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Kirchner setzt auf schnelles Spiel

19.08.2010 | 16:28 Uhr
Kirchner setzt auf schnelles Spiel
TV Hohenlimburg 1871, 1. Mannschaft

Hohenlimburg.„Oben mitspielen.“ Die Ziele von Oliver Kirchner, Trainer des Basketball-Oberligisten TV Hohenlimburg 1871 für die kommende Saison sind etwas bescheidener geworden.

Vom Aufstieg spricht beim TV Hohenlimburg 1871 vor der anstehenden Spielzeit, die am 19. September mit einem Auswärtsspiel beim Aufsteiger TV Westrich beginnt, zurzeit niemand. Die Erfahrung hat gelehrt, Vorstand und Trainer setzen die Mannschaft nicht vorn vorne herein unter Druck.

In den ersten drei Wochen der Sommerferien bereitete sich der TV 1871 mit „Aqua Fitness“ in Henkhausen sowie Laufeinheiten im Kirchenbergstadion vor – zwei Einheiten wurden sogar kombiniert, was sich bereits ausgezahlt hat. „Die Jungs sind bereits jetzt körperlich fit“, sagte Oliver Kirchner. Jetzt fokussiert sich das Training fast ausschließlich auf „Basketball-Grundschule“, Spielverständnis und „Team-Building“. Kirchner will das Spiel der Mannschaft schnell machen, in den Spielen durch viele Wechsel das Tempo hoch halten, nur bei engen Spielen will er gegebenenfalls auf Erfahrung setzen. „Das ist dann von der jeweiligen Spielsituation abhängig“, so Kirchner.

Oliver Kirchner hat im Frühjahr seine Trainer-B-Lizenz erworben. „Ich habe selbst viel dazu gelernt und kann das Training jetzt abwechslungsreicher gestalten.“ Das haben auch die Spieler gemerkt. „Wir haben verschiedene Übungen mit der Mannschaft gemacht. Die waren eigentlich nicht ernst, so dass die Spieler gar nicht gemerkt haben, wie sehr sie gefordert waren“, so Kirchner.

Den beiden Abgängen Sidney Venderbosch und Michael Staß stehen die Neuzugänge Marc Schladofski (TSG Schüren), Kevin Kissner (TuS Iserlohn), Martin Miethling (SV Haspe) und Lennart Laufmann (BG Hagen) gegenüber. Den Kader verstärkt Robin Radtke aus der eigenen Jugend. Da Yannick Michel zurzeit ein Auslandssemester in der USA absolviert und im Winter zurückerwartet wird, ist Oliver Kreiter jetzt der einzige Center. So muss Daniel Poerschke wohl das ein oder andere Mal auf der „Position fünf“ aushelfen.

Am Samstag, 4. September, findet das eigene „Eberhard-Kunow-Turnier“ in der Rundturnhalle statt, Gegner sind BG Hagen (1. Regionalliga) und Baskets Lüdenscheid (2. Regionalliga). Am Freitag, 10. September, steht das Pokalspiel beim Bezirksligisten TV Wickede an. „Vielleicht kommt ein weiteres Spiel noch dazu“, sagte Oliver Kirchner.

Am Mittwoch stand das erste Testspiel vor heimischer Kulisse gegen den Regionalligisten TV Werne an, welches mit 52:78 (18:16, 11:18, 14:20, 7:24) verloren ging. Nach erst drei Trainingseinheiten in der Halle verwunderte das Ergebnis nicht – zumal Werne auch zwei Klassen höher spielt.

Es war allerdings deutlich zu sehen, dass noch viel Sand im Getriebe ist. Gute Ansätze waren zwar zu sehen, mehr aber noch nicht. Große Probleme machte dem TV 1871 die Verlegung der „Drei-Punkte-Linie“ – nach den neuen Regeln der FIBA wurde diese in der Rundturnhalle jetzt von 6,25 auf 6,75 Korbentfernung verlegt. Oftmals waren die Würfe zu kurz. Darauf müssen sich die Hohenlimburger noch einstellen. Hinzu kamen die Verletzungen von Christoph Venderbosch und David Arsenault, die zu einem frühen Zeitpunkt des Spiels schon ausscheiden mussten.

Die Gäste kamen mit den neuen Spielfeld-Markierungen deutlich besser zurecht, zermürbten sie die Hohenlimburger doch mit mehreren „Dreiern“. Bis zum 36:37 (24.) hielten die Gastgeber noch gut mit, danach machte Werne das Spiel. Einen guten Einstand feierte Neuzugang Martin Miethling mit 13 Zählern.

TV 1871: Arsenault (3), Dillmann, Miethling (13), Kreiter (8), Venderbosch, Poerschke (12), Jurczuk (7), Schmidt (6), Laufmann, Schladofski (1), Radtke, Kissner (2).

Lutz Risse

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