Ist die FDP mit Philipp Rösler noch zu retten?
03.01.2013 | 19:10 Uhr 2013-01-03T19:10:00+0100
Berlin. Das traditionelle „Dreikönigstreffen“ der Liberalen lässt sich dramatisch an: Philipp Rösler muss die FDP mitreißen und zur Wahl in Niedersachsen die Wende einleiten. Und genau das ist das Problem - denn eigentlich wollen ihn die meisten liberalen Akteure loswerden
Dieser 6. Januar wird Philipp Rösler so oder so in Erinnerung bleiben. Wohl erstmals beim traditionellen Dreikönigstreffen der FDP wird ein amtierender Parteichef sich einem Rednerwettbewerb zu stellen haben. Ein „Sängerkrieg“, spötteln Liberale.
Bevor nämlich an diesem späten Vormittag im prunkvollen Stuttgarter Jugendstil-Theater Rösler ans Pult tritt, wird dort, abweichend von jeglicher Tradition, Fraktionschef Rainer Brüderle das Wort führen. Und dies auf besonderen Wunsch des gastgebenden baden-württembergischen Landesverbandes: „Wir wollen noch mal eine Rede hören wie auf dem Parteitag“, soll dessen Vorsitzende Birgit Homburger das ungewöhnliche Ansinnen im Bundesvorstand begründet haben.
Kratzen an der Fünf-Prozent-Marke
Beim Frankfurter FDP-Parteitag im April hatte Brüderle mit einem aufpeitschenden Vortrag die Delegierten förmlich in Ekstase versetzt. Trauen die Liberalen ihrem Vorsitzenden derlei nicht mehr zu? Trauen sie ihm noch etwas zu?
CSU-Chef Horst Seehofer gibt sich beunruhigt ob des Existenzkampfes der Liberalen: Falls die FDP nach der Wahl im Herbst nicht zur Verfügung stehe, müsste sich die CSU neue Partner suchen, sagte er jüngst. Als Reservepartner kommen offenbar die Grünen in Frage.
Sonderlich ernst nehmen ihn die Platzhirsche der Partei jedenfalls nicht. Ende November hatte Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel erstmals den Gedanken geäußert, der Parteichef müsse im Bundestagswahlkampf nicht unbedingt auch Spitzenkandidat sein. „Die Debatte schadet der Partei und allen, die diese Debatte führen“, wies ihn Rösler daraufhin öffentlich zurecht. Was Niebel nicht hinderte, seine Idee einen Monat später nochmals unters Publikum zu bringen.
Der Vorsitzende - "ein netter Kerl"
Sind die Liberalen noch zu retten?, lautet wieder einmal die große Frage zum Jahreswechsel. Die Hoffnung vom vorigen Mai, die beiden überraschenden Wahlerfolge in Schleswig-Holstein und NRW könnten die Wende zum Besseren einleiten, hat sich jedenfalls nicht erfüllt. In Umfragen kratzt die FDP im Bund an der Fünf-Prozent-Marke. Wer ist schuld? „Der Vorsitzende ist das Aushängeschild“, heißt es. Ihm wird auch angelastet, jede Aussicht auf Besserung im vorigen Jahr „durch täppisches Gebaren demoliert“ zu haben. Etwa, als er nach dem FDP-Erfolg im Streit um die Nominierung des Bundespräsidenten die Kanzlerin mit einem Frosch verglich. Und dennoch der Stoßseufzer: „Die Partei tut sich unheimlich schwer, Rösler abzuservieren, weil er ein netter Kerl ist.“
Die Herausforderung wird sich gleichwohl stellen, schon bald. Zwei Wochen nach dem Dreikönigstreffen wird in Niedersachsen gewählt. Auftakt zum Bundestagswahljahr. Röslers eigener Landesverband. Er selbst hat die Latte denkbar hoch gelegt, indem er nicht allein den Wiedereinzug in den Landtag, sondern auch die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition als Wahlziel formulierte. Er stünde schon dann als Verlierer da, wenn die FDP es zwar ins Parlament, nicht aber in die Regierung schaffte. Und derzeit sieht es nach beidem nicht aus. Bei 3,5 Prozent wird Röslers Landesverband drei Wochen vor der Wahl gemessen.
Hoffen auf ein Wunder an der Leine
Nun ist es ja nicht ganz ausgeschlossen, dass es nach den Wundern an der Förde und am Rhein auch ein Wunder an der Leine gibt. Außer Rösler selbst mag daran freilich kaum ein Liberaler glauben. Schon werden Stimmen laut, die fordern, den für Anfang Mai geplanten Bundesparteitag vorzuverlegen. Sonst müsste nach Röslers Abgang die Partei womöglich vier Monate mit einem designierten Vorsitzenden leben. Wenn in dieser Zeit die Umfragewerte nicht in die Höhe gingen, wäre der Nachfolger bei seiner Wahl schon beschädigt. Noch indes gibt sich Rösler kampfentschlossen. In den letzten zehn Tagen des Wahlkampfes in Niedersachsen will die FDP das Land mit acht Großkundgebungen überziehen. Sechsmal wird Rösler selbst auftreten. „Die bauen darauf, dem Wähler in der Endkurve vor Augen zu führen, was er an Schwarz-Gelb hat“, lautet die Hoffnung.

