Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Politik

SPD dringt auf neuen Schwung für deutsch-französische Beziehungen

18.01.2013 | 06:06 Uhr

Aus Sicht der SPD-Fraktion muss die deutsch-französische Freundschaft stärker mit Leben gefüllt werden. Die geplanten Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages kommende Woche seien wichtig, sagte die SPD-Abgeordnete Elvira Drobinski-Weiß der Nachrichtenagentur dapd.

Berlin (dapd). Aus Sicht der SPD-Fraktion muss die deutsch-französische Freundschaft stärker mit Leben gefüllt werden. Die geplanten Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages kommende Woche seien zwar wichtig, sagte die SPD-Abgeordnete Elvira Drobinski-Weiß der Nachrichtenagentur dapd. "Aber wir dürfen es nicht bei Symbolen belassen." Das Wichtigste sei, dass die Menschen die Vorteile guter nachbarschaftlicher Beziehungen in ihrem Alltag spürten.

Das Mitglied der deutsch-französischen Parlamentariergruppe regte an, die Förderung von Sprachkenntnissen beiderseits der Grenze nicht nur auf Jugendliche zu konzentrieren. "Französisch zu lernen gehört in die Berufsausbildung, die berufliche Weiterbildung und in die Seniorenarbeit", sagte die SPD-Abgeordnete. Um entsprechende Programme zu fördern, müsse auch der Bund bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen. "Letztlich steht und fällt alles mit dem Geld", sagte sie.

Drobinski-Weiß vertritt seit Mai 2004 den baden-württembergischen Wahlkreis Offenburg im Bundestag. Der Wahlkreis umfasst 29 Städte und Gemeinden im nördlichen Teil des Landkreises Ortenau an der Grenze zu Frankreich. Die Abgeordnete sagte, der Ausbau der deutsch-französischen Beziehungen sei vielfach Graswurzelarbeit. So arbeite ihr Wahlkreis seit längerem daran, dass Deutsche und Franzosen die medizinischen Einrichtungen beiderseits der Grenze nutzen können. "Das ist immer noch ein bisschen schwierig", sagte sie.

Die kommende Woche steht in Berlin ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft. Anlass ist der 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages am 22. Januar. Zu Gast in der Hauptstadt sein werden die französische Regierung sowie die Abgeordneten der Nationalversammlung.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
In Hagen und Berlin gab es am Dienstag Ebola-Verdachtsfälle. Beide bestätigten sich nicht. Fürchten Sie sich trotzdem vor der Krankheit?

In Hagen und Berlin gab es am Dienstag Ebola-Verdachtsfälle. Beide bestätigten sich nicht. Fürchten Sie sich trotzdem vor der Krankheit?

 
Aus dem Ressort
Tod von Michael Brown beschäftigt US-Geschworenenjury
Krawalle
Nur schleppend verschiebt sich der Fall Michael Brown von der Straße in die Räume der Staatsanwaltschaft. US-Justizminister Holder zeigt Gesicht. Doch ob der Todesschütze angeklagt wird, bleibt offen. In Ferguson scheint sich die Lage erst einmal etwas zu beruhigen.
Drohung an Obama - Islamisten enthaupten US-Journalisten
Irak
Islamistische Terroristen haben im Irak den US-Reporter James Foley enthauptet. Mit einem Video der brutalen Hinrichtung des 40-Jährigen warnen die IS-Milizen die USA, sich nicht in die Kämpfe in Syrien und im Irak einzumischen. 20 weitere internationale Journalisten gelten als vermisst.
Deutschland liefert Waffen an die Kurden im Irak
IS-Terror
Die Bundesregierung ist schockiert über das grausame Vorgehen der islamistischen IS-Terroristen im Irak. Deswegen bricht sie jetzt mit dem Prinzip, keine Waffen in Krisengebiete zu liefern. Ein Video, das die Ermordung eines amerikanischen Journalisten zeigen soll, erschütterte Politiker weltweit.
Studie beklagt überteuerte Arzneien ohne Zusatznutzen
Medikamente
Die Techniker Krankenkasse (TK) hat an die Ärzte appelliert, bei ihren Verschreibungen stärker auf den Kosten-Nutzen-Faktor von Arzneimitteln zu achten. Nach einer von der TK unterstützten Studie der Uni Bremen könnten jährlich Milliarden Euro gespart werden. Die Wirkung rechtfertige oft die hohen...
Weitere rostige Fässer im Akw Brunsbüttel entdeckt
Atomkraft
In den unterirdischen Depots des Atomkraftwerks Brunsbüttel sind bei Untersuchungen zehn weitere Rostfässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll entdeckt worden.