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Christoph Kramer vom VfL zeigte „Samba in Bochum“ – Note 2

Christoph Kramer vom VfL zeigte „Samba in Bochum“ – Note 2

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Foto: imago
Christoph Kramer war der beste Spieler des VfL Bochum beim 2:2 (0:1) im Derby gegen den MSV Duisburg. Er glänzte nicht nur als Schütze des 2:1. Für den defensiven Mittelfeldspieler gibt es von uns die Note 2. Lesen Sie unsere Einzelkritik für die Spieler des VfL Bochum und diskutieren Sie mit.

Bochum. 

Hin und her ging es beim Zweitliga-Revierderby zwischen dem VfL Bochum und dem MSV Duisburg. Zweimal führten die Bochumer, zweimal schafften die Zebras den Ausgleich.

Auffallend im posititven Sinne war dabei auf Bochumer Seite vor allem Mittelfeldmann Christoph Kramer, der vor dem 2:1 die halbe MSV-Abwehr stehen ließ und cool einschob. Solche Szenen sind in Bochum rar geworden. Auch sonst überzeugte Kramer auf der „Sechs“.

Klicken Sie sich durch die Bilderstrecke und diskutieren Sie mit uns über die Noten in der Einzelkritik für die Akteure des VfL Bochum.

Lesen Sie hier die Einzelkritik im Fließtext 

Andreas Luthe: Nach fünf Minuten verhinderte er einen frühen Rückstand, als er sich von Maurice Exslager nicht per Heber überwinden ließ. Weitere starke Paraden zeigte er bei Schüssen von Tanju Öztürk (48.) und Daniel Brosinski (54.). Mit etwas mehr Glück hätte er Exslagers Schuss zum 0:1 (37.) abwehren können, beim 2:2 (88.) war er machtlos. Minuspunkt: In der 65. Minute segelte er an einem Duisburger Eckball vorbei. Note: 3

Carsten Rothenbach: Der Rechtsverteidiger begann solide und fehlpassfrei. In der 37. Minute landete jedoch ein Querpass von Rothenbach beim Duisburger Julian Koch – und der bediente Torschütze Maurice Exslager. Das 2:2 (88.) entstand über seine Seite. Seine Flanken kamen auch diesmal überhaupt nicht an. Note: 4

Marcel Maltritz: Richtig schlecht sah er nur einmal aus. In der 48. Minute grätschte er im eigenen Strafraum ins Leere – Tanju Öztürk stand danach frei vor VfL-Torwart Luthe. Sonst zeigte er eine souveräne Vorstellung, wenngleich er sich im Zweifel für den Befreiungsschlag und gegen einen ruhigen Spielaufbau entschied. Note: 3,5

Holmar Örn Eyjolfsson: Unfassbar, wie er sich vor dem Duisburger Führungstor von Maurice Exslager vernaschen ließ (37.). Das war nicht zweitligareif, zumal Exslager nicht der dribbelstärkste Stürmer der 2. Bundesliga ist. Auch in der 81. Minute sah er nicht gut aus, als er im eigenen Strafraum Exslager den Ball servierte. Note: 5

Michael Lumb: Er ließ sich auf der linken Seite nicht überlisten und zeigte erneut, dass er eine Verstärkung für den VfL ist. In der Offensive kann er sich aber noch verbessern. Note: 3

Christoph Kramer: Da fiel Stadionsprecher Michael Wurst nur ein Begriff ein: „Samba in Bochum“. Er erzielte mit einem ganz, ganz feinen Solo in der 56. Minute das 2:1 für den VfL. Das war super! Sehr stark in der Balleroberung, munter, stand fast immer richtig – bester Bochumer. Note: 2

Lukas Sinkiewicz: Er ist auf der „6“ eigentlich nur dann richtig gut aufgehoben, wenn es darum geht, einen knappen Vorsprung zu verteidigen. Wenn es darum geht, das Spiel zu machen, sind von ihm keine entscheidenden Impulse zu erwarten. Ihm unterlaufen bei aller Zweikampfstärke zu viele vermeidbare Fehler. Unverzichtbar wichtig ist Sinkiewicz bei Standardsituationen – und so gelang ihm per Kopf der wichtige 1:1-Ausgleich (52.). Was nicht hätte sein müssen: Er versuchte äußerst plump, nach einem Schubser von Julian Koch einen Elfmeter zu schinden (28.). Note: 3

Leon Goretzka: Nach einer Erkältungs-Zwangspause kehrte er in die Bochumer Startelf zurück und übernahm die rechte Seite. Dort übersahen ihn seine Mittelfeld zunächst überraschend oft – der VfL baute die Angriffe meist über die linke Seite auf. Trotzdem hatte er die beste Bochumer Chance vor der Pause, als er freistehend an Torwart Felix Wiedwald scheiterte (35.). Nach dem Wechsel ließ er sich viel häufiger blicken. In der 64. Minute traf er den Außenpfosten, vier Minuten später scheiterte er per Freistoß an Wiedwald. Note: 3

Marc Rzatkowski: Er wurde direkt zum auffälligsten Bochumer, weil er sich schon nach 72 Sekunden eine Gelbe Karte einhandelte, nachdem er Tanju Öztürk gelegt hatte. Auch danach stand er häufig im Blickpunkt – aus mehreren Gründen. Die Duisburger konnten den quirligen Bochumer Linksaußen oft nur mit Fouls stoppen. Wenn Rzatkowski die Duisburger im Spielaufbau störte, gingen die VfL-Fans direkt mit. Die Ecken und Freistöße, die Rzatkowski in den MSV-Strafraum schlug, blieben in Halbzeit eins ungefährlich. Seine erste Ecke nach dem Wechsel führte zum 1:1 durch Sinkiewicz (52.). Aber: In der 34. Minute verlor er bei einem aussichtsreichen Konter ganz leichtfertig den Ball. Note: 2,5

Faton Toski (bis 66.): Zum zweiten Mal in Folge gehörte er zur Bochumer Startelf. Er gab in der Offensive den freischaffenden Künstler. Mal postierte er sich neben Kevin Scheidhauer in der Spitze und störte bei Duisburger Rückpässen Torwart Wiedwald im Vollspeed. Mal ließ er sich fallen oder wich auf die Außenpositionen auf, selbst Einwürfe führte er aus. Das Problem: Er brachte nur einige gelungene Außenrist-Pässe und einen Freistoß-Schlenzer zustande (23.). Den lenkte Wiedwald gekonnt zur Ecke. Note: 4

Kevin Scheidhauer (bis 79.): Beim 1:0 vor einer Woche in München feierten ihn die VfL-Fans für das „goldene Tor“. Diesmal bekam Scheidhauer den Applaus für viel Arbeit in der Spitze. Obwohl er auf eine robuste Duisburger Abwehr traf, behauptete er oft den Ball und legte ihn gut ab – zum Beispiel in der 35. Minute, als er Leon Goretzka schickte. Selbst kam er aber nicht zum Abschluss. Note: 3

Alexander Iashvili (ab 66.): Kam für Faton Toski. Ohne Note

Nika Gelashvili (ab 79.): Kam für Kevin Scheidhauer. Ohne Note