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2. Basketball-Bundesliga

Pleite zum Auftakt

06.04.2012 | 20:00 Uhr
Pleite zum Auftakt

Düsseldorf. Aubrey Reese ist zurück. Doch auch mit dem 33-jährigen US-Amerikaner, der mit 43 Punkten im Match gegen den Nürnberger BC vor seiner langwierigen Knieverletzung den Pro-A-Saisonrekord aufgestellt hatte, mussten sich die Giants im ersten Play-off-Viertelfinalmatch der Serie Best-of-5 in der 2. Basketball-Bundesliga beim BV Chemnitz 99 mit 68:77 (25:29) geschlagen geben. Heute (18 Uhr, Karl-Hohmann-Straße) will die Mannschaft von Trainer Murat Didin mit den eigenen Fans im Rücken den Ausgleich erzielen, um den Sachsen nicht direkt zwei Matchbälle zu überlassen.

„Es war ein hartes, enges Spiel. Wir hatten viele Probleme in der Saison“, betonte Coach Didin nach der Niederlage. Diese sind jedoch nicht als Grund der Pleite zu sehen. Insgesamt war eine schwache Wurfquote im Match gegen die Chemnitzer der ausschlaggebende Punkt zu Gunsten der Sachsen. Es wurde das erwartete Duell der beiden besten Abwehrreihen der Liga. Bei beiden war die Defensive Trumpf. Doch während die Niners besonders auch aus der Nahdistanz eine starke Wurfquote von 73,3 Prozent aufwiesen, lag diese bei den Giganten nur bei schwachen 36,4. Besonders in der Schlussphase machte sich dieser Effizienz-Unterschied bemerkbar.

Schwaches Comebackvon Aubrey Reese

Auch bei Topstar Reese lief nicht viel zusammen. Bei seinem Comeback stand der Point Guard immerhin 21,28 Minuten auf dem Parkett, markierte für seine Verhältnisse jedoch nur mickrige 3 Zähler. „Für die beiden ist es nach der Verletzung nicht leicht, direkt alle zwei Tage zu spielen“, dämpfte Coach Murat Didin aus gutem Grund daher auch sogleich die Erwartungen vor der Rückkehr von Shooting Guard Philipp Friedel, der heute wohl auf das Parkett zurückkehren wird.

Von Beginn an diktierten die heimstarken Chemnitzer das Geschehen. Die Niners stellten sich in der Verteidigung immer wieder neu gegen die Giants ein. Bei einer hauchdünnen 22:21-Führung nach 15 Spielminuten schlug die Stunde von Takumi Ishizaki. Der starke Japaner machte fünf Punkte in Folge, während den Giganten einige Ballverluste unterliefen. Aubrey Reese half seiner Mannschaft mit zwei Freiwürfen vor dem Halbzeit-Buzzer noch, nur mit einem überschaubaren 25:29-Rückstand in die Kabine gehen zu müssen. Das dritte Viertel begannen die Giganten mit zwei verwandelten Freiwürfen von Corderro Bennett und glichen durch Rait Keerles nach 25 Minuten erstmals zum 37:37 aus. Doch die Sachsen reagierten und legten noch mal einen Gang zu. In der anschließenden Crunchtime trafen die Chemnitzer fast nach Belieben und stellten mit ihren getroffenen „Dreiern“ die Weichen frühzeitig auf Sieg.

Mareike Scheer



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