Alfred Links Probleme mit Spielplan-Gestaltung
17.03.2010 | 22:10 Uhr 2010-03-17T22:10:00+0100Kreis Olpe. Am vergangenen Wochenende ist erneut der heimische Fußball mit Ausnahme des Landesliga-Spiels des SV Rothemühle beim BSV Menden den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen. Westfalenligist SpVg Olpe schiebt einen Berg von sieben Nachholspielen vor sich her.
Seit Jahren fordern Trainer und Aktive, den Spielplan besser an die Wetterlage anzupassen. Im Interview spricht Alfred Link, Beisitzer im Verbands-Fußball-Ausschuss und Staffelleiter der Westfalenliga 2, über die zahlreichen Nachholspiele, eine eventuelle Saisonverlängerung und die Probleme bei der Spielplangestaltung.
Herr Link, vor dem Hintergrund des langen Winters im Sauerland und der zahlreichen Nachholspiele, haben Sie die SpVg Olpe eigentlich gerne in Ihrer Staffel?
Alfred Link (lacht): Es ist ein guter Verein, mit dem man sehr gut zusammenarbeiten kann. Aber ein Verein aus dem Ruhrgebiet wäre mir wegen des Wetters lieber. Aber gut, ich hoffe, dass es ab jetzt wenigstens geht.
Rhythmus wie die Profis
Was geht Ihnen beim Blick auf den Spielplan der nächsten Wochen bis zum Saisonende durch den Kopf?
Link: Es ist wie in der Bundesliga: Es geht im Rhythmus Sonntag-Donnerstag-Sonntag - und so weiter.
Inwieweit haben Sie daher Verständnis für das Murren der Vereine und der Spieler?
Link: Für das Wetter kann ich nichts. Da kann ich nicht eingreifen, das müssen wir so akzeptieren, wie es nun einmal ist. Wir könnten die Serie verlängern, aber da sind die Spieler dann nicht mehr da. Da können die Vereine nicht mehr. Das ist das Problem.
Frage: Warum? Was spricht dagegen?
Link: Die Mannschaften sind nicht mehr da, die sind dann im Urlaub. Ich fahre doch nicht in Urlaub, aber die Mannschaften und Spieler.
Zeit für Entscheidungsspiele
Wäre es nicht generell endlich an der Zeit, den Spielplan zu verändern und im Sommer ein, zwei Abendspiele zu machen und/ oder bis in den Juni zu spielen?
Link: Man könnte das, das ist richtig. Man sagt auch immer auf Staffeltagen, dass die Vereine nicht sofort nach dem letzten Spieltag in Urlaub fahren sollen, da es auch immer mal zu Entscheidungsspielen kommen kann. Aber was machen die Vereine? Sie fahren und buchen…
Im Sauerland ist es jedes Jahr das Gleiche. Im Februar und teilweise auch im März fallen die Spiele aus. Jedes Jahr fordern die Trainer, mehr Spiele im Sommer und Herbst zu machen. Aber der Spielplan ändert sich nicht wesentlich. Sehen Sie die Verantwortung dafür bei den Vereinen oder den Staffelleitern?
Link: Meinetwegen können wir das anders durchziehen, da habe ich kein Problem mit. Aber da müssen die Vereine auch sagen, dass sie nicht in Urlaub fahren wollen, dass sie nicht frei haben wollen.
Meinen Sie denn nicht, dass sich Vereine und Spieler darauf einstellen und später in Urlaub fahren würden, wenn man den Spielplan entsprechend ändert?
Link: Es ist vielleicht eine Überlegung für die Zukunft. Ich glaube das aber nicht. Denn dann wechseln die Spieler unter Umständen schon wieder den Verein und die wollen ja auch irgendwann einmal Urlaub haben. Die Schulferien sind auch unterschiedlich, die sind teilweise im Juni. Da sind einige dann schon wieder weg. Aber wenn die Vereine das akzeptieren, für uns ist das gar kein Problem, ob ich im Juni spiele oder auch im August unter der Woche. Da müssen die Vereine was sagen.
Welche Lehren ziehen Sie nun aus diesem Winter?
Link: Man muss natürlich auch sagen, dass man im Kohlenpott - dieses Jahr einmal ausgenommen - diese Probleme so nicht hat. Die wehren sich dann gegen Spielplanänderungen. Und Erndtebrück z.B. ist ein Verein, der ständig unter den Wetterbedingungen zu leiden hat. Die waren aber die Ersten, die gegen eine Verlängerung der Serie geschimpft haben, weil die Mannschaft dann im Urlaub und gar nicht mehr da ist.
15:46
Das war tatsächlich eine schwache Vorstellung. Nach diesem Interview ist mir Sonnenklar, wie unsere Verbandsfunktionäre ticken. Das sind Reichsbedenkenträger in Reinkultur. Jetzt ist mir klar, warum sich seit Jahren nichts ändert.
Der Kollege König hat völlig recht. Er hat bereits 5-7 Termine aufgezählt, an denen gespielt werden kann (und früher immer gespielt wurde). Die alleine reichen aus, um mit der Rückrunde im März zu beginnen.
