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Steinbrück attestiert Angela Merkel einen "Frauenbonus"

30.12.2012 | 10:51 Uhr
Steinbrück attestiert Angela Merkel einen "Frauenbonus"
Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrueck (dapd)

Berlin.  Peer Steinbrück glaubt, dass die Beliebtheit der Bundeskanzlerin darauf beruht, dass sie einen "Frauenbonus" hat. In einem Interview sagte der Kanzlerkandidat der SPD, weibliche Wähler würden Merkel wählen, weil sie sich in einer Männerwelt durchgesetzt habe und unprätentiös und bescheiden auftrete.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück attestiert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Sympathievorsprung besonders bei Frauen. "Angela Merkel ist beliebt, weil sie einen Frauenbonus hat", sagte Steinbrück der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabbericht. Weibliche Wähler würden in hohem Maße anerkennen, dass Merkel "sich in ihrer Partei, aber auch jenseits davon, besonders in Europa, seit langem durchsetzt", sagte Steinbrück.

"Das ist nicht mein Nachteil, sondern ihr Vorteil", sagte der Kanzlerkandidat. Die Kanzlerin habe sich in einer Männerwelt durchgesetzt, wirke sehr unprätentiös und trete bescheiden auf. Das werde auch von Wählerinnen der SPD anerkannt. "Das heißt aber nicht, dass ich als der Gottseibeiuns wahrgenommen werde", fuhr Steinbrück fort.

Wähler vertrauen Merkel mehr als Steinbrück

Eine Umfrage gibt Steinbrück recht, dass Merkel die Nase vorn hat. Einer YouGov-Erhebung im Auftrag der "Bild"-Zeitung zufolge vertrauen 36 Prozent der Wahlbürger der CDU-Chefin mehr als einem möglichen Kanzler Steinbrück (18 Prozent). Allerdings: Mehr als ein Drittel (37 Prozent) vertraut keinem von beiden.

Steinbrück lehnte es ab, sein Verhalten an den Vorteilen seiner Gegnerin im Bundestagswahlkampf auszurichten. Er werde nicht versuchen, sich grundsätzlich zu ändern oder das Sammeln von Beliebtheitspunkten zu trainieren. "Das würde ohnehin als Schauspielerei entlarvt", sagte Steinbrück. Wahlen würden nicht nach Beliebtheit entschieden. So sei er im Jahr 2005 als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen beliebter gewesen als sein damaliger Kontrahent Jürgen Rüttgers von der CDU, habe aber die Landtagswahl trotzdem verloren. (dapd)    


Kommentare
31.12.2012
13:01
Steinbrück attestiert Angela Merkel einen
von wohlzufrieden | #65

Die SPD attestiert der Linken, das diese die einzig wählbare Partei ist. Weder die SED-Nachfolgepartei Ost/West/CDU, noch der Seeheimer Demenzkreis SPD, die beide Deutschland in die größte Verschuldung und Umverteilung von unten nach oben aller Zeiten getrieben haben, können ein Anrecht darauf haben, die Interessen der Deutschen zu vertreten, nein sie betreten sie.

31.12.2012
12:43
Steinbrück attestiert Angela Merkel einen
von Alter-Mann | #64

Frauenbonus - Hier - nur hier liegt Steinbrück richtig.

Steinbrück der Totengräber des SPD.

Wie leicht könnte das Priester-Töchterchen in die Wüste geschickt werden - oder besser in die Asse. Könnte dort strahlen,...
Nur die SPD müßte es wollen. Aber warum - Mann/Frau kassiert auch so mit ab.
Wenig Leistung - und viel Geld.

31.12.2012
11:30
Steinbrück attestiert Angela Merkel einen
von nordicwalker | #63

wenn sich die spd nicht langsam einen anderen kanzlerkanditaten heranzieht, dann sehe ich ganz schwarz für die spd.

31.12.2012
11:25
Steinbrück attestiert Angela Merkel einen
von Westfalus | #62

Peer Steinbrück kann demnächst ein Handbuch herausgeben:
Wie wird man nicht Bundeskanzler.
Da hätte er bestimmt Chancen auf gute Zusatzeinkünfte.

30.12.2012
23:37
!
von AuroraBorealis | #61

Merkel hat den FrauenBONUS.

Steinbrück hat den HARTZ-IV-MALUS.

BONUS und MALUS heben sich auf, der Wähler ist verwirrt, die große Koalition scheint "perfekt".

Einfach keinen mehr von denen wählen, die als die oberen vier Parteien auf dem Wahlzettel stehen.
Erst ab der fünften Partei auf den Wahlzetteln wird es politisch und somit für den Bürger wieder besser werden, als mit dem Einheitsbrei aus Bonustanten und Malusonkels.

30.12.2012
21:51
donfernando | #59
von schRuessler | #60

Wenn das, was er gesagt hat, für eine Verurteilung nicht ganz ausreicht, kann man ja noch schreiben, was er gesagt haben könnte.

Wo sind wir hier eigentlich?

30.12.2012
20:28
Steinbrück attestiert Angela Merkel einen
von donfernando | #59

Kann den Herrn Steinbrück mal ein Reporter fragen, welchen Bonus wohl damals die FDP unter Westerwelle gehabt hat?
Der ist imstande und sagt das Wort...äh....was man nicht für möglich halten sollte.

30.12.2012
20:06
Steinbrück attestiert Angela Merkel einen Frauenbonus
von SchauDichSchlau | #58

Den Bonus kann der SPD-Tanzbär und Sprücheklopfer mit Beinfreiheit und MIOs an Nebeneinkünften auch haben .... ab nach Thailand ... und zurück im Mini ... pünktlich zur Wahl ... dann klappt es auch mit Kanzler(in) ...
..............und später dann nach GAZ zum Konto auffrischen !

30.12.2012
19:33
Die spinnen, die Politiker....
von rossi42 | #57

Hab gerade das Zitat gelesen: "Ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin verdient in Deutschland zu wenig – gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten mit weit weniger Verantwortung und viel größerem Gehalt."
Ein Sozialdemokrat hätte gesagt:
"Ein Krankenpfleger oder eine Krankenpflegerin z.B. verdient in Deutschland zu wenig – gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss im Verhältnis zu Tätigkeiten in der Politik und Unternehmensführung mit viel größerem Gehalt."
Dann wäre da n Schuh draus geworden.

30.12.2012
19:27
Steinbrück attestiert Angela Merkel einen
von schRuessler | #56

Es ist ja merkwürdig, wie verzerrt das Steinbrück-Bild in der Öffentlichkeit ist.

Kritisiert werden Nebensächlichkeiten, Skandale, die keine sind. So dieses Honorar in Bochum, bei dem anscheinend aber von Steinbrücks Seite aus alles korrekt gelaufen ist.
Ebenfalls immer zu finden: Die verlorene Wahl 2005. Wobei nie erwähnt wird, dass diese auf dem Hörpunkt der rot-grünen Krise in Berlin stattfand und man schon ein Messias hätte sein müssen, um in dieser Situation eine Landtagswahl zu gewinnen.

Aber ebenso absurd auf der Habenseite:
Die tolle Bewältigung der Finanzkrise.

Dabei war das eigentlich sein Tiefpunkt. Wenige Tage, bevor uns die Krise erreichte, meinte er, da hätten wir nichts mit zu tun, das bliebe auf die USA beschränkt.

Und die Konjunkturprogramme, die uns nacher den A**** gerettet haben, wollte er gar nicht.

Gut, in der Summe gleichen sich diese Dinge aus. Aber merkwürdig ist diese die Fakten völlig ignorierende Bewertung seiner Arbeit schon.

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