18:18
Rösler tut zum Glück alles damit die FDP auf 3% bleibt und der CDU nichts mehr nutzt.
Obwohl er nicht mehr weiter weiß will er sich jetzt auf dem Rücken der CDU profilieren. Das er dabei seine eigenen Aussagen und seine bisher mitgetragenen Entscheidungen wieder sprich scheint ihn wenig zu kümmern. Bei genügender Selbstkritik muss sich die FDP Fraktion eingestehen das Rösler als Vorsitzender, Gesundheitsminister und Wirtschaftsminister und seine Ministerriege wirkungslos und somit ein Fehlgriff der die Partei gefährdet sind.
Wenn die FDP überleben will sollte sie lieber den Ratschlägen von Kubicki folgen.
15:27
Ob mit oder ohne Rösler auf jeden Fall schafft sie wieder den Sprung in den Bundestag zum ärger aller 3% Kommentatoren es gibt immer noch genug Anhänger das es reicht wie eigentlich bei jeder Bundestagswahl.
19:10
Fast Drei Prozent=FDP!
Die CDU/CSU&FDP sind die Schuldenmeister der Deutschen Nation!
Noch nie hatten wir höhere Schulden in Deutschland und noch nie wurden die Kommunen von Berlin so aus-gehungert - alles für eine EU die das Papier nicht wert ist auf dem die Verträge stehen, und das Deutsche Volk hätte nie seine Stimme dafür gegeben.
Die CDU/CSU hat Deutschland ruiniert und die FDP verscherbelt das Tafelsilber an Ihre Lobbyisten - die Handtaufhalter sind an der Regierung mit der desolaten Merkel die Planwirtschaftlicher Kapitalismus betreibt!!! Auch ist es doch etwas schwarz-malerisch gesehen, es Wahlpleite zu nennen wenn die FDP auf hoffentlich nur 3 Prozent kommen sollte! Ist doch vollkommen OK?!!! Mehr auf keinen Fall steht dieser Lobbyisten Partei die ein Krebsgeschwür für Deutschland ist doch nicht zu! Auch wird ein verschwinden dieser Partei niemand bemerken!!!!!
Und das Ergebnis entspricht doch dem Parteinamen, Fast Drei Prozent = FDP.
14:49
Kaufen? Warum kaufen?!
Aus Zeiten der Stasi wird man sicherlich gnug Materiel in der Hand halten, um sich sämtliche gegener gefügig zu kloppen.
Und wenn nichts vorliegt, dann wird eben etwas konstruiert. Sie ist schließlich nicht ohne Grund FDJ-Sekretärin für AGITATION und Propaganda gewesen.
es gibt doch absolut niemanden bei der CDU oder FDP der den Mut und Schneid hat, gegen sie aufzumüpfen. Schau sie Dir doch an, die Kofferträger und Speichellecker, wie sie alle um ihre Gunst sabbern.
12:40
Es dauert nicht mehr lange, und FDJ-Angela kauft sich aus dem Restvermögen der Ost/CDU/SED die ganze Gurkentruppe...
22:23
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18:46
Mit dieser personifizierten ,möglicherweise späten Rache des Vietcong ist selbst die FDP nicht mehr zu retten.
Denn so viele Leih- Stimmen kann die neoliberale Blockpartei CDU nicht entbehren.
egal wie man zu Rösler steht,
"späten Rache des Vietcong ist" wie peinlich ist das denn?
Zu Ihrer Info :
Der Mann ist amtierender Wirtschaftsminister einer Regierung ,die Gewinne der Finanzwirtschaft in privaten Händen läßt und deren Verluste sozialisiert.
Das ist eine operative Durchführung von Vietcong - Ideologie im letzteren Fall ,und die Bestätigung ,dass der Vietcong so falsch in seinem Kampf gegen den kapitalistischen Imperialismus wohl nicht gelegen hat, im ersten Fall.
Was ist denn so schwer daran , dies zu verstehen?
18:24
Kurz und gut, ich hoffe, daß diese Lobbyistenpartei für mehrere Jahre aus jeder Regierungsverantwortung genommen wird. Sie muss einfach die Chance bekommen, sich in der Opposition oder besser noch, ausserhalb von Parlamenten, zu erneuern.
17:58
Schlichte Frage, einfach Antwort: "JA, sie ist zu retten. Aber niemand will es, da kein Mensch sie braucht..."
Danke, sehe ich ganz genauso. Diese Partei wurde von der Geschichte nicht etwa nur eingeholt, sondern längst überholt. Viele der Ansichten dieser hoffentlich bald unter dem Sammelbegriff "Sonstige" rangierenden Partei mögen vor einem anderen Zeithintergrund mal "up to date" gewesen sein, erweisen sich in der Praxis heutzutage dummerweise jedoch häufiig als bloße Theorie. Die sich beispielsweise angeblich selbst regulierenden Märkte wurden uns auf unsere Rechnung z. B durch die Bankenbranche in Perfektion vorgeführt : )
Da sind wir einer Meinung! Ihnen ein schönes Wochenende!
17:26
Schlichte Frage:
Einfache Antwort: "JA"