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VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben

26.06.2012 | 15:58 Uhr
Die Preise kommen wieder ins Rollen: Um rund vier Prozent will der VRR ab 2013 aufschlagen. Foto: Gerd Wallhorn

Essen.  Erneut müssen Fahrgäste in Bussen und Bahnen demnächst tiefer in die Tasche greifen. Nach Plänen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) sollen die Preise im Schnitt um vier Prozent angehoben werden. Geplanter Termin: 1. Januar 2013.

Fahrgäste von Bussen und Bahnen an Rhein und Ruhr müssen sich im kommenden Jahr einmal mehr auf steigende Preise gefasst machen. Nach Plänen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr sollen Fahrscheine am 1. Januar 2013 im Schnitt um rund vier Prozent teurer werden.

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Die Kosten für die Sanierung der U- und Stadtbahnen überfordern die Kommunen.

Zwei zentrale Aspekte der Planungen lassen sich für die wichtige Gruppe der Zeitkartennutzer herausarbeiten: Die Abopreise steigen leicht überdurchschnittlich; der Rabattvorteil wird allgemein abgeschmolzen. Das Preisniveau bei Zeitkarten der teuersten Preisstufe E wird hingegen nahezu eingefroren.

Bärenticket und Viererticket für Erwachsene werden teurer

Laut einer Vorlage der Tarifexperten des Verbundes soll beispielsweise das Ticket 2000 in der Preisstufe D von 153,25 Euro auf 160,10 Euro angehoben werden. Beim Bärenticket ergibt sich in der Preisstufe D ein Sprung von 68,35 Euro auf 71,70 Euro. Das Viererticket für Erwachsene soll demnächst in der Preisstufe B 18,10 Euro kosten (bislang 17,30 Euro). Das Einzelticket auf der Kurzstrecke soll nach VRR-Planungen um zehn Cent teurer werden (1,50 Euro statt bisher 1,40 Euro).

Die endgültige Entscheidung über die Preisanhebung wird der Verwaltungsrat des VRR Anfang Juli treffen; bis dahin können sich erfahrungsgemäß im Detail noch Änderungen ergeben.

Michael Minholz



Kommentare
28.06.2012
16:43
VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben
von Hastalamuertesiempre | #19

Der VRR wird die Bürger nicht ewig verulken können bei gleichzeitig schlechterer Leistung (unfreundliche Kontrolleure, Kaugummi auf vielen Sitzen, gröhlende Jugendliche und Handys als Ghettoblaster ohne dass Busfahrer die störenden Elemente ansprechen) und immer höheren Fahrpreisen.

Irgendwann geht so etwas in Auge. Der Bürger wacht auf und wehrt sich auf die einfachste Weise. Er verzichtet auf die VRR.

27.06.2012
12:21
VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben
von renton | #18

Und es wird so weiter gehen. In 10 Jahren werde ich dann für das Ticket, dass jetzt 59€ kostet, ca. 85€ bezahlen. Ein Irrsinn. In Berlin habe ich letztes Jahr für eine Fahrt quer durch Berlin 2,30€ gezahlt. Wenn ich im VRR z.B. von der Grenze Ratingen/Düsseldorf (Haltestelle auf Ratinger Gebiet) nach Ddorf HBF fahre, zahle ich 4,90€! Das ganze Tarifsystem im VRR ist total krank.

27.06.2012
10:15
VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben
von darum | #17

Gott sei dank haben wir uns einen Sparsamen Wagen bestellt so mit können wir schon mal auf 1 Ticket verzichten und mit dem Geld eine schön Gasfüllung machen.

