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Kleinigkeiten entscheiden Kellerduell

29.01.2012 | 20:42 Uhr
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Kleinigkeiten entscheiden Kellerduell
TVG-Trainer Jens Ungruhe sah in Schwelm ein Kellerduell, das seine Mannschaft mit 1:3 verlor. Foto: Jan Dinter

Gladbeck.   Der TV Gladbeck kassierte in der Volleyball-Regionalliga die 14. Niederlage in Serie. Bei der TG Rote Erde Schwelm unterlagen die Blauhemden ebenso knapp wie unglücklich mit 1:3.

Und wieder wurde es nichts mit dem ersten Saisonsieg. Der TV Gladbeck, Schlusslicht in der Volleyball-Regionalliga, kassierte beim Vorletzten TG RW Schwelm eine bittere 1:3-Niederlage. Bitter deshalb, weil letztlich Kleinigkeiten den Ausschlag zu Ungunsten des TVG gaben.

TG RE Schwelm -
TV Gladbeck 3:1

Sätze: 30:28, 25:21, 19:25, 25:22.

TV Gladbeck: Willebrand, Muschellik, Weigand, Kastien, J. Sitter, Kerman, Wüllner, Ophey, Grabbe, Steckel, Götzel, Root.

Jens Ungruhe, der Trainer der Gladbecker, haderte nach dem Kellerduell in Schwelm am Sonntagabend auch ein wenig mit dem Schicksal. „Im ersten Satz“, sagte er, „hätte man auch eine Münze werfen können.“ 28:30 ging dieser denkbar knapp verloren - und Ungruhe machte sich so seine Gedanken: „Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn wir diesen Satz mit 30:28 gewonnen hätten.“

Die Gladbecker steckten diesen neuerlichen Rückschlag aber gut weg und gingen im zweiten Durchgang mit 4:0 und später mit 8:2 in Führung. Dann setzte plötzlich das Nervenflattern ein, wie Ungruhe feststellte. „Da waren“, so der TVG-Trainer, „die ängstlichen Blicke zur Anzeigetafel.“ Panik sei aufgekommen und schließlich auch dieser Satz verloren gegangen.

Im dritten Durchgang spielte der Tabellenletzte einigermaßen konstant. Prompt lief es gegen ebenfalls stark verunsicherte und ziemlich unter Druck stehende Schwelmer. Den Schwung aus dem gewonnen Satz nahmen die Gladbecker mit. 5:0 hieß es in Abschnitt vier für die Gäste, 7:1, 9:2 und 10:3. Es half aber nichts, wieder kam die TG Rote Erde auf, glich aus, zog vorbei und gewann Satz und Spiel. „Mit dem Selbstbewusstsein von vor einem Jahr“, sagte Ungruhe, „hätten wir so einen Vorsprung locker nach Hause geschaukelt.“ Aber wer zuvor 13-mal in Folge verloren hat, kann eine Qualität ganz bestimmt nicht in die Waagschale werden, nämlich Selbstbewusstsein.

„Wir sind an uns selbst gescheitert“, fasste Jens Ungruhe das Kellerduell in einem Satz zusammen. Das Spiel habe, als es lief, „den Jungs Spaß gemacht“. Das Ergebnis jedoch war wieder einmal frustrierend.

Thomas Dieckhoff

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