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CONI beantragt ein Jahr Sperre für Pozzato

28.06.2012 | 16:59 Uhr

Die Staatsanwaltschaft des Nationalen Olympischen Komitees Italiens CONI hat gegen den italienischen Radprofi Filippo Pozzato offiziell eine Dopinganklage eingeleitet.

Rom (SID) - Die Staatsanwaltschaft des Nationalen Olympischen Komitees Italiens CONI hat gegen den italienischen Radprofi Filippo Pozzato offiziell eine Dopinganklage eingeleitet und eine einjährige Sperre beantragt. Pozzato wird vorgeworfen, zwischen 2005 und 2010 Kontakte zum höchst umstrittenen italienischen Sportmediziner Michele Ferrari gehabt zu haben. Der 30-Jährige vom Team Farnese Vini-Selle Italia wird damit ziemlich sicher die Olympischen Spiele in London verpassen.

Pozzato war vergangene Woche vom CONI vernommen worden und hatte dabei den Kontakt zu Ferrari eingeräumt. "Es stimmt, ich bin zwischen 2005 und 2009 bei Michael Ferrari gewesen. Dann wurde mir gesagt, es sei verboten und dass ich eine Sperre riskieren würde, also bin ich nicht mehr hingegangen", hatte er anschließend der Gazzeta dello Sport gesagt. Es sei aber nur um Trainingspläne und Ernährungstipps gegangen. Pozzato habe von Ferrari keine Informationen über Dopingpräparate erhalten.

2002 war ein Urteil des nationalen Radsportverbandes ergangen, dass allen italienischen Radprofis verbietet, sich an Ferrari zu wenden. Fahrern, die auch nur telefonisch oder per Email Kontakte haben, droht seither eine sechsmonatige Sperre. Um doch noch an Olympia teilnehmen zu können, müsste Pozzato bis zum Beginn der Spiele seine Unschuld nachweisen, was jedoch unwahrscheinlich ist.

sid

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