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Der Gipfelstürmer

06.08.2012 | 12:06 Uhr
Der Gipfelstürmer
Marc Loose unter dem Gipfelkreuz der Zugspitze.

Wanne-Eickel. Marc Loose bezeichnet sich selbst als „Freund der Berge.“ Als Wintersportler macht es ihm besonders Spaß, auf Skiern gen Tal zu gleiten. In diesem Sommer jedoch war der Gipfel sein Ziel.

Als Marathonläufer war er auf der Suche nach einer etwas anderen Herausforderung: Mal eine Abwechslung zum Kampf gegen die Uhr auf der Straße. „Der Zugspitz Extrem Berglauf war dann mehr ein Kampf gegen mich selbst“, gibt der 41-jährige Wanne-Eickeler zu. Auf den 17,94 Kilometern nach oben hatte er aber trotzdem genug Zeit, die Eindrücke aus der Landschaft einzusammeln und Bergluft zu schnuppern. Es ging schließlich auf 2235 Höhenmeter bis zur Gipfelstation der Tiroler Zugspitzbahn.

"Auf Geröll und Schotter"

Gemeinsam mit 788 Läufern aus 19 verschiedenen Nationen trat Marc Loose zum 12. Zugspitz Extrem Berglauf an. Mit zahlreichen Serpentinen, Feldwegen und Trampelpfaden zählt der Lauf auf die Zugspitze zu den anspruchsvollsten Läufen der Alpen.

Auf den letzten 1,3 Kilometern sind 400 Höhenmeter zu absolvieren. „Besonders im oberen Bereich läuft man überwiegend auf Geröll und Schotter“, erklärt der Vater von drei Kindern. Wobei von Laufen dort oben dann eigentlich keine Rede mehr sein kann. „Sport-Kraxeln“ hat er es selbst genannt.

"Immer das Ziel vor Augen"

Sogar an Seilen müssen sich die Läufer zum Teil die Hänge hochziehen, können nur noch mühsam Meter gutmachen. Sogar Schneefelder sind in diesen Höhen dann keine Seltenheit mehr. Auch die Temperaturen wurden von angenehmen 20 Grad am Start bis zu nur noch fünf Grad auf dem Gipfel zunehmend belastender. Bei der achten Ausgabe im Jahr 2008 sind bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts nach einem Wetterumschwung sogar zwei Menschen ums Leben gekommen. Deshalb hat sich Marc Loose auch mit einem Fünf-Kilo-Rucksack zusätzlich mit Essen, Trinken und warmer Kleidung belastet. „Schön war, dass man mit dem Gipfel immer das Ziel vor Augen hatte“, so der Ausdauersportler. „Das motiviert dann richtig.“

Wenngleich der „mahnende Klotz“ wohl stets wie ein Damoklesschwert über den Läufern schwebt. „Man hat schon im Kopf, dass man da noch hoch muss“, so Loose. Deshalb ist es besonders wichtig, die Kräfte einzuteilen. Ihm ist das gelungen. Als 83. in seiner Altersklasse lief Marc Loose nach fast vier Stunden ins Ziel. „Ankommen war mir fürs erste das Wichtigste.“ Im nächsten Jahr soll es auf der Zugspitze dann eine bessere Zeit geben. Wobei die 3:54:43,4 Stunden aus diesem Jahr erst einmal getoppt werden müssen.

Thimi Mallon



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