Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Fußball-Relegationsrunde

Fortuna schafft die Bundesliga – Fans

15.05.2012 | 23:28 Uhr
Fortuna schafft die Bundesliga – Fans

Düsseldorf. Es war ein krimineller Fußballabend in der Arena. Spannend, dramatisch, am Ende gefährlich. Fortuna spielt nach einem 2:2 (1:1) gegen Hertha BSC Berlin in der neuen Saison in der Bundesliga mit. Doch bis es zum freien Lauf der Emotionen kam, musste das Match dreimal unterbrochen werden. Die Berliner Gäste sorgten für ein Bengalo-Feuerwerk, dann stürmten die Fortuna-Anhänger vorzeitig den Rasen. Die Partie stand vor dem Abbruch, war am Ende für 20 (!) Minuten unterbrochen. Erst dann wurde wirklich gefeiert.

Luft holen war gestern Abend in der Arena verboten. Es ging umgehend in die Vollen. Maximilian Beister packte sogleich seinen Brauereipferd-Schuss aus. 25 Meter Distanz, 25 Sekunden gespielt, hundert Prozent Treffer – in die linke Hertha-Torecke! Während die Tribünen bebten, sortierten sich die technisch besseren Gäste im Sauseschritt. Rukavytsya, von van den Bergh allein gelassen, senste die Kugel ans Außennetz. Dann verdaddelte Niemeyer eine Flipper-Situation im Fortuna-Strafraum.

Ben-Hatira nickte zum Ausgleich ein

Den Ausgleich nickte der am Fünfmeterraum völlig blank stehende Deutsch-Tunesier Ben-Hatira per Aufsetzer in die linke Ecke. Nach Ronnys Freistoß von links wirkte die Fortuna-Deckung unsortiert.

Ilsøs 17-Meter-Freistoß fälschte Bröker knapp rechts neben den Hertha-Pfosten ab. Ebenso unglücklich: Bröker suchte bei einem 4:3-Konter eigensinnig den Abschluss, anstatt die mitgelaufenen Kollegen zu bedienen. Beister probierte es sieben Minuten vor der Pause wieder mit links: Hertha-Keeper Kraft hielt das stabile Knie dagegen.

Und Hertha? Brandgefährlich! Vor allem mit dem Kolumbianer Adrian Ramos. Einmal rollte der Ball fast parallel zur Fortuna-Torlinie, dann musste Keeper Ratajczak tauchen (37./40). Ronny forderte „Rata“ kurz darauf mehr. Fortunas Torsteher machte den faustenden Flieger.

Jovanovic als Sturmtank

Coach Meier ließ den einige Male fehlerhaften Ilsø in der Kabine, schickte den gebürtigen Berliner Jovanovic als Sturmtank vorn rein. Das kriminelle Hin und Her setzte sich fort. Beister eröffnete wieder, zielte im Hertha-Strafraum freistehend über die Querlatte. Fünf Minuten später war Hertha nur noch zu zehnt. Änis Ben-Hatira rutschte der Ball im Solo vom Fuß. Der Tunesier versuchte die gestreckte linke Sohle, traf aber Bodzek statt den Ball: klare Gelbe-Rote Karte! Der Vorteil für Fortuna war fünf Minuten später umgemünzt. Im Konter schlug Bröker einen feinen Flankenball von links. Jovanovic stand im Strafraum goldrichtig, köpfte die Kugel ins Ziel. Keeper Kraft konnte den Ball nur noch an den Innenpfosten lenken. Das 2:1 sorgte für ein Feuerwerk auf den Rängen. Vorrangig die Hertha-Fans nebelten ihre Ecke mit lockeren 20 Bengalos ein: Vier Minuten Spielunterbrechung!

Sieben Minuten Nachspielzeit

Als sich die Gemüter wieder abgekühlt hatten, rückte die Bundesliga für Fortuna immer näher. Die Berliner kamen in Unterzahl und gegen nun konzentriert verteidigende Gastgeber aber noch zum Ausgleich. Ronny bediente Raffael. Dann waren wegen zweier Unterbrechungen noch sieben Minuten Nachspielzeit angezeigt. Einige Wirrköpfe dehnten den Abend in die Länge. Zwei Minuten vor dem offiziellen Ende war der Rasen mit Fans, Ordnern und Polizisten übersät. Die Spieler brachten sich in den Arena-Katakomben in Sicherheit. Fortunas Kicker verschanzten sich allesamt im Treppenhaus. Es dauerte mehr als 20 Minuten, bis endlich die Toten Hosen zum Zug kamen: „An Tagen wie diesen. . .“

Michael Ryberg



Kommentare
Aus dem Ressort
Hubbelrath will Titel verteidigen
Golf-Bundesliga
Düsseldorf. Zu einer Vorhersage lässt sich weder Dawie Stander noch Roland Becker hinreißen. Kein Wunder, wissen die beiden Golflehrer des GC Hubbelrath (GCH) doch um die Schwere der Aufgaben beim Final Four, den Endrunden um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am Samstag und Sonntag im Licher GC....
Trainer Reck beschwört das "Wir-Gefühl“ bei der Fortuna
Nach Pokal-Aus
Für Fortuna Düsseldorf geht es an diesem Wochenende nach dem Aus im DFB-Pokal in der zweiten Liga mit dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC weiter. "Ich erwarte vom Team eine Reaktion!“, sagte Trainer Oliver Reck mit Blick auf die Partie und wünscht sich eine funktionierende Mannschaft.
DEG-Rückkehrer Ficenec ist gekommen um zu bleiben
Deutsche Eishockey-Liga
Jakub Ficenec trägt zum zweiten Mal in seiner Karriere das Trikot der Düsseldorfer EG. Als Routinier soll er die Mannschaft weiterbringen und in der kommenden Saison dazu beitragen, die Playoffs zu erreichen. Der 37-jährige Verteidiger freut sich über die neue Herausforderung.
Pollmächer feierte eine fulminante Aufholjagd
Leichtathletik
Düsseldorf. Selten hat man André Pollmächer so strahlen sehen, wie nach dem Marathonlauf bei den Europameisterschaften in Zürich. Mit geballten Fäusten – als Zeichen des Jubels – rannte der Ausdauerspezialist vom rhein-marathon Düsseldorf nach eindrucksvollen 2:14:51 Stunden über die Ziellinie und...
Fortunas Maskenmann Adam Bodzek beißt sich durch
Bodzek
Adam Bodzek hat sich bei der Pokalpleite von Fortuna Düsseldorf in Würzburg das Nasenbein gebrochen. Der 28-Jährige denkt jedoch nicht daran sich zu schonen. Mit einer Carbonmaske trainierte der 28-Jährige am Mittwoch. Wie lange er den Schutz tragen muss, ist noch nicht klar.
Umfrage
Welcher Klub kann Bayern München im Meisterschaftskampf gefährlich werden?

Welcher Klub kann Bayern München im Meisterschaftskampf gefährlich werden?

 
Fotos und Videos
Eller - Fortuna II
Bildgalerie
Sommer-Cup
Die 4. Auflage
Bildgalerie
Triathlon
Fortunas neue Kleider
Bildgalerie
2014/2015
Grafenberg
Bildgalerie
Galopp