Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Fortsetzungskrimi

Das Geheimnis der schwarzen Hand, Folge 14

Das Geheimnis der schwarzen Hand
Criminale 2012

Wendler und Schulthof fluchten und fühlten sich an der Nase herumgeführt. In zwölf Städten und Gemeinden hatten sie vergeblich gesucht, hatten historische Stätten und touristische Sehenswürdigkeiten kennen gelernt und manchen städtischen Werbeblock gehört. Aber eine Spur von der Schwarzen Hand?

„Lass uns ein Bier trinken bei Hennecken in Gellinghausen“, sagte Peter Wendler. „Vielleicht kommen uns dabei neue Gedanken“, fügte er an und Schulthof’s Durst erinnerte diesen an einen Schmallenberger Mitbürger, der immer den Ausspruch zu sagen pflegte, dass Bier nur in Mengen schmecke. Nach reichlichem Pilsgenuss und tiefen Träumen in angenehmen Hotelbetten wurden sie an Hennecken Rezeption von einer neuen Nachricht überrascht.

Wenn in keinem Ort des Hochsauerlandkreises ein Fundort auszumachen war, blieb eigentlich nur ein Ort übrig, der quasi exterritoriales Gebiet ist.

Das Kreishaus. Warum verdext, waren sie darauf nicht schon vorher gekommen.

Ab nach Meschede. Steinstraße 27. Ein großer Gebäudekomplex, mehrflügelig, sechs Geschosse, also ein ideales Versteck.

Wo aber suchen? Im Büro des Landrats? Das wäre zu einfach! Der kommt übrigens aus Schmallenberg und kommt mit den Bödefeldern gut zurecht. Wo jetzt nur fündig werden? Im Amt für Wasserwirtschaft, im Gesundheitsamt, bei der Wirtschaftsförderung, bei der Umweltbehörde, im Schulamt?

Ämter über Ämter! Da schießt es Schulthof durch den Kopf – er hat die Lösung. In der Kämmerei, der Finanzabteilung des Kreises – die kann immer Geld gebrauchen, hat die Schwarze Hand an sich genommen und will mit dem erzielten Lösegeld die Kreiskasse auffüllen.

„Wenn das die Bürgermeister erfahren, gibt es einen Skandal“, wandte Wendler ein. Es wäre zu schön gewesen. Aber auch in der Kämmerei „Fehlanzeige“. Eigentlich klar, denn 5000 Euro helfen bei einem Kreisetat von über 310 Millionen Euro auch nicht viel weiter.

Wendler und Schulthof setzen sich bedrückt ins Auto, zuckeln zurück nach Bödefeld, halten auf dem Parkplatz vor der Kirche und sehen jemand vom Sauerlandtourismus, der die Schwarze Hand gerade wieder zu ihrem Platz bringen will.

Der hatte sich seinen Spaß gemacht. Er wollte mit seiner , übrigens mit dem scheidenden Pastor abgesprochenen Aktion auch zwei gestandenen Sauerländern mal wieder die Schönheit der Städte und Gemeinden des Kreises zeigen. Ähnliche Aktionen in der Zukunft sollen dazu führen, dass möglichst viele Sauerländer die vielfältige Landschaft und Natur ihrer Heimat häufiger unter die Lupe nehmen, um Gästen Sauerländer Lebensart vermitteln zu können. „Merkwürdig“ stammelten Wendler und Schulthof unisono hervor, „aber Touristiker kommen schon mal auf die tollsten Ideen“.

ENDE

Dr. Karl Schneider

Facebook
Kommentare
Umfrage
Kommunen im Sauerland wollen schärfer gegen besonders laute Motorräder vorgehen. Die Bußgelder werden drastisch erhöht. Was halten Sie davon?

Kommunen im Sauerland wollen schärfer gegen besonders laute Motorräder vorgehen. Die Bußgelder werden drastisch erhöht. Was halten Sie davon?

 
Fotos und Videos
Forschung über Street Art in Siegen
Bildgalerie
Street Art
WP-Schützenköniginnen
Bildgalerie
Preisverleihung
Katastrophenübung in Brilon
Bildgalerie
Großeinsatz
Oktoberfest in Schmallenberg
Bildgalerie
Party
Aus dem Ressort
Gewicht beim Auto – Der Trend geht wieder nach unten
Autozulieferer
Jahrelang wurden Autos beim Generationswechsel von Fahrzeugmodellen stets schwerer. Dank Fortschritten im Karosseriebau ist das nicht mehr so. Vor allem weil Gewicht gespart werden muss, um Abgase zu reduzieren.
Tuner wehren sich gegen ihr Image: "Wir sind keine Raser!"
Tuning
Unter der Überschrift „New 58 Season End“ findet am kommenden Samstag das nächste große Tuning-Treffen statt. Dabei werden diverse Pokale verliehen: für das schönste Fahrzeug, die schönsten Felgen, das tiefste Auto. Die Veranstalter machen im Vorfeld klar, dass Tunen nicht gleich Rasen bedeutet.
Jürgen Röttger rückt Heiner Lauterbach ins rechte Licht
"Forever Sauerland"
 „Und Action!“ Vor der Kamera agieren die Schauspieler Heiner Lauterbach und Friedrich von Thun. Hinter der Kamera steht Jürgen Röttger, Fotograf aus Oeventrop. Beim Pressetermin zu den Filmaufnahmen für „Forever Sauerland“ führte der Hobbyfotograf Regie. Wie kam es dazu?
Wirt prügelt mutmaßlich mit Baseballschläger auf Gast ein
Justiz
Der Partyabend im November 2012 endete im Krankenhaus: Mit einem Schädelbasisbruch und einer Platzwunde kam ein 29-Jähriger auf die Intensivstation. Der Gastwirt eines Lokals soll den Mann mit einem Baseballschläger traktiert haben.
Junge Doktorandin forscht an Uni Siegen zu Street Art
Street Art
Getrickt, geklebt und gesprüht – Mehr als 11.000 Fotos hat Katja Glaser in den vergangenen Jahren schon gesammelt. Seit 2005 fotografiert die 29-Jährige Street Art in Großstädten und machte ihr Hobby sogar zum Forschungsprojekt. Seit 2012 schreibt sie an ihrer Dissertation an der Uni Siegen.