Naruto lässt in "Ninja Storm Generations" die Fäuste fliegen
19.04.2012 | 08:46 Uhr 2012-04-19T08:46:00+0200
Knapp 60 Comics und rund 480 Fernsehfolgen: Neben "Dragonball" und "One Piece" ist die Geschichte um den wuschelköpfigen Ninja "Naruto" im orangenen Jogging-Outfit Japans Manga- und Anime-Export Nummer eins. Kein Wunder, dass man das sympathische Großmaul immer wieder auf Videospiel-Systemen findet.
Sein neuestes Abenteuer erscheint unter dem sperrigen Titel "Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations" für PS3 und Xbox 360 . Im Vergleich zur zentralen Serie "Ultimate Ninja Storm" präsentiert sich "Generations" technisch und kämpferisch zwar deutlich reifer, verzichtet dafür aber weitgehend auf einen übergeordneten, spielerischen Rahmen.
Hersteller: CyberConnect2
Vertrieb: Namco Bandai Games
Multiplayer: 1-2
Schwierigkeit: Für Fortgeschrittene
VÖ: 2012-03-30
Preis: ca. 60 Euro
EAN Code: 3391891959230
Bewertung
Grafik: gut
Steuerung: gut
Sound: gut
Spielspaß: gut
Alter: ab 12 Jahren
Gesamt: gut
Hier reiht sich nahezu nahtlos ein Gefecht an das andere, zwischen den knackig präsentierten Duellen lockern lediglich untertitelte Standbild-Sammlungen mit Motiven aus der TV-Serie und insgesamt knapp 65 Minuten an Zwischensequenzen die Keilerei auf. Zum Vergleich: In den anderen Teilen der "Ninja Storm"-Reihe durften Naruto und seine Mitstreiter eine liebevoll in 3D nachgebaute Version der Manga-Welt durchstreifen, mit ihren Bewohnern plauschen und Missionen absolvieren.
Chi-Offensiven mit grandiosen Effekten
Obwohl die Gefechte selbst für das komplette Fehlen einer Spielwelt kaum entschädigen können, verstehen sie es trotzdem zu unterhalten: Die weitläufigen Arenen sind ebenso wie Naruto und seine Widersacher der Vorlage so genau nachempfunden und mit bombastischen Effekten gespickt, dass sie den Anime-Episoden buchstäblich die Show stehlen.
Das Kampfsystem ist schnell verstanden: Die überschaubare Anzahl unterschiedlicher Handkanten-Manöver, Kicks, Fernkampf-Attacken und Teleport-Manöver ist bei nahezu jedem Kämpfer identisch. Für den feinen, aber entscheidenden Unterschied zwischen den Kampfstilen sorgen die brachialen Chi-Offensiven. Einmal erfolgreich ausgeführt, decken sie das Opfer mit Feuersbrünsten, Orkanen und wüster Effekthascherei ein, die besonders bei Fans der Vorlage für Staunen sorgen.
Eher für Prügelspieler interessant
Sich dem Gegner wieselflink und leichtfüßig mit Sprüngen, Flik-Flaks oder ähnlich luftigen Manövern nähern, sich dann wie ein Blöder hinter oder wieder vor ihn teleportieren und den armen Kerl anschließend mit einer Spezialattacke wegfegen: Die meisten "Generations"-Gefechte funktionieren nach diesem Schema, fühlen sich aber dermaßen rasant und griffig an, dass man ihnen die mangelnde Diversität und das schmale Taktik-Repertoire kaum übel nimmt - zumal hier auch solche Prügelknaben ins Spielgeschehen finden, die mit den fingerfeindlichen Kombo- und Special-Moves, mit denen das Genre meist einhergeht, nichts im Sinn haben.
Für Prügelspieler mit Anime-Faible ist die "Naruto"-Keilerei definitiv einen Blick wert. Ausgesprochene Freunde des Originals rümpfen allerdings wegen des fehlenden Story-Beiwerks die Nase. (_teleschau - der mediendienst)
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