Schauspieler Willi Herren distanziert sich von Salafisten-Freund
11.06.2012 | 07:59 Uhr 2012-06-11T07:59:00+0200
Köln. Arm in Arm mit dem Hass-Prediger Pierre Vogel stand Lindenstraßen-Darsteller Willi Herren am Wochenende in Köln auf der Bühne bei einer Kundgebung der Salafisten. Über die Reaktionen darüber war er offenbar so erschrocken, dass er sich auf seiner Facebook-Seite von den Salafisten zu distanzierte.
Über die Reaktionen auf seinen Auftritt an der Seite des islamistischen Hass-Predigers Pierre Vogel beim „1. Islamischen Friedenskongress am Samstag in Köln war der Lindenstraßen-Darsteller Willi Herren offenbar selbst erschrocken. Auf seiner Facebook-Fanseite schreibt er: „Ich distanziere mich ausdrücklich von der in Zeitungen und Online-Foren dargestellten Meinung, ich Willi Herren, sei ein Befürworter der Ideale und Ansichten der Salafisten.“
Rund einen Monat nach den gewalttätigen Ausschreitungen bei einer Veranstaltung der Salafisten in Bonn, bei denen 29. Polizisten verletzt wurden, darunter zwei durch Messerstiche, blieb es diesmal in Köln ruhig. Die Polizei war mit einem Großaufgebot angerückt, um Unruhen im Keim zu ersticken. Nur rund 300 der erwarteten 1000 Teilnehmern versammelten sich im rechtsrheinischen Deutz vor der Bühne von Hass-Prediger Pierre Vogel. Wenige Hundert Meter entfernt protestierten etwa 40 Anhänger der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW gegen die Aktion der Islamisten. Die befürchteten Krawalle blieben aus.
„Das hat mit Hass überhaupt nichts zu tun“
Eine Überraschung war indes der Auftritt von Willi Herren, Darsteller des „Lindenstraßen“-Bösewichts Olli Klatt. Herren betrat die Bühne, nahm Vogel in den Arm und erklärte: „Ich finde das ganz toll. Das hat mit Hass überhaupt nichts zu tun.“ Auch er sei religiös, einmal im Monat gehe er mit seiner Tochter in den Dom. Pierre Vogel preist er als „herzensguten Menschen“.
Tags drauf sieht er sich indes gezwungen, auf die offenbar wüsten Reaktionen auf seiner Facebook-Seite zu antworten und seinen Auftritt zu rechtfertigen: „Ich kenne Pierre seit 15 Jahren aus der Zeit, als ich mit ihm als ,einfacher Kölner Junge’ intensiv Sport betrieben habe und mit ihm und seiner Familie eng befreundet war. Ich schätze Pierre als liebevollen Familienvater, denn so habe ich ihn z.B. damals kennengelernt! Das war vor seiner aktiven Zeit in der nun umstrittenen Organisation“, schreibt Herren.
Selbst ein Bild von der Kundgebung machen
Seit Jahren habe er keinen Kontakt mehr zu dem Salafisten-Prediger gehabt und seinen weiteren Lebensweg nur über die Medien verfolgt. Am Wochenende nun habe er die Gelegenheit nutzen wollen, um sich selbst ein Bild von der Kundgebung zu machen. Herren: „Mein Besuch war auf keinen Fall ein Pro-Salafisten-Besuch, sondern diente dazu, mit selbst ein Bild von den Idealen zu machen.“ Und er habe dabei festgestellt: „Diese (Ideale) sind genauer betrachtet nicht konform mit einer Welt, wie ich sie mir vorstelle. Das habe ich dabei erfahren.“
Pierre Vogel war als Boxer einmal Deutscher Meister im Halbschwergewicht. Seine Profi-Karriere gab er auf und konvertierte mit 22 Jahren zum Islam. Mit markigen Sprüchen und aggressiven Auftritten wurde er schnell ein Anführer der schnell wachsenden Szene fundamentalistischer Muslime.
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DIESER Auftritt dürfte für den Schauspieler sicherlich nicht karrierefördernd gewesen sein. Entschuldigung, auch wenn es mal ein Freund odr guter Bekannter war, mit so einer radikalen religiösen Einstellung, Wesensvereänderung etc. sollte der Mime einen gesunden Abstand zum radikalen Salafistenprediger halten. Der Mensch kann Fehler machen o. K., aber so einen Fehler?
Was sagt denn der WDR als Produzent "Lindenstraße" zu dem ganzen Thema?
Was soll der Produzent der "Lindenstrasse" sagen, der hat mit Herren nun garnichts zu tun !
11:20
hardcore69 | #7-1
Mit Recht !
Das glaub ich. So wie halt vor 70 Jahren schon mit andersdenkenden umgegangen wurde. Du stehst den näher als du denkst.
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11:18
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11:13
Jetzt kenne auch ich den Herrn Herren.
Wie naiv kann man eigentlich sein?
10:59
Hallo Herr Herren,
es ist doch gar nichts dagegen zu sagen wenn Sie sich eine Veranstaltung der Salafisten ansehen/anhören wollen. Dazu muss man aber nicht auf die Bühne gehen um selbst eine Rede zu halten.
stellen Sie sich mal vor Her Lafontaine will eine NPD Veranstaltung anschauen und geht auf die Bühne und nimmt Herrn Voigt in den Arm, und sagt da ist ein netter Kerl.
10:56
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10:55
Typisch - diese kriecherische Distanzierung. Wenn man einen gemeingefährlichen und religiös-weltanschaulich verwirrten Menschen zum Freund hat, dann kann man doch dazu stehen ohne gleich dessen Ansichten und Absichten zu teilen- oder?
Nicht jeder, der einen Salafisten oder "Nazi" zunm Freund hat oder mit solchen Leuten diskutiert und Meinungen austauscht ist auch gleich ein Anhänger oder gar Unterstützer dieser Meinung - auch wenn die Medien das glauben machen wollen!
Meinungs-, Informations- und Versammlungsfreiheit und "Demokratie" geht eben anders, auch wenn die "politicall-correctness" etwas anderes verordnet!
10:39
Promi oder was dafür gehaten wird da wundert es mich nicht das es mit Deutschland Bergab geht.Wer braucht solche Leute?
10:26
Als was anderes kann man das nicht bezeichnen.
Pierre Vogel, leider als Amateurboxer kläglich gescheitert, versucht sich nun als verkleideter Büttenredner. Kompliment, das macht er gut, mit seinem rheinischen Dialekt dabei, würde aber besser in die Prunksitzung im Gürzenich passen.
Ich vermute, in ein paar Jahren kommt bei Ihm der grosse Sinneswandel, dann macht der Kollege was ganz anderes. Wahrscheinlich auch wieder als Vorzeigeredner und Stimmungsmacher....
Nicht nur Herr Herren läßt sich vor den Karren irgendeiner kruden Weltanschauung spannen, sondern auch der Herr Vogel....
Hauptsache auffallen und im Mittelpunkt stehen...
10:18
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