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Aufbruch ins Abenteuer Oberliga

03.07.2012 | 18:54 Uhr
Aufbruch ins Abenteuer Oberliga
Hamborn 07 startete mit seinem neuen Trainer Thomas Geist ins Training. (Foto: Lars Fröhlich)

Duisburg. Hamborn 07 hat das Training aufgenommen. Der neue Trainer Thomas Geist hat gute erste Eindrücke gewonnen und verspricht ein Team mit jugendlichem Ehrgeiz

Lange schien es so, als werde Hamborn 07 ein „Opfer“ der Ligenreform – der Klassenerhalt in der Niederrheinliga, die durch den Wegfall der NRW-Liga zur Oberliga Niederrhein wurde, war für die Löwen in weite Ferne gerückt. Weil aber der 1. FC Viersen auf seinen Startplatz verzichtet hat, konnte Hamborn doch noch nachrücken. Am 1. Juli haben die Sportfreunde nun das Training für die neue Saison aufgenommen – und mussten dabei fremdgehen. Weil die 07-Handballer das Turnier um den Löwencup am Holtkamp ausgerichtet hatten, wichen die Fußballer zum TuS Buschhausen aus. Am Montag aber waren die Löwen erstmals wieder in ihrem eigenen Gehege unterwegs.

Der neue Trainer geht seinen Job mit viel Elan an. „Ich freue mich darauf“, sagt Thomas Geist. Der Coach, der am 20. Juli 48 Jahre alt wird, hat sich bislang einen Namen links des Rheins gemacht. Einen guten Namen allerdings. Zudem hat er internationale Erfahrung; 2010 war er kurzzeitig in der Premijer Liga von Bosnien-Herzegowina tätig, wo er den FK Laktasi betreute.

„Ich war natürlich maßgeblich an der Verpflichtung neuer Spieler beteiligt“, sagt Geist. Klar, dass auf diesem Wege einige Kicker von der „anderen“ Rheinseite nach Hamborn gefunden haben. „Wir haben die Mannschaft stark verjüngt. Da wird viel jugendlicher Ehrgeiz dabei sein“, erklärt der 07-Trainer. „Ich stehe dem sehr positiv gegenüber, auch wenn wir sicherlich über die Vorbereitung hinaus an Spielzügen und Laufwegen arbeiten müssen. Da müssen wir etwas Geduld haben.“

Die Eindrücke der ersten beiden Einheiten sind gut. „Wer aber Führungsaufgaben übernehmen kann, ist jetzt noch schwer zu beantworten. In zwei Wochen sehen wir weiter.“ Schließlich testen die Löwen auch noch einige Spieler. „Vielleicht ist ja noch eine Überraschung dabei“, augenzwinkert Geist. Klar ist freilich, dass der Kader ursprünglich „zu 70 Prozent“ auf die Landesliga ausgerichtet worden ist. Erst spät war klar, dass es doch in die Oberliga geht. Kein Wunder also, dass der aktuelle Auf- und Abstiegsplan Geist ärgert. Aus der Regionalliga West werden sechs Mannschaften in die Oberliga absteigen. Abhängig davon, wie viele Niederrhein-Vereine dabei sind, wird sich die Absteigerzahl in der Oberliga zwischen vier und sieben bewegen.

„Ich habe dafür kein Verständnis. Der Verband soll eine verbindliche Absteigerzahl festlegen. Wenn es dann nicht anders geht, wird die Liga größer oder kleiner. Aber so ist wieder bis zum Ende unklar, in welcher Liga man spielt. Die Vereine brauchen Planungssicherheit“, so Geist. Das Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt. „Das wird vielleicht knapp, aber wir schaffen das“, versprüht Thomas Geist schon jetzt viel Optimismus.

Aktuell sind seine Jungs fit, lediglich Sascha Wiesner musste sein Lauftraining am Sonntag abbrechen. Schon am Wochenende stehen die ersten Testspiele an.

Die Testspieltermine: Freitag, 6. Juli, 19.30 Uhr: TuS Bösinghoven (H); Samstag, 7. Juli, 14 Uhr: SV Uedesheim (H); Samstag, 14. Juli, 15 Uhr: Grün-Weiß Holten (A); Sonntag, 15. Juli, 15 Uhr: SpVgg Sterkrade-Nord (H); Mittwoch, 18. Juli, 19 Uhr: SSVg Velbert (A); Samstag, 21. Juli, 16 Uhr: Fichte Lintfort (H); Sonntag, 22. Juli, 15 Uhr: MSV Duisburg II (H); Samstag, 28. Juli, 16 Uhr: Glückauf Möllen (A); Sonntag, 29. Juli, ab 14 Uhr: Turnier beim PSV Wesel-Lackhausen; Dienstag, 31. Juli, 19.30 Uhr: FSV Duisburg (H).

Friedhelm Thelen

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