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Iran will ein zweites Atomkraftwerk bauen

27.05.2012 | 16:21 Uhr
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Iran will ein zweites Atomkraftwerk bauen
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad lässt ein zweites Atomkraftwerk bauen

Teheran  Der Iran will ein neues Atomkraftwerk bauen. Mit dem Bau soll nach Medienberichten möglicherweise in einem oder zwei Jahren begonnen werden. Der Westen verdächtigt den Iran, den Bau von Atomwaffen anzustreben. Das Land weist die Vorwürfe zurück.

Der Iran will ein zweites Atomkraft bauen. Wie das Staatsfernsehen am Sonntag unter Berufung auf Atomprogramm-Chef Fereidun Abbassi Dawani berichtete, sollen die Bauarbeiten im kommenden Jahr im südlichen Buschehr beginnen, wo seit Herbst 2011 das bisher einzige iranische Atomkraftwerk in Betrieb ist. Es war nach jahrzehntelanger Bauzeit und zahlreichen Verzögerungen mit russischer Hilfe errichtet worden.

Das neue Atomkraftwerk soll eine Leistung von tausend Megawatt haben und im "kommenden Jahr" gebaut werden, wie Dawani ankündigte. Bei der Zeitangabe bezog er sich auf den iranischen Kalender, bei dem das Jahr 2013 im März beginnt. Ob Russland auch am Bau des neuen Kraftwerks beteiligt ist, sagte Dawani nicht.

Der Bau des ersten Atomkraftwerks in Buschehr war vor der iranischen Revolution 1979 von Deutschland unterstützt worden. 1995 hatte Russland die Arbeiten fortgesetzt und liefert auch den notwendigen Brennstoff. In Teheran betreibt der Iran außerdem einen Forschungsreaktor.

Mehrere westliche Regierungen verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich an einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist dies zurück. Vor wenigen Tagen hatte der Iran in Bagdad mit den UN-Vetomächten und Deutschland sowie der EU über sein umstrittenes Atomprogramm beraten. Es wurde jedoch lediglich vereinbart, Mitte Juni zu weiteren Verhandlungen in Moskau zusammenzukommen.

Kommentare
28.05.2012
19:29
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

28.05.2012
14:43
Iran will ein zweites Atomkraftwerk bauen
von FernerBeobachter | #3

.. Oh Schreck!! Wie in aller Welt können die nur?? Haben die etwa die Nachricht vom verherenden Erdbeben und Tsunami in Japan AUCH nicht gelesen? Wenn die Srom brauchen, könnten die doch einfach die Sonne mit Photovoltaik zupflastern. Ich denke, Solarstrom ist super-super-billig, weil die Sonne keine Rechnung schreibt (...)

1 Antwort
Korrektur
von FernerBeobachter | #3-1

...Wenn die Strom brauchen, könnten die doch einfach die WÜSTE mit Photovoltaik zupflastern...

28.05.2012
09:36
Iran will ein zweites Atomkraftwerk bauen
von drAlfahrt | #2

... weil die arbeiten CO2 emmissionsfrei und unterstützen so die globalen Klimaschutzzziele der UN und der Iran weiss auch, dass selbst seine gigantischen Öl- und Gasreserven einmal zu Ende sein werden.

Das Israel nun erneut seine Stimme erhebt ist für diese faktische Atommacht mit über 300 Nuklearsprengköpfen und die Dank von Deutschland gelieferten und gezahlten HiTech U-Boote über eine "Zweitschlagskapazität" verfügt, die sie "unangreifbar" macht, offen demaskierend. Israel ist im Gegensatz zum Iran nie dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten und hat nie (!) IAEO-Inspektoren in das Land gelassen.

Man kann sich dabei des Eindrucks nicht erwehren, dass Israel mit seiner fortgesetzten Landraubpolitik und den Verbrechen an den Palästinensern ein schlechtes Gewissen hat und damit potentielle Bedrohungen - zB aus dem Iran - hysterisch überhöht. Man zieht sich halt den Schuh an, den andere vermeintlich darbieten. Nun gut - wenn er passt .....

27.05.2012
20:26
Iran und die Atomkraft, auch ein Trauerspiel der gewandelten "Grünen"
von Ani-Metaber | #1

Das besondere an der Meldung kann doch nur sein, der Öffentlichkeit damit zu sagen, es handelt sich eben um das dem Iran zustehende Recht, eine weitere Atomanlage bauen zu wollen.
Genauso ist es mit der Urananreicherung und das alles ist erst mal im Einklang mit dem Atomwaffensperrvertrag, dem der Iran im Gegensatz zu „Israel“ angehört.
Da die Grünen aber die Linie der letzten Bundesregierungen übernommen haben, bei der die us-amerikanischen Vorstellungen unter zur Hilfenahme angeblicher israelischer Bedrohung den Iran wirtschaftlich und politisch bedrängen und klein halten sollen,
werden sie kaum versuchen können, dem Iran einen Verzicht des atomaren Weges und eine Hinwendung zu alternativen Energien nahezulegen und ihm für den alternativen Weg Unterstützung anzubieten.
Eine „grüne“ Außenpolitik, die einst mal vom Pazifismus geprägt war (Kelly-Bastian) ist also nur noch von der Partei Die Linke im Bundestag vertreten, doch dort könnte der angepassungsbereite Flügel das Sagen bekommen.

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