Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Champions League

Ronaldo bewahrt Real vor Heimpleite gegen ManUnited

13.02.2013 | 23:05 Uhr
Ronaldo bewahrt Real vor Heimpleite gegen ManUnited
Cristiano Ronaldo traf für Real Madrid zum 1:1 gegen Manchester United.Foto: Dani Pozo / afp

Madrid.  Superstar Cristiano Ronaldo hat Real Madrid vor einer schmerzhaften Heimpleite im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bewahrt. Ronaldo erzielte mit einem Kopfball das Tor zum 1:1 (1:1)-Endstand gegen seinen Ex-Klub Manchester United.

Superstar Cristiano Ronaldo hat Real Madrid vor einer schmerzhaften Heimpleite im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bewahrt. Der Portugiese traf in einer mitreißenden Begegnung bereits in der 30. Minute zum 1:1 (1:1)-Endstand gegen seinen Ex-Klub Manchester United. Danny Welbeck (20.) hatte zuvor das wichtige Auswärtstor für die Engländer erzielt, denen im Rückspiel am 5. März ein torloses Remis zum Weiterkommen reicht. Damit muss auch Reals exzentrischer Trainer Jose Mourinho weiter um seinen Job fürchten. Ein Scheitern würde wohl das Aus für den Portugiesen bedeuten.

Das Giganten-Duell vor 80 000 Zuschauern im Estadio Bernabeu hielt von der ersten Minute an, was es versprach. Die Rekordmeister der besten Ligen der Welt lieferten sich ein rassiges und temporeiches Duell, in dem beiden Teams kaum Zeit zum Luftholen blieb. Mit Mesut Özil und Sami Khedira in der Startelf hatten die Spanier leichte Feldvorteile, zum Sieg reichte es aber nicht.

Welbeck stieg am höchsten und traf für ManUnited

Den besseren Start in dem "vorgezogenen Finale" erwischten die Gäste: Nachdem Wayne Rooney zunächst noch gescheitert war (12.), war Welbeck wenig später erfolgreich. Nach einem Eckball stieg der 22-Jährige am höchsten und köpfte aus fünf Metern zur Führung ein. Die zuvor in 33 Spielen im Bernabeu unbesiegten Madrilenen reagierten mit wütenden Angriffen, belagerten das United-Tor und wurden prompt belohnt: Eine 30-Meter-Flanke von Angel di Maria verwertete Ronaldo mit einem Kopfball wie aus dem Lehrbuch zum Ausgleich.

Anschließend nahm die von Schiedsrichter Felix Brych (München) mit wenigen Ausnahmen umsichtig geleitete Partie noch an Fahrt auf. Ronaldo, der schon am Wochenende gegen den FC Sevilla dreifach getroffen hatte, entwickelte sich zum ständigen Unruheherd, hatte in Özil aber auch einen gefährlichen Nebenmann: Der ehemalige Bundesliga-Profi verpasste aus spitzem Winkel die Führung (38.) nur knapp. Manchester gelangen nur noch Entlastungsangriffe, den besten hätte der starke Welbeck um ein Haar zu seinem zweiten Tor genutzt (34.).

Nach dem Seitenwechsel zogen sich die Engländer immer weiter zurück, lauerten auf Konter und überließen den Spaniern das Geschehen. Aus der Überlegenheit konnte Real jedoch kein Kapital schlagen: Di Maria scheiterte mit gefährlichen Fernschüssen (52./53.) ebenso wie Fabio Coentrao nach einer Khedira-Flanke (61.).

In der Schlussphase machte sich beim neunmaligen Titelträger aus Madrid das intensive Spiel immer mehr bemerkbar. Die Kräfte schwanden zusehends, plötzlich hatte United sogar beste Möglichkeiten zum zweiten Treffer. Innerhalb von 60 Sekunden hatte Robin van Persie die Führung gleich zweimal auf dem Fuß (72.), die Latte und eigenes Unvermögen verhinderten aber die Führung. Auf der Gegenseite scheiterte Khedira mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze am glänzend reagierenden de Gea (79.). (sid)


Kommentare
Aus dem Ressort
U 19-Team nach 2:0 gegen die Ukraine im EM-Halbfinale
Fußball
Die deutschen Fußball-Junioren haben erstmals nach sechs Jahren wieder das Halbfinale der U-19-Europameisterschaft erreicht. Die Mannschaft von Trainer Marcus Sorg bezwang im letzten Vorrundenspiel die Ukraine mit 2:0 (1:0) und sicherte sich damit den ersten Platz in der Gruppe B.
Trotz Leverkusen-Angebot - Hermann bleibt Schalke treu
Co-Trainer
Schalkes Co-Trainer Peter Hermann hatte im Sommer das Angebot, als Assistent von Roger Schmidt zu Bayer Leverkusen zurückzukehren. Doch Hermann lehnte ab. "Es hätte mir Leid getan, Schalke allein zu lassen“, sagte er im Rahmen des Trainingslagers in Grassau.
Fußball in Zeiten des Krieges - Netanya-Talente in Sorge
Antisemitismus
Die jungen Kicker aus dem israelischen Netanya wollen nur spielen im Ruhrgebiet. Doch der Konflikt drängt von allen Seiten auf sie ein. Und die Realität ist ohnehin kompliziert: Fünf von ihnen, die in Dortmund von Neonazis beschimpft wurden, sind Palästinenser.
BVB-Torhüter Hendrik Bonmann sieht RWE-Zukunft optimistisch
RWE - BVB
Hendrik Bonmann, Ex-Keeper von RWE und noch immer in Essen wohnhaft, kommt mit dem BVB zu Besuch an die Hafenstraße. Im Interview äußert sich der 20-Jährige zu den Folgen seiner Hüftoperation und die Erwartungen an seinen alten Klub in der neuen Saison.
Schalke-Profis Meyer und Boateng verstehen sich bestens
Meyer/Boateng
Max Meyer und Kevin-Prince Boateng buhlen um die „Zehn“. Ein Grund für einen Machtkampf auf Schalke ist das aber nicht. Beide betonen, dass sie auch auf anderen Positionen einsetzbar seid. Und dann ist da ja auch noch Julian Draxler, der ebenfalls gerne im offensiven Mittelfeld spielt.
Umfrage
Wer war der Beste von Jogis Jungs bei der WM in Brasilien?

Wer war der Beste von Jogis Jungs bei der WM in Brasilien?