Manuel Neuer sammelt Sympathiepunkte
28.06.2011 | 22:40 Uhr 2011-06-28T22:40:00+0200
Soest. Nationaltorwart Manuel Neuer erschien in Soest zu einer Kino-Neueröffnung und nahm 10 000 Euro für seine Stiftung mit. Für den Ex-Schalker war’s der vorerst letzte offizielle Termin im Westen der Republik.
An normalen Tagen interessiert Osan das Kino nebenan kaum. Ihm gehört ein kleines Sportgeschäft im Herzen von Soest, die Besucher des „Universum“ werfen vielleicht einen flüchtigen Blick in seine Auslage, eilen aber meistens weiter – schließlich will keiner den Filmstart verpassen. Doch dieser Dienstag ist kein normaler Tag.
Besonders Torwarthandschuhe gehen heute öfter über die Ladentheke als sonst. Trikots der Fußball-Nationalmannschaft auch, sogar welche vom FC Bayern München . Nur die königsblauen, die vom FC Schalke 04 – Ladenhüter. Schließlich hat Manuel Neuer den Verein verlassen, um sich den Bayern anzuschließen.
Manuel Neuer, der deutsche Nationaltorwart. Er macht diesen Dienstag zu etwas Besonderem, denn er hilft seinem Freund Christian Herberhold, dem Kino-Besitzer, die Neueröffnung des „Universum“ prominent zu vermarkten. Nicht uneigennützig allerdings, denn Neuer sammelt bei solchen Gelegenheiten Geld für seine Stiftung, die Manuel Neuer Kids Foundation, ein. Aus Soest nimmt er am Ende ziemlich erstaunt einen Scheck über 10 000 Euro mit nach Gelsenkirchen.
„Wenn ich an meinen freien Tagen einen Termin für die Stiftung machen kann“, sagt Neuer im Foyer des Kinos, „dann mache ich das gerne, weil wir mit dem Geld vielen sozial benachteiligten Kindern helfen können.“
Überwiegend Kinder sind es auch, die sich vor der extra aufgestellten Bühne drängeln und auf Autogramme ihres Stars warten. „Trinkt viel“, ruft ihnen die Moderatorin immer wieder zu. Doch bei 36 Grad harren sie geduldig aus, einige in der prallen Sonne. In der verwinkelten Soester Innenstadt geht kaum ein Luftzug.
Auch Neuer schwitzt. Und er ist müde. „Ich komme direkt vom Flughafen Frankfurt“, erklärt er. Aus dem Urlaub. Aus Kanada. Sein Vater holte ihn ab und chauffierte ihn nach Soest. Zum letzten offiziellen Termin im Westen der Republik, bevor für Deutschlands Nummer 1 am 2. Juli die Saisonvorbereitung mit seinem neuen Klub beginnt.
Freundliche Antworten
Fragen zum FC Bayern, zum angekündigten Runden Tisch mit den Neuer kritischen Fans? Er beantwortet sie. Wie üblich zurückhaltend, freundlich, allerdings ziemlich inhaltleer. Sein letzter Besuch in einem Kino? „Das war mit der Nationalmannschaft“, erzählt der Torwart, „wir haben diesen Fußballfilm geschaut.“ Und auch mit dem FC Schalke 04 standen Kinobesuche auf dem Programm – vom damaligen Trainer Felix Magath angeordnet. „Blöd war nur, dass Seppo Eichkorn die Filme ausgesucht hat“, sagt Neuer lachend.
Fast zweieinhalb Stunden sammelt Neuer geübt Sympathie-Punkte, kritzelt seinen Namenszug auf Deutschland-, Bayern- oder Schalke-Trikots und lässt sich gefühlt tausendmal fotografieren, bevor er wieder mit einer klimatisierten Limousine verschwindet.
Zurück bleiben zufriedene Soester, zufriedene Kino-Betreiber – und sogar ein angenehm überraschter Sportgeschäfts-Besitzer.
21:15
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20:26
Da kann er sich auf den Kopp stellen - er hat so wahnsinnig viel an Sympathie eingebüßt (zumindest im blau-weißen Lager), die kann er nie wieder zurückgewinnen. Für einen echten Schalker läuft er den Bayern einfach einen Tick zu freudestrahlend in die Arme.
19:48
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18:19
So viele Sympathien, wie er in diesem Jahr verloren hat (und eben nicht nur bei Schalkern!), kann er nicht mal in fünf Jahren wieder reinholen.
14:58
Der Traum aller Mütter einen lieben Schwiegersohn wie MN zu haben macht ihn zum Sympathisanten ausser auf Schalke.
Wen hat MN mehr genutzt, dem Verein oder sich selber oder macht der empfundene Verat alles zu nicht? Jedenfall wird ihm bestimmt nicht zugejubelt, wenn er als Gast auf Schalke erscheint und spielt.
14:06
@ #12 von campe , am 29.06.2011 um 13:02
Stimmt, - ein Kommentar von #11, den die Welt nicht braucht!
13:37
Kino? Grosses Kino gibt es für Neuerr spätestens am 17.09., wenn er gegen Herne-West spielen muss...
13:02
@11
Bei allem Respekt aber ich habe selten so einen blöden Kommentar gelesen.
Nur weil jemand nicht mehr bei Ihrem Lieblingsverein spielt meint er es mit einer Stiftung nicht mehr ehrlich.
Der Kommentar klingt fast so wie es kleine Kinder häufig machen,
Ich habe gesehen wie mein bester Freund mit jemand anderes gespielt hat jetzt will ich nie wieder mit ihm spielen und finde ihn doof.
12:43
Geld sammeln für seine Stiftung? Ist es besser gesagt nicht die Stiftung von Herrn Hoeness? Mit Sicherheit aber die Idee vom Wurst Uli. Denn alles das gehört zu dem jahrelang geplanten Abgang. So versuchte man die Schalke Fans milde zu stimmen. Neuer hat aber auch einen gewaltigen Gewinn dadurch, denn in der Stiftung wird er am besten alle überschüssigen Gelder los, die er sich dann ganz legal über Spendenquittungen vom Finanzamt wieder zurückholt. Ich kann den Namen geschweige denn Fotos von diesem Typen nicht mehr sehen. Ein Kommentar den die WAZ gerne löscht:-)
12:42
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