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Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden

12.06.2012 | 06:49 Uhr
Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert klare Regeln im Betrieb zum Umgang mit Mails und Handys. Mitarbeiter müssten nicht rund um die Uhr erreichbar sein.Foto: dapd

Berlin.   Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert von Firmen klare Regeln im Umgang mit Handys und Computern. Die Frage, wann ein Angestellter erreichbar sein müsse und wann er das Handy ausschalten kann, müsse klar geregelt werden. Die Vorgesetzten hätten die Pflicht, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen, auch am Wochenende, sagte die Ministerin.

Angesichts zunehmender Stressbelastung von Arbeitnehmern hat Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) von Unternehmen klare Regeln zum Umgang mit Smartphones, Handys und Computern gefordert.

„Das Arbeitsschutzgesetz verlangt mit seinem knallharten Strafenkatalog von jedem Chef, dass er Körper und Geist seiner Mitarbeiter aktiv schützt - werktags genauso wie am Wochenende“, sagte die Ministerin der „Bild“-Zeitung.

In der Praxis bedeute dies, es müsse „glasklare Regeln“ geben, zu welchen Uhrzeiten ein Mitarbeiter erreichbar sein müsse und wann er dafür einen Ruheausgleich bekomme, sagte von der Leyen. Dazu zähle auch festzulegen, wann ein Mitarbeiter Mails checken müsse und wann es in Ordnung sei, dass er sich später darum kümmere. Die neue Technik stelle kein Problem für die Gesundheit dar, fügte von der Leyen hinzu: „Wir müssen nur lernen, vernünftig damit umzugehen.“

Gute Vorbilder

Als gutes Vorbild im Sinne der Ministerin präsentierte sich Henkel-Vorstandschef Kaspar Rorstedt. In der Freizeit und im Urlaub, etwa zwischen Weihnachten und Neujahr , sollen Mitarbeiter der Firma nur im Notfall Mails verschicken, ordnete er an. In den Firmen werde grundsätzlich zu viel gemailt, sagte er in einem Interview mit der FAS: „Nur weil sich irgendjemand irgendwo langweilt und Aktivität zeigen will, muss ich keine Mails lesen. Das ist auch eine Frage des fehlenden Respekts, womit man Leute behelligt“, so Rorstedt.

Das macht offenbar Schule: Bernhard Rohleder vom Branchenverband Bitkom sagte der Bild: „Mehr und mehr Firmen haben erkannt, dass die Mitarbeiter Unterstützung bei der Balance zwischen Job und Privatleben brauchen. Sie führen Regeln zur Erreichbarkeit in der Freizeit ein.“ Verdi-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder sagte der Zeitung: „Wir brauchen ein Recht auf Nichterreichbarkeit, um die Freizeit der Arbeitnehmer zu schützen.“ (we)



Kommentare
15.06.2012
13:54
Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
von tomatenkiller_neo | #22

Hörmal lieber Moderator, warum wurde mein Ausdruck
"nur Sklaven sind immer erreichbar" gelöscht ?

Bitte mal die ausführliche Begründung, würde mich doch mal interessieren.
Und bleib mir weg mit Nettikette, da gibt es nämlich ganz andere Sachen, die
NICHT gelöscht werden.
Und nun hau rein in die Tasten .

14.06.2012
16:03
Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
von michalek | #21

Hier kann man einmal wieder Feststellen wie ahnungslos Frau von der Leyen ist.
Wer sein Geld im Dienstleistungsgeschäft oder im Export von Gütern verdient, vor allem im Vertrieb, weiß das er für das Unternehmen und für seine Kunden nach Möglichkeit immer erreichbar sein muss.
Ansonsten kommt man im entscheidenden Zeitpunkt zu spät und stärkt damit den Welt weiten Wettbewerb.
Das braucht in diesem Geschäft keine Unternehmen einem verantwortungsbewussten Mitarbeiter extra abzuverlangen.
Egal in welchen Ministerien diese Frau tätig ist es kommt immer, nach dem Motto Hauptsache ich bin in den Medien, etwas unsinniges und nachteiliges dabei raus.

12.06.2012
18:10
Die Sommerpause....
von hamicha | #20

tritt immer eher ein.
Genau wie im TV mit diesen unsäglichen x-ten Wiederholungen.
Bei den Politikern fängt es meist bei Ramsauer über v.d.Leyen / Schröder bis Niebel an.
Letzterer hält sich dieses Jahr verständlicher Weise bedeckt.
Ich warte noch auf Loddar.........

