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Tower-Defense

"Orcs Must Die 2" - spaßige Tower-Defense wie im Vorgänger

07.08.2012 | 08:45 Uhr
Funktionen

"Orcs Must Die 2" bietet kaum Neuerungen, aber viele gute Abwehrschlachten für wenig Geld. Ob als eingebildeter Kriegsmagier ins Getümmel springen oder als düstere Zauberin aus der Ferne angreifen - alles ist drin. Somit gehört das Game auch mit zu den besten Tower-Defense-Titeln auf dem Markt.

Tausende tumbe Orks, tödliche Fallen und eine überspitzte Comicgrafik: Was vor gerade einmal zehn Monaten bereits wunderbar unterhalten hat, wurde nun bei "Orcs Must Die 2" noch einmal verfeinert und um einen kooperativen Zweispielermodus angereichert. Das temporeiche Tower-Defense -Spielchen gibt's seit Kurzem für kleines Geld auf der Online-Plattform Steam.

PC-Spieler haben in der Fortsetzung der Ork-Schlachtplatte die Qual der Wahl: Sie dürfen sich entweder mit dem altbekannten und schrecklich eingebildeten Kriegsmagier ins Getümmel stürzen - oder alternativ als düstere Zauberin (und ehemalige Orkkönigin) vornehmlich aus der Ferne attackieren und Gegner für kurze Zeit zu Verbündeten umpolen.

Mitten ins Getümmel

Nichts geändert hat sich indes am Spielprinzip: Herrscharen von Orks und anderes Fantasy-Getier strömen durch Dimensionsrisse und müssen auf 15 Karten durch geschickt platzierte Verteidigungsmaßnahmen aufgehalten werden. Teergruben, pfeilschießende Wände, Stachelplatten, explosive Fässer, herabstürzende Felsbrocken, Katapulte und zig andere perfide Abwehranlagen dezimieren die Angreifer zuverlässig. Für jede zurückgeschlagene Gegnerwelle gibt's Geld, das wiederum für neues Defensiv-Equipment ausgegeben werden kann.

Spiele-Bewertung
Orcs Must Die 2

Hersteller: Robot Entertainment
Vertrieb: Steam
Erhältlich ab: 31.07.201
Preis: ca. 15 Euro
EAN Code: 1234567890123
Schwierigkeit: Für Fortgeschrittene
Alter: ab 16 Jahren
Multiplayer: 1-2

Bewertung

Grafik: gut
Steuerung: gut
Sound: gut
Spielspass: gut
Gesamt: gut

Wer lieber selbst für Tod und Verderben sorgt, kann sich mit seinem Helden auch mitten ins Getümmel werfen. Mit Schwert, Flinte und Zaubersprüchen schickt man eigenhändig die Angreifer über den Jordan, die Kamera stets im Rücken. Taktisches Vorgehen gibt es im Nahkampf nicht, nur die Energie muss im Auge behalten werden.

Außerdem wollen zwischen den immer stärker werdenden Feindeswellen die eigenen Stellungen ausgebessert werden. Dabei fallen die Ausbaumöglichkeiten vielfältiger aus als im Erstling. Auch die Fähigkeiten des eigenen Helden wachsen mit seinen Aufgaben - und wer das Gefühl hat, aufs falsche Talent gesetzt zu haben, kann die Upgrades rückgängig machen und die Punkte neu vergeben. Lobenswert.

Großer Spaß für kleines Geld

Das schlichte, auf purer Schadenfreude basierende Spielgeschehen hat nichts von seinem Reiz eingebüßt und lässt Spieler immer kreativere Vorgehensweisen und Fallenkombinationen ausprobieren, um die Orks an einem Durchmarsch zu hindern. Neue Gegnertypen wie große Steinwesen, die nach ein paar Treffern in mehrere kleine Elemente zersplittern, sorgen zwar für Hektik, bieten aber gleichzeitig eine Herausforderung.

Orcs Must Die 2

Solisten sollten trotzdem gewarnt sein: Der Schwierigkeitsgrad ist teils sehr knackig. Man merkt "Orcs Must Die 2" an, dass es in erster Linie auf den Koop-Modus getrimmt wurde, in dem das Spiel zur Höchstform aufläuft. Alternativ wartet der neue Endlos-Modus, der zur ewigen Abwehrschlacht bittet.

Auch wenn die wenigen Neuerungen eher auf ein Update als auf eine echte Fortsetzung schließen lassen, ist "Orcs Must Die 2" derzeit einer der besten Tower-Defense-Titel - und mit seinen Action-Rollenspiel-Elementen und der überdrehten Comic-Inszenierung ein großer Spaß für kleines Geld. Selbst wenn der Vorgänger schon auf der Festplatte schlummert und die Gothic-Metal-Musik sowie der Humor nach wie vor Geschmackssache sind, kann bedenkenlos zugegriffen werden. (_teleschau - der mediendienst)

 

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