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Reisinger erwartet im Fortuna-Kader viel Konkurrenz

27.06.2012 | 21:35 Uhr
Reisinger erwartet im Fortuna-Kader viel Konkurrenz
So will Stefan Reisinger künftig auch im Fortuna-Trikot jubeln können. Der beidfüßige Mittelstürmer spielt bis 2014 für Düsseldorf. Foto: imago

Düsseldorf.  Ken Ilsø, Timo Furuholm, Nando Rafael und Dani Schahin dürften dem Neuling einen Platz in der Startelf streitig machen. Dass sich Stefan Reisinger eine neue Herausforderung sucht, kommt nicht überraschend. In der vergangenen Saison stand er beim SC Freiburg nur fünfmal in der Startelf.

Der Mann hat den Schiedsrichter-Schein in der Tasche, surft gern als gelernter Bankkaufmann auf Börsianers Internetseiten wie onvista.de herum, hat aber noch nie nördlich des Mains gegen den Ball getreten. Aber warum sollte ein Landshuter wie Stefan Reisinger sich am Rhein nicht wohlfühlen? Mindestens einen niederbayerischen Verbündeten weiß der neue Fortuna-Angreifer vom Fußball-Bundesliga-Konkurrenten SC Freiburg, der ablösefrei bis zum 30. Juni 2014 in Rot und Weiß spielen wird, in der Stadt: Der neue DEG-Cheftrainer Christian Brittig, der das Eishockey-Trockentraining am Montag mit seinen Cracks ebenfalls auf dem Arena-Gelände startet, ist schließlich auch in Landshut geboren.

Der 30-jährige Reisinger steht für Laufstärke und Erfahrung, wie Sportvorstand Wolf Werner nach der gestrigen Verpflichtung betonte: „Er war bei seinen vorherigen Vereinen aufgrund seiner Spielweise ein Publikumsliebling.“ Vor seinen drei Erstliga-Spielzeiten im Breisgau mit 72 Einsätzen und zehn Treffern war Reisinger für Greuther Fürth (2001 bis 2003 und 2006 bis 2009), für den TSV 1860 München (2005/06) und für Wacker Burghausen (2003 bis 2005) unterwegs. Aus den Saisons an der Salzach kennt Reisinger übrigens Mittelfeldkicker Oliver Fink. Damals coachte der ehemalige Fortuna-Spieler Rudi Bommer die Ostbayern.

Mit Du-Ri Cha beim SC Freiburg

In der ersten Freiburger Spielzeit Reisingers vor drei Jahren stand auch Fortuna-Neuling Du-Ri Cha als Verteidiger im Aufgebot. Man wird sich am Freitga (15 Uhr, Arena-Gelände) bei der ersten Übungseinheit der neuen Saison unter Chefcoach Norbert Meier wiedersehen.

Dass sich der beidfüßig spielende Mittelstürmer eine neue Herausforderung sucht, kommt nicht überraschend. Gestern stand Reisinger zwar beim Trainingsauftakt der Freiburger noch einmal mit auf dem Rasen. In der vergangenen Saison allerdings kam der Angreifer nur fünfmal vom Start weg zum Einsatz, hatte in 34 Spielen gerade zwei 90-Minuten-Einsätze, wurde dafür 20-mal in der Regel erst spät eingewechselt.

Bei Fortuna ist Reisinger der fünfte Offensivkicker im Kader. Auch der Däne Ken Ilsø, der Finne Timo Furuholm, der gebürtige Angolaner Nando Rafael aus Augsburg und der gebürtige Ukrainer Dani Schahin von Greuther Fürth dürften dem Neuling einen Platz in der Startelf streitig machen.

70. Neuzugang unter Sportvorstand Wolf Werner

Der Transfer von Stefan Reisinger war der 70. Fortuna-Neuzugang unter der Ägide von Sportvorstand Wolf Werner seit seinem Einstieg im Frühsommer 2007. Was zum Lebensalter von aktuell 70 Lenzen passt. Werner wird beide Zahlen noch übertreffen. Die der Neuzugänge sicher schneller.

Ein echter Transfer wäre in diesem Zusammenhang jener von Außenverteidiger Tobias Levels sicher nicht. Der Mönchengladbacher hat schließlich schon eine Dreiviertel-Saison als Leiharbeiter für die Fortuna hinter sich. Dennoch hofft Levels natürlich, dass sich die Klubs zügig über den geplanten Wechsel einigen. Damit der Blondschopf morgen auch am Fortuna-Eröffnungstraining teilnehmen darf.

Übrigens: Auch die Bundesliga-A-Junioren der Fortuna verstärken sich. Der kanadische U-19-Auswahlspieler Samuel Piette (zuletzt beim FC Metz in Frankreich), der auch schon für die A-Nationalmannschaft am Ball war, wechselt an den Rhein. Piette war im März bereits im Probetraining bei der Fortuna.

Michael Ryberg



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