12.06.2012
18:08
Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
von gamleman | #19

@Tritt_Brettfahrer (#18):

Also, wenn Frau Minister der BILD das einzig wahre Leben erklärt, dann sollten Sie das gefälligst ernst nehmen. Irgendeiner muss es doch tun!

12.06.2012
13:18
Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
von Tritt_Brettfahrer | #18

Mir war gar nicht bekannt, dass unsere Ursula jetzt auch Tai Chi macht.



Sorry, aber ein gescheiter Post kommt mir zu der Frau einfach nicht in den Sinn...

1 Antwort
Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
von mightymouse | #18-1

Na klar, Pflichtprogramm- Tai Chi gegen "Börn aut" ist doch aktuell total groovy...

12.06.2012
13:13
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Name von Moderation entfernt | #17

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12.06.2012
13:09
Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
von derBauer | #16

Hallo,
der gemeine Arbeiter/Angestellte hat einen Arbeitsvertrag. Darin ist die wöchentliche Arbeitszeit geregelt. Will der Arbeitgeber, dass man erreichbar ist, muss das im Vertrag geregelt sein und/oder der Arbeitgeber muss dafür ins Portmonee greifen. Ansonsten gilt Arbeit ist Arbeit und Freizeit ist Freizeit. Ob man ans Telefon geht kann jeder für sich selber entscheiden.
Was die Mitbestimmung angeht kann ich mich mightymouse nur anschließen.

1 Antwort
Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
von Klug99 | #16-1

Wie treffend! Ausserdem kommt wahrscheinlich der größte Teil der sogenannten Störungen durch ebenfalls "Angestellte" und nicht durch Eigentümer/Unternehmer! Und ich vermute, dass dies auch in Gewerkschaften und sozialen Organisationen besonders stark verbreitet ist!

12.06.2012
12:16
"Die Vorgesetzten hätten die Pflicht, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen" Das regelt bereits das Betriebsverfassungsgesetz
von mightymouse | #15

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert klare Regeln im Betrieb?! Die gibt es bereits nur werden die nicht eingehalten! Nachzulesen sind diese unmissverständlichen Regeln u.a. auf der Homepege des Bundesministerium für Arbeit und Soziales!
BetrVG § 87 (1) 7 Mitbestimmung bei Regelungen zur Unfallverhütung und des Gesundheitsschutzes im Rahmen der Auslegung gesetzlicher Bestimmungen und Vorschriften
BetrVG § 97 (1) 2 Mitbestimmung bei Regelungen zur Arbeitszeit/Pausen
BetrVG § 91 Korrigierende Mitbestimmung zur Abwendung, Milderung, Ausgleich von Nachteilen bei Änderung von Arbeitsplätzen, Arbeitsabläufen, Arbeitsumgebung bei Verstoß gegen gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse und besonderer Belastung.
Statt bereits bestehende Arbeitnehmer- Rechte einzufordern, wäre es sinnvoller die Mitbestimmung in den Betrieben zu fördern. Es ist ja kein Geheimnis, dass in in einigen Betrieben regelrechtes Betriebsrätebashing auf der Tagesordnung steht.

12.06.2012
10:44
Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
von holmark | #14

Man fragt sich, von welchem tatsächlichen Vorhaben ***** mit dieser Nummer wieder ablenken wil.

4 Antworten
Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
von mightymouse | #14-1

Das frag ich mich auch.

Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
von holmark | #14-2

AchA

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Name von Moderation entfernt | #14-3

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Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #14-4

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12.06.2012
10:30
Mitarbeiter sollen vor Dauer-Erreichbarkeit geschützt werden
von Grobian57 | #13

Es gibt verschiedene Arten der dauernden Erreichbarkeit:
Der Chef, der seine(n) Mitarbeiter(i)n tags und nachts, an Wochentagen wie am Wochenende andauernd zuhause belästigt, weil er irgendwelche Akten oder Vorgänge nicht findet ist etwas ganz Anderes, als ein Chef, der mal einen Mitarbeiter zu erreichen versucht, weil "die Hütte brennt" - sprich: die Produktion stillsteht oder ein anderes, die Existenz bedrohendes Problem aufgetreten ist - und nur dieser Mitarbeiter dieses Problem rechtzeitig lösen kann. Dies nenne ich "Notfallerreichbarkeit" und wird nie oder höchstens alle paar Jahre mal benötigt.
Viele Chefs können aber nicht zwischen diesen beiden Arten von Erreichbarkeit unterscheiden oder forcieren solche existenziellen Probleme durch nicht vorhandenes oder unzureichendes Risikomanagement. Diese Art von Chefs gehört meiner Meinung nach tatsächlich in den Knast.

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