Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Basketball, Zweite Liga (Pro A)

Dabei sein ist nicht alles

02.04.2012 | 17:28 Uhr
Dabei sein ist nicht alles
Sascha Kesselring und der ETB wollen sich gegen Kirchheim durchsetzen. Foto: Michael Gohl

Es war ein Herzschlagfinale: Mit einem 100:96-Sieg nach Verlängerung über den Nürnberger BC schaffte Basketball-Zweitligist (Pro A) ETB doch noch den Einzug in die Playoffs. Riesig war der Jubel – nicht minder groß der Stolz. „Nach dem Debakel gegen Kirchheim hat doch niemand mehr mit uns gerechnet“, freute sich Kapitän Sebastian Schröter. „Wir haben das sehr wohl getan, haben danach die nötigen zwei Siege geholt.“ Schröter fand es „außergewöhnlich“.

Nun geht es also gegen Kirchheim. Gegen die Ritter, die die Wohnbau Baskets vor anderthalb Wochen so vernichtend geschlagen hatten. Dabei sein ist alles? Mitnichten. „Wir haben zweimal verloren, wir haben nicht vor, fünf Pleiten in Folge gegen Kirchheim zu kassieren“, gibt sich der ETB-Kapitän kämpferisch. Shooting Guard Marco Buljevic pflichtet bei: „Wir haben gegen die Knights in dieser Saison nicht gut ausgesehen. Erst recht nicht in unserem Heimspiel. Aber kein Team ist 40 oder 50 Punkte besser als wir. Dass wir sogar Siegchancen haben, wollen wir beweisen.“

Gleichwohl ist der Respekt vor den Süddeutschen immens groß. Man konnte nach dem Triumph gegen Nürnberg sogar den Eindruck gewinnen, es wäre den Schwarz-Weißen lieber gewesen, gegen den Liga-Primus Mitteldeutscher BC anzutreten. „Der MBC hat den Druck aufsteigen zu müssen. Daraus hätte man vielleicht Kapital schlagen können, zumal wir in den beiden Vergleichen bislang sehr gut ausgesehen haben“, so ETB-Trainer Krizanovic. „Die ersten Vorbereitungen gingen tatsächlich in die Richtung, dass wir, wenn wir es schaffen, als Achter in die Playoffs rutschen.“

Nun ist es der siebte Platz geworden – der Gegner heißt damit Kirchheim. „Aufgrund unserer Historie in dieser Saison muss es für uns darum gehen, zu überraschen“, meint Krizanovic.

Im Schwabenland will man natürlich vorbereitet sein. Zwar ist dort von einer „machbaren Aufgabe gegen Essen“ die Rede, sehr wohl rechnet man aber mit einem ETB, der die überdeutliche Niederlage zuletzt vergessen machen will. ETB-Kapitän Sebastian Schröter: „Und genau das wollen wir.“

Am Karsamstag sind die Kirchheim Knights zum zweiten Vergleich der Playoff-Serie „Best-of-Five“ zu Gast am Hallo in Essen. Für dieses ETB-Heimspiel gelten die Dauerkarten der Saison 2011/12. Am Ostermontag geht es wieder nach Kirchheim, ein eventuell notwendiges viertes Spiel steigt dann voraussichtlich bereits am Donnerstag (12. April) wieder in Essen: Am Freitag (13. April) belegt Handball-Zweitligist Tusem die Halle. Für diese vierte Playoff-Partie gelten die normalen Tagespreise. Bis eine Stunde vor dem Spiel werden die Plätze der Dauerkarteninhaber freigehalten, danach gehen sie in den freien Verkauf.

Achim Faust

Kommentare
Funktionen
Lesen Sie auch
Aus dem Ressort
Kleiner „Platz-Sturm“ bei RWE blieb ohne große Folgen
RWE
Beim Spiel von RWE gegen Rödinghausen ging vor Ende der Partie mal wieder das Fluchttor an Westkurve auf und einige Fans gelangten in den Innenraum.
RWE-Führung warnt nach Heimdebakel vor Schnellschüssen
Analyse
Nach der desaströsen Vorstellung beim 0:3 gegen den SV Rödinghausen geht bei Rot-Weiss schon die Angst vor dem Pokalhalbfinale gegen Kray um.
Ostwestfalen ist kein gutes Pflaster
Regionalliga
Der FC Kray kassiert beim SC Wiedenbrück eine deftige 0:4-Niederlage. Trainer Michael Lorenz: „Wir haben einiges vermissen lassen“.
Im letzten Moment auf Platz sieben gehüpft
Basketball
Die ETB Wohnbau Baskets bezwingen Vechta nach einer dramatischen Schlussphase. 2300 Fans am Hallo erleben einen nervenaufreibenden Abend. In den...
Humänner sorgen für sportliches Märchen
Volleyball
Der VVH schafft den vor Wochen noch scheinbar unmöglichen Klassenerhalt.
article
6522758
Dabei sein ist nicht alles
Dabei sein ist nicht alles
$description$
http://www.derwesten.de/wp/sport/lokalsport/essen/dabei-sein-ist-nicht-alles-id6522758.html
2012-04-02 17:28
Essen