Westerwelle verspricht Afghanistan Hilfe bei Wirtschaftsentwicklung
14.06.2012 | 09:43 Uhr 2012-06-14T09:43:20+0200
Kabul. Gudi Westerwelle hat Afghanistan deutsche Unterstützung bei dem Aufbau einer Infrastruktur zugesagt. Bei dem eintägigen Treffen mit Vertretern aus der Region betonte der Bundesaußenminister die Bedeutung eines stabilen Afghanistans. Auch zum Truppenabzug äußerte er sich.
Die Bundesregierung will Afghanistan vor allem durch Unterstützung beim wirtschaftlichen Aufbau zu mehr Stabilität verhelfen. "Die Sicherheit Afghanistans hängt auch ganz entscheidend davon ab, dass eine gute wirtschaftliche Entwicklung möglich wird", sagte Westerwelle am Donnerstag bei der Regionalkonferenz zur Zukunft Afghanistans in Kabul. Die Staaten der Region einigten sich auf konkrete Themen der künftigen Zusammenarbeit.
Westerwelle bietet deutsche Hilfe beim Aufbau der Infrastruktur an
"Je gesünder sich Afghanistan entwickelt, desto geringer die Verführbarkeit junger Menschen durch Terroristen", zeigte sich Westerwelle überzeugt. In seiner Rede vor 42 Delegationen aus insgesamt 30 Staaten bot er die deutsche Expertise etwa beim Aufbau regionaler Infrastruktur und der Zusammenarbeit von Handelskammern an. Afghanistan gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, auch nach zehnjähriger internationaler Besatzung und Hilfsprogrammen wächst die Wirtschaft nur langsam.
Das Treffen unter dem Titel "Heart of Asia" ist nach der Konferenz von Istanbul im November das zweite von Staaten der Region, darunter auch der Iran und Pakistan. Pakistan wird vorgeworfen, aufständischen Taliban als Rückzugsort zu dienen, die in Afghanistan Anschläge verüben. Die Bonner Afghanistan-Konferenz im Winter hatte Islamabad nach einem NATO-Angriff auf einen pakistanischen Grenzposten boykottiert.
Bekämpfung des Terrorismus konkreter Bereich der künftigen Zusammenarbeit
Bei ihrem unter hohen Sicherheitsvorkehrungen stattfindenden eintägigen Treffen einigten sich die Staaten der Region auf sieben konkrete Bereiche der künftigen Zusammenarbeit. Dazu gehören nach der vorläufigen Fassung der Abschlusserklärung die Bekämpfung des Terrorismus und des Drogenhandels , die Katastrophenhilfe, die verbesserte Zusammenarbeit von Handelskammern, beim Aufbau der Infrastruktur und in Bildung und Wissenschaft. Die Staaten bekannten sich zudem zu dem gemeinsamen Ziel, Afghanistan dabei zu unterstützen, Stabilität, Frieden und eine eigenständige Wirtschaft zu schaffen.
Region profitiere von Stabilität Afghanistans
Afghanistans Präsident Hamid Karsai hatte zuvor eine verstärkte internationale Zusammenarbeit zur Stabilisierung seines Landes gefordert. Die Hilfe der Nachbarstaaten und internationalen Mächte sei entscheidend für Wachstum und Frieden in dem verarmten Land.
Auch Westerwelle sagte, von einem stabilen Afghanistan profitiere die gesamte Region . Die Stabilität Afghanistans wiederum hänge "auch davon ab, dass die Nachbarländer diese unterstützen". Außer dem deutschen Außenminister nahmen auch sein russischer Kollege Sergej Lawrow und der britische Chefdiplomat William Hague an der Konferenz teil.
Westerwelle betont den Abzug Nato-Truppen Ende 2014
Westerwelle, dessen Reise im Vorfeld nicht bekanntgegeben wurde, traf auch mit Karsai zusammen. Er äußerte sich im Anschluss positiv über die laufende Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen. "Der Transitionsprozess kommt voran, bei allen Schwierigkeiten." Von Karsai erwarte er aber größere Anstrengungen für eine gute Regierungsführung und bei der Bekämpfung des Drogenhandels.
Westerwelle bekräftigte den Plan, die NATO-Truppen bis Ende 2014 aus Afghanistan abzuziehen , sicherte Karsai aber erneut anhaltende Unterstützung im zivilen Bereich zu. Der Abzug bedeute auch, dass die afghanischen Sicherheitskräfte gut ausgebildet sein müssten, "damit kein Sicherheitsvakuum entsteht und Terroristen hier keinen sicheren Hafen finden". Viele Afghanen fürchten, dass nach dem Truppenabzug das Land im Chaos versinken könne. (afp)

13:56
Er verspricht - wir zahlen.
Was liefert denn Afghanistan eigentlich so (außer Mohn, Drogen, Teppichen) ?
13:33
Wenn Brüderle für Wirtschafts-Entwicklung wäre, könnte ich das ja noch verstehen. Prost!
11:06
sollen die Teppichknüpfer gefördert werden...oder soll der Opiumanbau verbessert werden...oder was gibt es da noch so was man als Wirtschaft bezeichnen könnte...ansonsten kann ich mir noch vorstellen das die Fördergelder direkt wieder an deutsche Waffenschmieden zurück fließt und wie ich den Westerwelle einschätze ist genau letzteres das Ziel!
10:26
Westerwelle finanziert die spät-römische Dekadenz afghanischer Drogenbarone...
08:07
Das kann nicht im Sinne des deutschen Bürgers sein,oder sind wir mittlerweile das Sozialamt der ganzen Welt.Legt diesen Politikern endlich das Handwerk,es gibt nichts mehr zu verteilen.
18:48
und in einer anderen Meldung heißt es, dass Merkel vor einer Überforderung Deutschlands warnt. Wie immer in dieser Koalition weiß die eine Seite nicht, was die andere macht.
18:13
Ja, die Afghanen produzieren jede Menge Hanf, äh zum Abdichten und so, damit läuft die Wirtschaft wie berauscht...
16:43
Auch wenn die Taliban wieder übernehmen ?
16:00
Wir hamms ja....
15:01
Wie man zur Kenntnis nehmen muss will der größte Teil des afghanische Volk gar keine Hilfe von der Nato und verweigern deshalb jede Unterstützung und unterstützt statt dessen die Taliban. Wir haben lediglich die Drogenbarone und ihre Infrastruktur beschützt. Die Zukunft wird zeigen das wir unsere jungen Soldaten umsonst geopfert haben. Das wird für alle Kriegsversehrten aus diesem Krieg eine bittere Erkenntnis. Herr Schröder wurde mit Blick auf seiner Entscheidung zu Afghanistan für sein Verhalten zum Irak umsonst gelobt.
Das wir auch noch in den nächsten Jahren für Menschen, die statt Dank zusagen auch noch Bedingungen stellen, trotz unserer eigenen Probleme bezahlen sollen ist kaum zu verstehen.