1 Antwort
VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben
von Ismet | #17-1

Hmm,
da drängt sich mir die Frage auf, wie Autofahren günstiger sein soll, als die mit Subventionen geförderte ÖPNV?
Allein die Anschaffungskosten, der Wertverlust des Wagens, die Garage das bezahlt werden will usw. Das dass Auto auch noch ne Gasanlage hat verschiebt den Kostenfaktor noch höher. Bin gespannt wann sich die Gasanlage amortisiert? Bei Kleinwagen so ab 50.000km aufwärts.
Oder wollen Sie lieber im Stau stehen?
Ich brauche täglich zwar knapp eine Stunde länger um zur Arbeit und zurück zu kommen, aber dafür erspare ich mir reichlich Nerven sowie Kosten, nebenbei kann ich in ruhe im Internet surfen oder Zeitung/Buch Lesen. Ausserdem reite ich meinen Wagen auch nicht runter, was die Kosten weiter senkt.
Nunja, Bequemlichkeit hat immer mehr gekostet nicht wahr...
In diesem Sinne...

27.06.2012
08:27
VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben
von mkoerber | #16

Ganz kurz kann man azu nur sagen: der VRR ist der teuerste und SCHLECHTESTE Verkehrsverbund in Deutschland.
Die teuerste Stadt Deutschlands, München, ist da wesentlich preiswerter und besser aufgestellt.

27.06.2012
07:52
VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben
von tomatenkiller_neo | #15

Und wie immer wird das FirmenTicket 2000 um satte 10 Prozent angehoben, das
nennt sich dann wie immer "leicht überdurchschnittlich".

Bei der Einführung 1992 umgerechnet 10,23 €, jetzt nach 20 Jahren kurz vor 40 € ....
Schon eine vollreife Leistung.

27.06.2012
00:04
Na Super....
von GegenRealitatsverweigerer2.0 | #14

...Auto ist bald wieder billiger. Weniger Leistung für mehr Geld - VRR. Hauptsache die scheiss EU bekommt unser gutes Geld.

26.06.2012
22:18
VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben
von Frohnhauser | #13

keine Frage, alles wird teurer. Aber die Preise im ÖPNV müssten nicht so steigen wenn sich der Wasserkopf nicht so viel Geld in die Tasche stecken würde und wenn man ebdlich mal aktiv die Busse und Bahnen als Werbeträger nutzen würde. Soviel vergeudeter Werberaum wie beispielsweise in E, MH und DU ist nicht zu verstehen...

1 Antwort
VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben
von hasselklaus | #13-1

Werberaum kann man unterschiedlich definieren: Meinen Sie die "Karosserie" von Bussen&Bahnen oder die an Gefangenentransporte erinnernde Ganzwerbung auf Fensterscheiben, was die Umgebung nur noch verschwommen sichtbar macht ?

Auch die Rückseite von Einzeltickets könnten genutzt werden !

26.06.2012
22:11
VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben
von DU-Kersten | #12

Und die Inflation ist nur eine "gefühlte Inflation".

1 Antwort
VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben
von holmark | #12-1

Nee, das ist Wachstum...

26.06.2012
21:55
VRR will die Ticket-Preise um vier Prozent anheben
von Erbaermlich | #11

Die Leistung im VRR: -10%
Die Preiserhöhung im VRR: +4%
Macht in der Summe...?
ECHTER Verbraucherschutz JETZT!!

26.06.2012
21:33
Korrekte Darstellung - schön wenn die eigene Erfahrung so gut von anderen reflektiert wird.
von Tante.Otti | #10

Dickbäuchige Filz-Pöstchensitzer im Dunstkreis der Städte können auch weiterhin auf Ermäßigungen und wundervoll ausgestaltete Jobbeschreibungen und Erlebenstätigkeiten im Berufsalltag und auch danach als Pensionär hoffen.

Der Krankheitsstand bleibt ohne Konsequenz auch weiterhin hoch.

Und auch morgen wird es wieder für alle Beschäftigten eine Erhöhung geben, um die Motivation weiter zu steigen und den Wohlfühlfaktor zu erhöhen.

1. Klasse Bereiche sind so versifft, da fährt man lieber überhaupt nicht mehr Bahn.

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