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Europameister Frank Stäbler glänzt in Dortmund

01.07.2012 | 20:06 Uhr
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Europameister Frank Stäbler glänzt in Dortmund

Dieser Mann besitzt das Potenzial, auch bei den Olympischen Spielen in London für Furore zu sorgen. Frank Stäbler, der amtierende Ringer-Europameister von Belgrad in der 66 kg-Klasse im griechisch-römischen Stil, war der herausragende Athlet bei der neunten Auflage am Wochenende beim „Großen Preis der Bundesrepublik“ in der Helmut Körnig-Halle.

Der 22-Jährige mit dem Bürstenhaarschnitt deutete bei seinem Dortmunder Auftritt am Samstag an, dass er die lange Durststrecke in diesem Stil beenden kann. „Frank ist noch jung. Er hat das Zeug dazu, ein ganz Großer zu werden“, sagte Bundestrainer Jannis Zamanduridis.

Zamanduridis betreut Stäbler seit 2005, damals noch als Co-Trainer von Maik Bullmann, der am Wochenende ebenfalls in Dortmund war, jetzt aber mehr ein Auge auf die Nachwuchsarbeit legt. Zudem setzt der Leichtgewichtler auf die Zusammenarbeit mit seinem Heimtrainer Andreas Stäbler. „Beide sind weder verwandt noch verschwägert, haben aber denselben Nachnamen“, erklärte Karl-Martin Dittmann die Namensgleichheit.

Dieses kleine Erklärstück war für den Organisator aber noch die leichteste Aufgabe während dieser beiden Tage, in denen der internationale Ringersport wieder auf Dortmund schaute. Immerhin waren 158 Athleten aus 26 Nationen am Start. „Die meisten Verbände nutzten das Dortmunder Turnier zu einer letzten Formüberprüfung für die Olympischen Spiele oder sogar zur Olympiaqualifikation“, sagte Dittmann, der in den letzten Tagen vor Turnierbeginn noch zwei Absagen aus der Mongolei und Tunesien erhielt, dafür aber ziemlich überraschend Ringer-Teams aus Kanada, Ägypten und Tatschikistan begrüßen konnte. Auf den Rängen in der Körnig-Halle ging es auf jeden Fall ziemlich bunt zu. Kräftige Männer aus 26 Nationen und von 55 bis 120 kg sorgten für internationale Völkerverständigung.

Mirko Englich früh raus

Auf den beiden Ringer-Matten war dann Schluss mit lustig. Das spürte auch Mirko Englich, lange Jahre das nationale und Dortmunder Aushängeschild dieser Sportart. Am Samstag war für den Silbermedaillengewinner von Athen 2008 schon in der Vorrunde Schluss. Sprecher Thomas Eigenbrodt, der wie immer souverän durch das Turnier führte, hatte die traurige Aufgabe, die Niederlage des 33-Jährigen gegen Nachwuchsringer Felix Radinger zu verkünden. „Mirko ist nicht so gut drauf, nachdem er die Olympiaqualifikation nicht geschafft hat“, gestand Vater Detlef Englich stellvertretend für seinen Sohn, der 2007 und 2010 jeweils Zweiter beim Großen Preis in Dortmund wurde.

Aus Dortmunder Sicht interessant war auch der Auftritt des ehemaligen Heros Ringers Nico Brunner. Der für den KSV Witten kämpfende 17-Jährige verlor allerdings in der ersten Runde gegen den Tschechen Artur Amarov.

Peter Kehl

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