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Ein kaltes Stück Arbeit für BVB-Torwart Weidenfeller

01.12.2010 | 20:07 Uhr
BVB-Torwart Roman Weidenfeller

Dortmund. Im Spiel gegen Karpaty Lwiw will Torwart Roman Weidenfeller mit Borussia Dortmund die Grundlage für ein Überwintern in der Europa League schaffen.

Jens Lehmann wurde schon verdächtigt, eine doppelte Existenz zu sein. Beide Lehmänner sind aber noch nie dem Verdacht ausgesetzt gewesen, zur Lobhudelei zu neigen. Als Roman Weidenfeller am vergangenen Samstag nach dem 4:1-Heimsieg gegen die Borussia aus Mönchengladbach im Sky-Studio vom Ex-Torhüter und -Dortmund-Kollegen zum „besten Torhüter der Bundesliga“ ausgerufen wurde, konnte er also sicher sein: Hier spricht ein Mann aus Überzeugung.

Der BVB-Torsteher hat fast schon schüchtern reagiert. 30 Jahre ist er alt. Mit seiner Borussia führt er die Liga an. Und auf der europäischen Bühne tritt er auch auf. Das ist nicht unwichtig. Lehmann hat Joachim Löw dringend angeraten, Weidenfeller eine Chance in der Nationalelf einzuräumen. Und Auftritte seiner Kandidaten auf Europas Bühne schätzt der Bundestrainer als Leistungsvergleichs-Basis.

BVB gewinnt souverän

Am Donnerstag wird Dortmunds Torhüter also wieder unter besonderer Beobachtung stehen. Dem Augenpaar Löw muss er demonstrieren, dass er endlich nicht nur nah dran, sondern dabei sein sollte. Die restlichen Augenpaare hält er für unübersichtlich. „Ich glaube, ganz Europa schaut auf dieses Spiel“, hat Weidenfeller vor der Begegnung mit den Ukrainern von Karpaty Lwiw erklärt (19 Uhr, live Sat.1 und im DerWesten-Ticker). Ein Drei-Punkte-Erfolg sollte im Signal-Iduna-Park für den BVB her, um am 15. Dezember unter guten Voraussetzungen beim FC Sevilla das Winterquartier in der Europa League buchen zu können. Winterliche Bedingungen sind jedoch schon für die Partie gegen den Klub angekündigt, den die Dortmunder im Hinspiel nach zunächst beruhigender Führung am Ende nur mit einer furiosen Aufholjagd mit 4:3 bezwingen konnten.

Schneefall bei minus sieben Grad sagen die Wetterdienste vorher. Für Torhüter ein Problem. Sie können kalt erwischt werden, deshalb müssen sie sich warm anziehen und warm halten. „Ich hoffe, dass meine Mannschaft schnell ein Tor schießt“, hat Weidenfeller deshalb verkündet. Begründung: „Damit ich rauf und runter rennen kann.“ Beim Jubeln.

105 Fans reisen aus Lwiw an

Jubel ist generell erwünscht. BVB-Trainer Jürgen Klopp kennt das Gerücht, nach dem die Borussia sich gern klammheimlich aus der Gruppe J der Europa League verabschieden und ganz auf die Liga konzentrieren würde. Er plant aber keine Dankesgabe an die 105 aus Lwiw angereisten Fans: „Wir sind einigermaßen stur und würden gerne jede Möglichkeit in diesem Wettbewerb nutzen.“

Robert Lewandowski wird den verletzten Lucas Barrios ersetzen. Über den Einsatz der angeschlagenen Shinji Kagawa (Rippenschlag beim Spiel gegen Gladbach) und Jakub Blaszczykowski (Schulter) ist nicht entschieden. Weidenfeller dagegen kann der Kältekammer nicht entkommen. Er wird spielen. Aber er ist auch hart gegen sich selbst. Den Vorschlag, während der Partie auf Grog zurückzugreifen, hat er abschlägig beschieden.

Frank Lamers

Kommentare
02.12.2010
21:57
Ein kaltes Stück Arbeit für Weidenfeller
von dbrune | #10

M.neuer wird schon jetzt als schießbude und von Löw aussortiert werden so ist S04

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Ein kaltes Stück Arbeit für BVB-Torwart Weidenfeller
Ein kaltes Stück Arbeit für BVB-Torwart Weidenfeller
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2010-12-01 20:07
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