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Schützen feilschen mit der Gema

26.07.2012 | 18:21 Uhr
Schützen feilschen mit der Gema
Das Schützenfest in Iserlohn ist das größte in Deutschland, das nur von einem Verein organisiert wird. Foto: WP

Hagen.   Der Sauerländer Schützenbund will drohende Gebührenerhöhung für seine 347 Vereine abwenden. Die Gema plant für 2013 ihre Tarifstruktur zu ändern. Die Kosten für größere Schützen- und Volksfeste könnten in Deutschland bis zu 300 Prozent steigen, befürchtet der Bund der historischen Schützenbruderschaften.

Noch sehen die Schützenvereine im Sauerland ihr Brauchtum nicht in Gefahr. Der für den 1. Januar 2013 geplanten Gebührenänderung der Gema bei Musikveranstaltungen und größeren Volksfesten sehen sie gelassen entgegen. Zurzeit laufen Gespräche zwischen den großen Dachverbänden und der Gema. Auch der Sauerländer Schützenbund sitzt mit am Verhandlungstisch. „Wir hoffen, dass wir einen Rahmenvertrag mit der Gema aushandeln können, um für unsere Vereine Vergünstigungen zu bekommen“, sagt deren Bundesoberst Karl Jansen. Details wollte er noch nicht nennen, weil er zunächst das Ende der Gespräche abwarten will.

Am kommenden Montag verhandeln Schützen und Gema

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den kommenden Montag in Dortmund angesetzt. Der Sauerländer Schützenbund vertritt dort 347 Vereine mit 165 000 Mitgliedern. Zu dem Treffen sollen auch der Westfälische Schützenbund und der Bund der Historischen Schützenbruderschaften eingeladen sein. Der letztere hatte am Mittwoch in Leverkusen verkündet, dass durch die Gebührenänderungen die Kosten für größere Schützenfeste zum Teil um 300 Prozent steigen würden. „Das wäre über Eintrittspreise gar nicht zu refinanzieren“, sagte der Bundesgeschäftsführer der Historischen Schützenbruderschaft, Ralf Heinrichs.

Gema hat ab 2013 nur noch zwei Vergütungssätze

Die Gema, die als Verwertungsgesellschaft dafür sorgt, dass Musiker Geld bekommen, wenn ihre Lieder öffentlich gespielt werden, will die bislang elf Vergütungssätze auf zwei reduzieren. Sie sind nach Größe der Veranstaltungsfläche und Höhe der Eintrittspreise gestaffelt. Laut der Verwertungsgesellschaft sollen gerade kleinere Vereinsfeiern davon profitieren.



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