HSV fehlt die Spritzigkeit
15.03.2010 | 20:00 Uhr 2010-03-15T20:00:00+0100Wasserball, Verbandsliga: SV Derne 49 - Hohenlimburger SV 8:6 (2:1, 2:0, 2:2, 2:3).
Gleich zu Beginn konnte Hohenlimburgs Stephan Bönisch nur etwas ruppig am Torwurf gehindert werden. Den fälligen Fünfmeter verwandelte sicher der beste HSV-Schütze Nils Ottensmeyer, der fünfmal ins Schwarze traf, zum 1:0.
Das war dann aber bis zur Halbzeit der einzige Treffer für die Hohenlimburger. Zwischenzeitlich warfen sie den Torwart von Derne warm. Teilweise waren die Torwürfe allerdings auch viel zu harmlos. Eine Überzahl nutzte Derne zum 1:1-Ausgleich, in der sechsten Minute fiel die Führung für die Dortmunder.
Im zweiten Abschnitt fehlte beim HSV die sonst so auffällige Spritzigkeit. Pässe kamen nicht an und vor dem gegnerischen Tor lief nichts. Hinzu kamen noch strittige Entscheidungen der Schiedsrichter. So beim Stand 4:2 für Derne. Jan Ottensmeyer hatte in der 18. Minute zum 2:4 eingeworfen — und hier ertönte der Pfiff zum Fünfmeter-Strafwurf gegen den HSV. Angeblich sollte Björn Beck seinen Gegenspieler unsanft gestoppt haben. Hier hatte dann HSV-Keeper Dominik Krake das Nachsehen.
Achtzehn Sekunden vor Ende des dritten Viertels traf Nils Ottensmeyer zum 3:5 per Strafstoß. Anschließend gab es Tumulte. Einer der beiden Unparteiischen beorderte Dernes Torwart nach einer harten Attacke gegen Bönisch aus dem Wasser — ohne Ersatz.
Mit Ersatz gab es vom anderen Schiedsrichter einen Wasserverweis gegen Bönisch mit der Begründung, die Attacke sei von ihm ausgegangen. Einig wurden sich die Referees nicht. Jedenfalls nutzte Hohenlimburg den vermeintlichen Vorteil nicht aus. Im Gegenteil — mit einem Glücks-Weitwurf gelang Derne acht Sekunden vor Ertönen der Viertelsirene das 3:6.
Das letzte Viertel verlief sehr spannend, in der 30. Minute verkürzten die Hohenlimburger durch Nils Ottensmeyer auf 6:7. Doch es sollte nicht sein. Vierzehn Sekunden vor Abpfiff der Begegnung fiel der Gegentreffer zum 6:8-Endstand.
Lars Papajewski und Co. sollten trotz der zwei jüngsten Niederlagen gegen Steinhagen und gegen Derne nicht die Köpfe hängen lassen. „Sie haben allemal das Potenzial, oben mitzumischen”, sagte Wasserballwart Lothar Papajewski
Am Sonntag, 21. März, um 10 Uhr in der Traglufthalle Henkhausen können sie das gegen den SV Borghorst im nächsten Spiel beweisen.
HSV: Dominik Krake; Björn Beck, Oliver Sand, Christopher Effele, Jan Ottensmeyer (1), Yvo Rüsseler, Nils Ottensmeyer (5), Jan Kreft, Oliver Tobi, Lars Platenius, Stefan Bönisch, Marc Oberbossel, Lars Papajewski.
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