluss“ in möglichst kurzer Zeit gefahren werden.
Freitagmorgen war wieder Slalom-Training möglich, Holger Gerdes, Jan-Philip Eckert und Bas Wesselink trainierten fleißig. Nach der Sperrung der Strecke nutzten sie ihre Freizeit, um im Schwimmbad ein wenig abzuschalten.
Samstagmorgen – es regnete in Strömen. Die Kanu-Strecke in Ötz stand völlig „unter Wasser“, unter diesen Bedingungen war kein fairer Wettkampf möglich. So schloss sich die Rennleitung, den Wettbewerb am Samstag abzusagen. Die KCH-Fahrer nutzten den Tag, um „Wildwasser“ zu fahren.
Völlig anders gestalteten sich die Bedingungen am Sonntag. „Die Strecke hatte auf einmal sehr wenig Wasser“, so Jan-Philip Eckert, die Bedingungen waren sehr schwierig. Aber der Zweiercanadier des KCH liebt schwere Bedingungen.
„Durch den ersten Lauf kamen wir allerdings nicht so gut“, sagt Holger Gerdes – die Konkurrenz allerdings auch nicht, und so lagen die Hohenlimburger schon nach dem ersten Durchgang komfortabel in Führung.
Im zweiten Lauf zeigten Gerdes/Eckert eine starke Leistung, stellten die Fehler an Tordurchfahrten ab und lagen am Ende 5,27 Sekunden vor dem zweitplatzierten Boot. Bas Wesselink fuhr im Einerkajak auf Platz zwölf.
Ein schöner Erfolg für Holger Gerdes und Jan-Philip Eckert, der jedoch materiell teuer bezahlt wurde. Das Boot kam stark lädiert an die Lenne zurück, zudem ging ein Paddel zu Bruch.
Wesselink startet ab dem 6. September bei der Weltmeisterschaft im Kanu-Slalom für sein Heimatland Niederlande. Holger Gerdes und Jan-Philip Eckert bereiten sich auf die deutsche Meisterschaft Mitte September im Augsburger Eiskanal vor.
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