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Kein Catenaccio mit Catenacci

02.05.2012 | 22:00 Uhr
Kein Catenaccio mit Catenacci

Düsseldorf. Catenaccio bedeutet übersetzt aus dem Italienischen soviel wie Sperrkette oder Riegel. Im Sport, speziell im Fußball, wird es häufig als Name für das Spielsystem der heimischen Nationalmannschaft benutzt. Ob diese zugegebenermaßen unattraktive Spielweise der Squadra Azzurra nun auch den DEG-Fans droht?

Wohl eher nicht. Auch wenn sein Name es vermuten lassen würde, ist der neue Eishockey-Center Michael Catenacci (die NRZ berichtete bereits in der Mittwochsausgabe) kein Freund einer defensiven Gangart. Der 21-jährige Italo-Kanadier war in der abgelaufenen Saison nach dem deutschen U-20-Nationalspieler Tobias Rieder zweitbester Scorer der Kitchener Rangers in der kanadischen Juniorenliga OHL. In 68 Partien verbuchte der nur 1,70 Meter große Stürmer 32 Tore und gab 63 Vorlagen.

Sein bisheriger Verein teilte den Wechsel auf seiner Internetseite mit. DEG-Manager Walter Köberle will von einer Verpflichtung des von der NHL ungedrafteten Angreifers noch nichts wissen: „Michael Catenacci ist ein sehr interessanter Spieler – ein junger Center und Kapitän. Er würde gern zu uns kommen, aber viele wollen ihn und es ist noch kein Vertrag unterschrieben.“

Auf die Ontario Hockey League als Fundstelle eines neuen rot-gelben Kontingentspielers hätten allerdings wohl nur wenige getippt. Auch wenn aus dem Kitchener-Nachwuchs bereits Ex-DEG-Haudegen Ryan Ramsay sowie die in der DEL bekannten Bill Stewart, Dave McLlwain und Paul Traynor stammen. Beim DEG-Neustart stöbern Walter Köberle und Trainer Christian Brittig offenbar überall.

Übrigens: Marco Habermann und Bernhard Ebner sind bereits in Düsseldorf und wurden von Rückkehrer Jannik Woidtke durch die Altstadt geführt. Kommentar von Verteidiger Ebner: „Das erste Altbier haben wir zwar überlebt, aber das bayerische Bier schmeckt besser!“

Mareike Scheer


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