Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Syrien-Krieg

Russland fliegt Hilfsgüter nach Syrien und Russen nach Hause

19.02.2013 | 14:41 Uhr
Russland fliegt Hilfsgüter nach Syrien und Russen nach Hause
So wie auf diesem Bild aus der Nähe von Aleppo sieht es überall in Syrien aus. Mittlerweile soll der Bürgerkrieg fast 70.000 Menschen das Leben gekostet haben.Foto: dpa

Moskau.  Zwei russische Flugzeuge sind nach Syrien gestartet. An Bord sollen sich mehrere Tonnen Hilfsgüter befinden. Auf ihrem Rückflug könnten sie russische Staatsbürger aus Syrien ausfliegen und in Sicherheit bringen. Zudem sind auch vier russische Kriegsschiffe unterwegs ins Mittelmeer.

Russland hat nach amtlichen Angaben zwei Flugzeuge mit Hilfsgütern nach Syrien geschickt, die auf dem Rückflug russische Staatsbürger aus dem Bürgerkriegsland in Sicherheit bringen könnten. Die beiden Maschinen des Katastrophenschutzministeriums starteten am Dienstag in Moskau in Richtung Latakia in Syrien, wie das Ministerium mitteilte. Auf dem Rückweg könnten sie auf Wunsch Russen aus Syrien mitnehmen. An Bord der beiden Iljuschin-Flugzeuge seien insgesamt 46 Tonnen Hilfsgüter, sagte ein Sprecher.

Das Verteidigungsministerium gab unterdessen bekannt, dass vier weitere Kriegsschiffe ins Mittelmeer entsandt wurden. Sie sollen sich demnach bereits im Mittelmeer kreuzenden russischen Schiffen anschließen. Angaben zu ihrem Auftrag machte das Ministerium in seiner Erklärung nicht, es hieß darin lediglich, die Schiffe erfüllten einen "militärischen Dienst". Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete dagegen unter Berufung auf Militärkreise, dass die Schiffe ebenfalls an einem möglichen Evakuierungseinsatz teilnehmen könnten.

Moskau gehört zu den letzten Verbündeten

Moskau ist einer der letzten Verbündeten der syrischen Führung um Präsident Baschar al-Assad. Gemeinsam mit China hatte die UN-Vetomacht Russland in der Vergangenheit mehrfach Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zur Verurteilung der syrischen Führung und der Androhung von Sanktionen blockiert. Moskau begründete dies unter anderem damit, dass auch die bewaffneten Rebellen verurteilt werden müssten und eine internationale Militärintervention zu vermeiden sei.

Der Aufstand gegen die syrische Regierung dauert seit März 2011 an und weitete sich mittlerweile zu einem Bürgerkrieg aus. Schätzungen der UNO zufolge wurden dabei bereits fast 70.000 Menschen getötet. (afp)



Kommentare
Aus dem Ressort
UN-Sicherheitsrat hört Berichte über Leid in Gaza
Israel
UN-Mitarbeiter schildern anschaulich die humanitäre Katastrophe im Gazastreifen. Doch die kämpfenden Seiten lassen derzeit keine Bereitschaft zu einer dauerhaften Waffenruhe erkennen.
US-Republikaner wollen Präsident Obama vor Gericht zerren
USA
Die Gegner von Barack Obama überlegen, den Präsidenten vor dem höchsten Gericht anzuklagen. „Warum?“, fragt Obama spöttisch - „weil ich meinen Job gemacht habe?“ Ausblick auf ein absehbar teures juristisches Geplänkel, das für den Politik-Betrieb in Washington einen neuen Tiefpunkt bedeuten würde.
Rechtsanspruch auf Inklusion und Kita-Reform werden wirksam
Reformprogramm
Regelschule auch für Behinderte und bessere Betreuung für die Kleinsten: Das kommt zum 1. August. Damit investiert NRW jährlich 100 Millionen Euro zusätzlich in die Qualität von Kitas und bis 2018 eine Milliarde Euro in inklusives Lernen an Schulen. Kritik kommt von Kommunen und Lehrerverbänden.
NRW hat die kaputtesten Eisenbahnbrücken in ganz Deutschland
Verkehr
Die Grünen im Bundestag wollten es wissen, nun gab’s die Antwort. NRW bildet unter allen Bundesländern dass Schlusslicht, wenn es um den Zustand von Eisenbahnbrücken geht. Fast die Hälfte aller Brücken weisen Beschädigungen auf. Auf den Schienen droht der Verkehrsinfarkt.
Israel will Offensive ausweiten um Hamas-Tunnel zu zerstören
Gaza-Konflikt
Die Lage im Gazastreifen wird immer verzweifelter. Doch der Schlagabtausch zwischen Israel und der Hamas geht weiter. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu stellt Bedingungen, denen die Hamas nicht zustimmen will. Netanjahu geht es vor allem um die Tunnelsysteme der Hamas.
Umfrage
Die Bundesregierung erwägt, Arzttermine zentral zu vergeben , um lange Wartezeiten zu verhindern. Eine gute Idee?

Die Bundesregierung erwägt, Arzttermine zentral zu vergeben , um lange Wartezeiten zu verhindern. Eine gute Idee?