Ruhrgebietsklubs warten auf Hagen 11 und HSV
06.07.2012 | 21:44 Uhr 2012-07-06T21:44:00+0200
Hagen. Für die beiden verbliebenen Fußball-Landesligisten SpVg Hagen 11 und Hasper SV beginnt am 19. August eine neue Ära. Nach der gestern bekannt gegebenen Spielklasseneinteilung bekommen es beide Klubs künftig nicht mehr vorzugsweise mit Gegnern aus dem Sauerland, sondern mit Kontrahenten aus dem Ruhrgebiet zu tun. Dass der SV Hohenlimburg 10 als Aufsteiger in die Westfalenliga sich ganz neu orientieren muss, war klar. Das Wichtigste für die vier heimischen Bezirksligisten: Sie wurden in die gleiche Staffel eingeordnet, dürfen sich also auf Derbys freuen.
Das gilt auch für Hohenlimburg 10, denn Nachbar Borussia Dröschede wurde ebenso mit in die Westfalenliga 2 einsortiert wie die Dortmunder Vereine Mengede 08, FC Brünninghausen, ASC Aplerbeck, Westfalia Wickede und TuS Eving-Lindenhorst. Aber es stehen auch Fahrten nach Erndtebrück und Kaan-Marienborn an.
Die Reisen ins Sieger- und Sauerland entfallen in der nächsten Saison für die SpVg Hagen 11, die am Sonntag um 11 Uhr das neue Team vorstellt, und Haspe. Waltrop und Wanne liegen zwar auch nicht gerade um die Ecke, aber in der Mehrzahl können Adressen in Witten, Bochum und Dortmund ins Navigationsgerät eingegeben werden. „Wir müssen es als sportliche Herausforderung betrachten“, sagt Magnus Becker, Vorsitzender der Elfer. „Von der Spielstärke her kann ich die Industriegruppe nicht bewerten. Aber gegen Gegner, die man nicht kennt, ist es immer schwieriger.“
Harald Kröner, Fußball-Chef des Hasper SV, begrüßt die Neuordnung: „Die weiten Fahrten ins Sauerland sind nicht so prickelnd, für die Zuschauer ist es nicht unantraktiv, mal andere Gegener zu sehen als Rothemühle oder Hünsborn.“ Was die Spielstärke angeht, so glaubt Kröner, „dass sich das Niveau nicht großartig unterscheidet. Als Fußballer will man jedes Spiel gewinnen, egal gegen wen.“
Zufrieden sein mit der Einteilung dürfen auch die vier heimischen Beirksligisten TSG Herdecke, TuS Wengern, TSV Fichte Hagen und Schwarz-Weiß Breckerfeld. Das Quartett kickt künftig in der Bezirksliga 6 gegen Konkurrenten aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, dem Märkischen Kreis sowie Schwerte. „Es wäre schon denkbar gewesen, dass Aufsteiger Breckerfeld in die Sauerlandgruppe eingeordnet wird, schön, dass es nicht so gekommen ist“, zeigte sich Kreisvorsitzender Peter Alexander gestern mit dem Gesamtpaket hochzufrieden. „Ich muss mich beim Verbands-Fußballausschuss-Vorsitzenden Reinhold Spohn bedanken.“ Die Staffeleinteilung auf einen Blick:
Westfalenliga, Staffel 2
DSC Wanne-Eickel
FC Borussia Dröschede
SV 10 Hohenlimburg
TuS Erndtebrück II
TuS Eving-Lindenhorst
BV Westfalia Wickede
SW Wattenscheid 08
8. FC Brünninghausen
SV Zweckel (Aufsteiger LL3)
Mengede 08/20 (Aufsteiger LL3)
SC Hassel (Aufsteiger LL4)
SpVg. Holzwickede
ASC Aplerbeck 09 Dortmund
1. FC Kaan-Marienborn 07
DJK TuS Hordel
SuS Langscheid/Enkhausen
Landesliga, Staffel 3
Teutonia SuS Waltrop
Hasper SV 1911/12
SV Wanne 1911
SV Sodingen
SV Höntrop
CSV SF Bochum Linden
Kirchhörder SC 58
Hombrucher SV
BV Brambauer 1913
Lüner SV
SV Arminia Marten 08
SV Herbede
SpVg Hagen 11
SSV Mühlhausen
Bezirksliga, Staffel 6
SC Obersprockhövel (aus BL 14)
TuS Hattingen (aus BL 14)
TSG Herdecke (aus BL 14)
Hedefspor Hattingen
VTS Iserlohn
TuS Stöcken Dahlerbrück
EtuS Schwerte
FSV Gevelsberg
VfL Schwerte 19/21
SG Hemer
DJK VfK Iserlohn
TuS Ennepetal 1911 II
TuS Wengern
VfB Schwelm
SpVg. SW Breckerfeld
SSV Kalthof
Geisecker SV
TSV Fichte Hagen
Was noch?
Wie bisher gibt es zwei Westfalenligen als sechsthöchste Spielklasse in NRW. Die Anzahl der Landesligen wurde von fünf auf vier reduziert. Auf Bezirksebene gibt es künftig 12 statt bisher 15 Staffeln.
Der Meister jeder Staffel steigt direkt auf. Aus den Westfalenligen und den Landesligen steigen die letzten drei Vereine ab, in den Bezirksligen erwischt es die letzten vier Klubs.
09:15
In der Landesliga 3 spielen auch noch der WSV Bochum und TuS Stockum mit.