In diesem Jahr fangen die Sommerferien am 15. Juli an, der letzte Spieltag ist in der Westfalenliga für den 30. Mai terminiert. Somit bleiben den Akteuren vor den Ferien sechs Wochen Zeit für die Abschlußfahrt. So ein Schwachsinn. Selbst die WM fängt erst am 11. Juni an, so das man noch zwei Spiele im Juni hätte machen können, ohne dem Fernsehn in den Weg zu kommen. In WM oder EM freien Jahren kann problemlos bis Mitte oder gar Ende Juni gespielt werden. Und die Teams planen den Termin für die Abschlußfahrt nach dem Rahmenterminkalender. Da gibt es nur Probleme, wenn viele Spiele ausfallen und der aus den Fugen gerät. Das ist bei einem späteren Beginn der Rückrunde auch kein Problem, weil der Plan dann planmäßig eingehalten wird.
Auch höherklassig kann man im Aug./Sept. und Mai/Juni zwei Wochenspieltage einbauen. Da plant man halt Derbys mit kurzen Wegen ein. Dann ist die Fahrerei auch kein Problem. Fußball im Januar und Februar macht draußen keinen Spaß und sorgt für Wettbewerbsverzerrung. Deshalb Schluß damit.
Aber wie gesagt, darüber reden wir noch in zwnzig Jahren. Nach dem o.g. Interview bin ich mir da zu 100% sicher.
15:40
Wenn Ihr so gute ideen habt, dann übernehmt ihr doch mal den Job eines Staffelleiters. Bin auch nicht immer für die Entscheidungen dieser Funktionäre, aber dieser Job ist garantiert nicht einfach, und wird immer noch ehrenamtlich ausgeübt. Sollte man nicht vergessen.
Kennt ihr eigentlich sowas wie Familienleben!? An solchen Feiertagen wollen Spieler/Väter garantiert auch mal was mit Ihren Kindern unternehmen?!
Wenn ihr es besserr könnt, selbst tätig werden. Vlt werdet ihr ja dann mal Staffelleiter und alles wird besser.
14:10
Statt sich mit den Problemen auseinander zusetzen, kommen irgendwelche Alibis ( Urlaub ). Als wenn irgendeine Mannschaft während der Saison auf Mannschaftsfahrt fahren würde, wenn die Saison bis Mitte oder Ende Juni geht, dann ist das eben so.
@ König : Sehr gute Idee mit den Feiertagen, dann kommen auch mal ein paar Zuschauer mehr.
13:32
Urlaub, Urlaub, Urlaub, kennt dieser Mann eigtl noch andere Wörter?
10:57
es ist doch so, dass die mannschaften ihre mannschaftsfahrten an rahmenplan ausrichten. mir kann niemand erzählen, dass wenn bis anfang juni gespielt wird irgendeine mannschaft ende mai in den urlaub fährt. so ein quatsch.
außerdem bestht das problem der nachholspiele ja nicht nur in der westfalenliga. bis runter in die kreisligen sind die mannschaften jahr für jahr betroffen. spiele unter der woche stellen gerade die kleinen vereine immer wieder vor personelle probleme (schichtdienst, studenten, usw.). also herr link, erst nachdenken, dann reden!!
09:28
Das Wort Urlaub fiel gefühlte 25 x in diesem Interview. Selbst in den Antworten, die gar nicht auf Urlaub bezogen waren. Und die Art und Weise wie Hr. Link argumentiert .. ich fahre doch nicht in Urlaub, die Mannschaften fahren in Urlaub.... Und dann noch die Bevorzugung der Kohlenpott Mannschaften. Alles in allem eine ganz schlechte Darstellung des Staffelleiters !!!
Solche Leute braucht man in dieser Position wirklich nicht.
Und ich garantiere, die Lehren werden auch diese Saison nicht gezogen, auch aufgrund solcher Leute !!!
21:57
also wenn das wirklich stimmt, was hier steht, dann ist der staffelleiter wirklich fehl am platz.
die mannschaften fahren in den urlaub...klar, das mal irgendwann die mannschaftsfahrt gebucht werden muss und wenn der rahmenterminplan ja das ende für ende mai vorsieht dann ist es halt so.
nur man kann das ganze doch einfach regeln, die saison beginnt mit dem letzten ferientag der sommerferien, das bringt schonmal ein spieltag, totensonntag ist generell spielfrei, dort könnte generell samstags gespeitl werden, bringt den zweiten spieltag, dann generell an gründonnerstag und ostermontag, bringt weitere zwei spieltag, dann vor oder an christi-himmelfahrt, bringt wieder einen spieltag, dann an pfingsten noch einen, da dort auch spielfrei ist, und zum schluss noch vor oder an fronleichnam, also können mindestens
sieben spieltag gewonnen werden, und an diesen
tagen kann witterungsbedingt auf jeden fall gespielt werden. der riesen vorteil ist nur, das die vorbereitung dann im februar losgeht und nur 3-4 wochen dauert, und nicht wie jetzt seit anfang januar...also fakt ist das sich die leute im verband für eine änderung dieses rahmenterminkalenders stark machen müssen! klar verstehe ich das die kirchlichen feiertage geschont werden sollen, aber man kann ja deshalb auchvor so einen feiertag spielen, und dies stellt überhaupt kein problem da.
also lieber staffelleiter, bitte mal genau überlegen was man sagt und dafür einsetzen, das dies mal
so umgesetzt wird, warum sollen die amarteurvereine im tiefsten winter spielen, wenn doch zeit genug ist dies im sommer zu tun. dann gucken vielleicht auch ein paar zuschauer zu.