Bei 0:1-Heimpleite des BSV Menden: Jung-Keeper Carlo Klenner ist Lichtblick
14.03.2010 | 21:17 Uhr 2010-03-14T21:17:00+0100
Menden. Es war ein Sonntag, den sich die Anhänger des BSV Menden gern erspart hätten. Der Fußball-Landesligist unterlag dem SV Rothemühle mit 0:1 (0:1) — eine Niederlage, bei der die Rot-Weißen erst nach der Pause am Spiel teilnahmen.
Kein Wunder, dass BSV-Trainer Andreas Bücker nach dem Schlusspfiff sichtlich verärgert war. „Aufgrund der ersten Halbzeit ist unsere Niederlage verdient. Vor der Pause haben wir ohne Herz und Biss gespielt”, hielt der Mendener Coach die Enttäuschung über seine Mannen nicht zurück. Die zeigten erst nach dem Seitenwechsel die Leidenschaft, mit der man auch gegen ein spielstarkes Team wie den SV Rothemühle bestehen kann. Das sollte aber gestern nicht reichen.
Wobei man den Hausherren aber zu Gute halten musste, dass sie eine Reihe von Ausfällen verkraften mussten. So fehlte nach Stammkeeper Jörg Benik (ausgekugelter Finger) auch der Ersatzmann Philipp Brükkenkamp. Und deshalbkam A-Junior Carlo Klenner zu seinem Pflichtspiel-Debüt. Und das absolvierte der Youngster ganz ausgezeichnet. So hielt er in der 16. Minute einen Foulelfmeter von Boubaous in erstklassiger Manier. Und auch bei einigen weiteren Rothemühler Chancen war der junge Mann auf dem Posten.
Carlo Klenner war somit eine der positiven Erscheinungen schon in der ersten Halbzeit. Seine Teamkollegen hingegen wirkten zunächst blockiert. Oft zu weit weg vom Gegenspieler, ließ man den Gast locker kombinieren. Und die taktisch gut aufgestellten Kicker aus Rothemühle wussten dieses BSV-Manko zu nutzen. Angetrieben von den routinierten Schulzki und Breidenbach fuhren die Gäste einige ansehnliche Konter Richtung Mendener Gehäuse.
Doch auch im Abschluss untermauerten die Rothemühler, warum sie nicht unbedingt zu den offensivstärksten Teams zählten. Entweder klärten die Hausherren oder man scheiterte an der eigenen Verspieltheit (Hesse, Boubaous). Dass der BSV auch seine Qualitäten nach vorn hat, kam zunächst nur selten zum Vorschein. So schickte Sascha Wulff in der 20. Minute Benni Wrobel auf die Reise — der wurde aber abgeblockt.
Für das Tor des Tages musste dann ein Schuss von der Strafraumgrenze herhalten. Stremmel hielt einfach drauf und brachte Rothemühle in Führung (31.). Die Schützlinge von Andreas Bücker schienen sich in der Pause ihrer Qualitäten zu besinnen, in der Tat entwickelten sie nach dem Seitenwechsel merklich mehr Druck. Doch im Abschluss fehlte die nötige Konsequenz. „Das ist keine Frage der Fitness”, machte Bücker die Pleite an anderen Faktoren fest.
0mitdiskutieren