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Wasserwandern

Auf dem Wasser den Kopf frei kriegen

28.06.2012 | 16:44 Uhr
Auf dem Wasser den Kopf frei kriegen
Entspannt über das Wasser gleiten Wolfgang Grob und Dorothee Schumacher

Hagen. Auf dem Wasser ist es still. In der Abenddämmerung ist nur ein leises Plätschern zu hören, wenn die Paddel die Wasseroberfläche durchbrechen. Ab und zu zwitschert dort, wo die Ruhr sich mit dem Harkortsee vereint, ein Vogel in der Uferböschung.

Wer im Wanderkajak unterwegs ist, der fährt nicht einfach durch die Natur, sondern der erlebt sie und gewinnt ganz neue Einblicke aus einer ungewohnten Perspektive. Haubentaucher und Wasserhühner, die ihre Jungen füttern, stören sich nicht an der Gruppe Kanuten, die dort mittwochs nach Feierabend mit regelmäßigem Paddelschlag an ihnen vorbeizieht. Es ist schon mehr Entspannung als Sport, mit den Kajakwanderern vom Kanu-Verein Wasserwanderer Hagen (KVW) beim „PAFen“ zu begleiten – und der Name bestätigt das: Für „Paddeln am Feierabend“ steht die Abkürzung und es soll den vielen Berufstätigen die Möglichkeit bieten, nach der Arbeit ein wenig ihrem Hobby zu frönen.

Seit rund vier Jahren ist das „PAFen“ etabliert, und Wanderwart Wolfgang Grob erklärt: „Das ist ideal, um mitten in der Woche mal ein bisschen den Kopf freizukriegen. Wir paddeln nicht auf Leistung, sondern um zu entspannen und die Gemeinschaft zu genie-ßen.“ Und so werden auch keine Geschwindigkeits-Rekorde gebrochen, wenn die Gruppe von rund zehn Wasserwanderern den Harkortsee hinunter zum Wetteraner „Bootshaus“ paddelt. Doch relativ zügig sind sie trotzdem unterwegs, denn: „Es macht einfach mehr Spaß, über das Wasser zu gleiten und zu sehen, wie das Ufer vorbeizieht“, so Grob. Beim Zwischenhalt sitzt die Gruppe dann zusammen und genießt den Feierabend bei Getränken und angeregten Gesprächen, bevor es übers Wasser wieder zurück zum Vereinsgelände am Hagener Stadtrand geht.

Das Paddeln am Mittwoch ist für die Wassersportler allerdings auch nur ein kleiner Teil ihrer Aktivitäten. Das wirkliche Wasserwandern spielt sich meist auf größeren Gewässern ab; ob eine Überfahrt zu Nordsee-Insel Usedom oder über wilde Flüsse in Island, Wasserwanderer kommen viel herum. Auch Italien, Lettland, Holland und Frankreich stehen auf ihrer Liste, und für diese Länder bietet sich das Wasserwandern auch an: Immer nah an der Natur, sehen die Paddler viel von Land und Leuten. Denn pro Tour, die ein bis drei Wochen dauert, werden auch schon mal mehrere hundert Kilometer zurückgelegt. Diese werden aufge-schrieben und in einem dicken Fahrtenbuch gesammelt, das im Vereinsheim aufbewahrt wird. Gemeinsam legten die etwa 150 Mitglieder des KVW im vergangenen Jahr 18 000 Kilometer zurück und sind damit einer der aktivsten Ver-eine der Region.

Dass nur wenige Schüler und Studenten beim Wasserwandern verbleiben, soll niemanden abschrecken. Im Gegenteil: „Die jungen Kanuten wechseln oft zu anderen Disziplinen, weil ihnen das Training und der Wettkampf fehlt. Wer allerdings Sport treiben möchte, ohne Höchstleistungen erbringen zu müssen, der ist bei uns Wasserwanderern genau richtig“, lädt Wolfgang Grob zum Mitmachen und Ausprobieren ein.

Valentin Dornis



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