Das aktuelle Wetter NRW 5°C
DEG

DEG-Manager Köberle verspricht eine harte Gangart

04.04.2012 | 16:30 Uhr
DEG-Manager Köberle verspricht eine harte Gangart
DEG-Manager Walter Köberle.Foto: dapd

Düsseldorf.  DEG-Manager Walter Köberle verspricht den Fans bei seinem „Himmelfahrtskommando“ der Saison 2012/13 eine neue DEG-Mannschaft, die hart Eishockey spielen wird. „Nur weil wir eine billigere Mannschaft haben werden, werden wir keine schlechten Partien abliefern“, betont Köberle.

Der Amtsantritt von DEG-Co-Trainer Tray Tuomie verlief alles andere als vorbildlich. Am 26. Juli 2010 sollte der gebürtige US-Amerikaner um neun Uhr zum ersten Treffen an der Brehmstraße erscheinen. Zwei Stunden später war der ehemalige Eishockeycrack immer noch nicht eingetroffen und auch telefonisch von Chefcoach Jeff Tomlinson nicht zu erreichen. Er hatte schlichtweg verschlafen!

„Siamesische Zwillinge“

Diese kleine Anekdote verriet das Duo gestern während einer abschließenden Gesprächsrunde. Die Geschichte war jedoch nicht das Sinnbild ihrer Zusammenarbeit. So wundert es nicht, dass die „Siamesischen Zwillinge“, um dem Wortlaut von Manager Walter Köberle zu folgen, zusammen nach Nürnberg wechseln.

„Im Vorjahr war ich nach dem Saisonaus stolz und hatte ein super Gefühl. Dieses Mal war ich einfach leer. Rückblickend müssen wir dennoch sagen, dass die Spielzeit nicht so schlecht war, wenn man die Gegebenheiten in Betracht zieht“, analysierte Trainer Tomlinson zunächst noch die abgelaufene Saison.

In Einzelgesprächen sei herausgekommen, dass der tragische Tod von Ex-Teamkollege Robert Dietrich, der am 7. September kurz vor Saisonstart mit seiner KHL-Mannschaft im russischen Jaroslawl mit dem Flugzeug abgestürzt war, doch tiefer in den Köpfen steckte, als alle zugeben wollten. „Sie wollten es nicht als Ausrede hernehmen. Aber diese Konzentration hat bei einem Dutzend der Spieler gefehlt und kostete Punkte“, so Tomlinson.

Hinzu kam die angespannte Lage um die Zukunft des Vereins. Zu allem Überfluss sind die Neuzugänge nicht so eingeschlagen wie gewünscht und die Nummer eins im Gehäuse, Jean-Sebastien Aubin, hat enttäuscht. Doch das ist nun Schnee von gestern. Manager Walter Köberle verspricht den Fans bei seinem „Himmelfahrtskommando“ der Saison 2012/13 eine neue DEG-Mannschaft, die hart Eishockey spielen wird. „Nur weil wir eine billigere Mannschaft haben werden, werden wir keine schlechten Partien abliefern“, betont Köberle. Gleich wohl wird als Saisonziel der Kampf um die erste Play-off-Runde ausgegeben. Aber Teamgeist kann manchmal auch Talent schlagen.

Zwei „Künstler“

Zudem will der Sportleiter auch zwei „Künstler“ verpflichten. Center, die den Puck verteilen können. „Dazu werden wir auch zwei ausländische Verteidiger holen“, so Köberle, der mit sieben Kontingentspielern ab September an den Start gehen will. Neun sind dann in der DEL nur noch erlaubt. Einer davon soll neben Bobby Goepfert Defender Andy Hedlund werden. Die Gespräche mit ihm sowie Marian Bazany hatten positive Tendenzen. Der Rest des aktuellen Kaders wird aussortiert.

Mareike Scheer

Empfehlen
Rund ums Thema
Kommentare
Facebook
 
Kommentare
05.04.2012
02:49
DEG-Manager Köberle verspricht eine harte Gangart
von wolla | #1

Ja, ja, Herr Tomlinson. Es ist immer leicht die Fehler nur ja nicht bei sich selber zu suchen, sondern es auf "Umstände" zu schieben.
Tatsache ist, daß Tomlinson auch schlecht gearbeitet hat und wahrscheinlich mit den Gedanken bei seinem neuen Nürnberger Arbeitgeber gewesen ist. Reichlich DEG Spieler hat er ja auch mitgenommen.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6529667/create

Fotos und Videos
Bezirksliga
Bildgalerie
Fussball
45. Kö - Radrennen
Bildgalerie
Velospektakel
Fortuna - Nürnberg 1:2
Bildgalerie
Bundesliga
Turu - WSV II
Bildgalerie
Oberliga
Aus dem Ressort
Fortuna-Aufsichtsratschef nimmt Meier und Werner in Schutz
Fortuna
Nach einer enttäuschenden Rückrunde ist Fortuna Düsseldorf in die 2. Bundesliga abgestiegen. Dennoch wehren sich die Verantwortlichen gegen branchenübliche Reflexe: Aufsichtsratschef Dirk Kall nimmt Trainer Norbert Meier und Sportvorstand Wolf Werner in Schutz.
Schirme, Polizisten und ein Finne
Tennis
Düsseldorf. Nein, im Rochusclub hatte Jarkko Nieminen bei der WM nie starten dürfen. Dabei stand der Finne zwischenzeitlich auf Position 13 der ATP-Weltrangliste. Für eine World-Team-Cup-Teilnahme der Nordmänner reichte selbst das nicht. Es fehlte stets ein starker Landsmann. Beim WM-Nachfolger, dem...