Das aktuelle Wetter NRW 16°C
Politik

UN planen Geberkonferenz für Syrien

29.12.2012 | 06:59 Uhr
Foto: /AP/Narciso Contreras

Unter dem Vorsitz von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon laden die Vereinten Nationen für den 30. Januar zu einer Geberkonferenz für Syrien ein. Dabei werden Zusagen über 1,5 Milliarden Dollar (1,15 Milliarden Euro) für die humanitäre Versorgung der unter dem Bürgerkrieg leidenden Menschen erhofft.

Beirut (dapd). Unter dem Vorsitz von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon laden die Vereinten Nationen für den 30. Januar zu einer Geberkonferenz für Syrien ein. Dabei werden Zusagen über 1,5 Milliarden Dollar (1,15 Milliarden Euro) für die humanitäre Versorgung der unter dem Bürgerkrieg leidenden Menschen erhofft. Ban rufe Geberländer dazu auf, mehr zu tun, um das Leid von mehr als fünf Millionen Syrern innerhalb und außerhalb des Landes zu lindern, sagte UN-Sprecher Martin Nesirky am Freitag in New York.

Die Konferenz in Kuwait Ende kommenden Monats komme zur rechten Zeit, um die Finanzierungslücke anzugehen, sagte Nesirky. Innerhalb Syriens sind mehr als zwei Millionen Menschen von den Kämpfen aus ihren Wohnungen vertrieben worden, mehr als 540.000 sind in Nachbarländer geflüchtet. Das UN-Flüchtlingshilfswerk befürchtet, dass sich die Zahl syrischer Flüchtlinge bis Juni 2013 auf 1,1 Millionen verdoppeln könnte.

Bei einem Luftangriff der syrischen Streitkräfte im Norden des Landes wurden unterdessen nach Angaben von Aktivisten mindestens 14 Menschen getötet, darunter zwei Frauen und acht Kinder. Der Luftangriff am Freitag habe die Stadt al Safira südlich der Wirtschaftsmetropole Aleppo getroffen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Ein örtlicher Aktivist sagte, die Ortschaft sei häufig Ziel von Angriffen der Regierungstruppen, da eine in der Nähe gelegene Militäranlage von Rebellen angegriffen werde.

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Statt mit Aufkleber will Verkehrsminister Dobrindt die Pkw-Maut mit automatischer Nummernschild-Erkennung an den Autobahnen kontrollieren lassen. Was halten Sie davon?

Statt mit Aufkleber will Verkehrsminister Dobrindt die Pkw-Maut mit automatischer Nummernschild-Erkennung an den Autobahnen kontrollieren lassen. Was halten Sie davon?

 
Aus dem Ressort
Rüttgers als Zeuge: "Ministerpräsident baut keine Archive"
Landesarchiv
Ex-Ministerpräsident Rüttgers ist der letzte Zeuge im Untersuchungsausschuss des Landtags zum Millionenskandal „Landesarchiv“. Die Schuld an der Kostenexplosion weist er von sich: „Ein Ministerpräsident baut keine Archive“. Die Abgeordneten lässt er spüren, dass er in einer anderen Liga spielt.
"Wir sind nicht rechts!" - HoGeSa-Thesen im Faktencheck
HoGeSa
Ihr Feindbild sind Salafisten, sie selbst bezeichnen sich als bürgerlich. Die "Hooligans gegen Salafisten" fühlen sich zu Unrecht in die rechte Ecke gedrängt. Dabei würden sie doch nur versuchen, ihr Vaterland zu retten. Doch was ist dran an ihren eingängigen Thesen? Ein Faktencheck.
Zentralrat der Juden - Graumann verzichtet aufs Spitzenamt
Zentralrat
Er ist die Stimme von Deutschlands jüdischen Gemeinden: Dieter Graumann meldet sich oft deutlich zu Wort. Nach vier Jahren tritt er jetzt aber nicht mehr als Zentralrats-Präsident an. Beobachter reagierten überrascht angesichts dieser Entwicklung. Ein Bewerber für seine Nachfolge steht schon parat.
Kraft rechnet mit Klagen der Nachbarländer gegen PKW-Maut
Autobahnmaut
2016 soll die Autobahnmaut kommen. Doch der Streit um die Benutzungsgebühr ist längst noch nicht beendet. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) rechnet damit, dass die Niederlande und Belgien vor Gericht ziehen werden. Ihr Verkehrsminister warnt sogar vor einer "Rache-Maut".
Fatah ruft in Jerusalem zum "Tag des Zorns" auf
Konflikte
Nach dem Aufruf der palästinensischen Fatah-Partei zu einem "Tag des Zorns" ist die Sicherheitslage in Jerusalem angespannt. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der Jerusalemer Tempelberg. Er gilt sowohl Juden als auch Muslimen als wichtiges Heiligtum.