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Basketball

57:101! Das war peinlich

23.03.2012 | 22:17 Uhr
Am Boden: Chris Alexander und der ETB waren gegen Kirchheim chancenlos. Foto: Michael Gohl

ETB -
Kirchheim57:101 (28:49)

ETB: Wysocki (8/davon 1 Dreier), Henley (8), Buljevic (7/1), Kapelan (7/1), Alexander (6), Carney, Chones Kesselring (je 5), Schröter, Henrichs (je 3), Bartels, Hardebusch.
Die Viertel: 19:30, 9:19, 15:29, 14:23.
Der „Spielfilm“: 6:6 (3.), 9:20 (6.), 15:30 (8.), 23:38 (13.), 26:45 (19.), 28:49 (20.), 33:53 (23.), 39:73 (28.), 43:78 (30.), 50:85 (34.), 50:99 (38.), 57:101 (40.).
Zuschauer: 1630.

Die „Knights“ kamen – und eroberten das „Hallo“ im Sturm: Basketball-Zweitligist (Pro A) ETB kassierte Freitagabend im Heimspiel am „Hallo“ gegen Kirchheim eine derbe 57:101-Packung.

Die Schwarz-Weißen mussten damit einen deutlich zu spürenden Dämpfer im Kampf um die Playoffs einstecken. Dass es für die Essener noch um Platz acht geht, davon war allerdings rein gar nichts zu spüren. Schon in der Halbzeitpause fühlte es sich so an, von den „Rittern“ mächtig eins auf die Rübe bekommen zu haben. Der Gegner blies zum Angriff, der die Schwarz-Weißen mit voller Wucht traf. Ein Zwischenspurt von 14:3 brachte die Gäste in aussichtsreiche Position, nach 20 Minuten war der Gästevorsprung auf über 20 Punkte angewachsen (28:49). Der Tabellenzweite war eindeutig Herr in fremdem Haus.

Video
Die Kirchheim Knights gewannen am "Hallo" gegen die ETB Wohnbau Baskets

Da man aber in einem Basketball-Zweitliga-Spiel nicht einfach so eine „weiße Fahne“ hissen kann, kamen beide Teams nach der Pausenerfrischung wieder zurück aufs Parkett und spielten weiter. Das Drama nahm seinen Lauf, denn innerlich hatte der ETB offensichtlich doch bereits kapituliert. Die Mannschaft hatte dem Gegner zu keinem Zeitpunkt etwas entgegen zu setzen. Sie war hoffnungslos überfordert und ergab sich schließlich doch in ihr Schicksal. Keine Frage: Kirchheim war stark. Aber hatten sich die Schwarz-Weißen zu irgendeinem Zeitpunkt gewehrt an diesem Abend? Es war ein desolater, ein furchtbarer Auftritt. „In all’ den Jahren, in denen ich beim ETB bin, ist mir das noch nicht passiert.“ Trainer Igor Krizanovic war schlicht fassungslos. „Das war peinlich und man kann sich nur bei den Zuschauern entschuldigen.“ 1630 Fans waren erwartungsfroh gekommen – und erlebten ein Fiasko.

Von dem sich das Team erst einmal erholen muss. Viel Zeit für die „klaren Worte“, die Krizanovic ankündige – ja, androhte –, bleibt nicht: Bereits am kommenden Montag steht die Reise nach Karlsruhe an, ab 19 Uhr geht es gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoffs. Es kann nur besser werden.

Achim Faust



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