Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Politik

Grüne wollen nur unter Bedingungen für NPD-Verbotsverfahren stimmen

15.12.2012 | 07:23 Uhr

Die Grünen im Bundestag wollen nur unter Bedingungen ein erneutes NPD-Verbotsverfahren mittragen. Die von den Ländern und dem Bund erklärte Abschaltung der V-Leute müsse zweifelsfrei nachweisbar sein, forderte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast in der Zeitung "Die Welt" (Samstagausgabe).

Berlin (dapd). Die Grünen im Bundestag wollen nur unter Bedingungen ein erneutes NPD-Verbotsverfahren mittragen. Die von den Ländern und dem Bund erklärte Abschaltung der V-Leute müsse zweifelsfrei nachweisbar sein, forderte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast in der Zeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). Außerdem müsse das Material beweisen, dass von der NPD eine "konkrete Beeinträchtigung der freiheitlichen Grundordnung" ausgehe. Dann habe ein neues Verbotsverfahren Aussicht auf Erfolg, sagte Künast weiter.

Die Grünen-Politikerin kündigte an: "Wir werden das Material jetzt mit aller Sorgfalt prüfen." Wenn das Material Aussicht auf einen erfolgreichen Antrag biete, "werden wir einen Verbotsantrag mittragen".

Der Bundesrat hatte am Freitag mit großer Mehrheit einen neuen Anlauf zum Verbot der rechtsextremistischen NPD beschlossen. Bis auf Hessen stimmten alle Länder für einen zweiten Anlauf. Das erste Verbotsverfahren war im März 2003 gescheitert, weil im Beweismaterial auch Äußerungen von NPD-Mitgliedern zitiert wurden, die zugleich für den Verfassungsschutz arbeiteten.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?

Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?

 
Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Angriff mit zwei Toten auf Parlament in Kanada
Terror-Alarm
Dutzende Schüsse peitschten am Mittwoch durch das kanadische Parlament. Auch am Kriegerdenkmal in Ottawa wird geschossen. Ein Soldat stirbt später an seinen Verletzungen. Auch eine zweite Person wird erschossen. Stehen Islamisten hinter dem Anschlag? Nichts ist sicher.
Kanzlerin Merkel will Migration als Chance nutzen
Zuwanderung
Deutschland sollte die Chancen der Zuwanderung nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel stärker nutzen. Das Land habe die Möglichkeit, „ein tolles Integrationsland“ zu sein, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Konferenz ihrer Partei zum Thema Zuwanderung. Migration müsse als Chance verstanden werden.
DFL soll in Bremen für Polizei bei Risikospielen zahlen
Fußball-Bundesliga
Die erste Rechnung kommt möglicherweise noch in diesem Jahr: Künftig will Bremen als erstes Bundesland die Deutsche Fußball Liga an den Kosten für Polizeieinsätze bei Risikospielen beteiligen. Muss Werder Bremen letztlich dafür aufkommen?
Kraft fordert finanzielle Hilfen vom Bund für Flüchtlinge
Flüchtlinge
Nach dem positiven Echo auf den Flüchtlingsgipfel in NRW hat sich Ministerpräsidentin Kraft (SPD) für mehr Hilfen vom Bund und schnellere Asylverfahren ausgesprochen. Weil über 1600 Jugendlichen ohne Eltern als Flüchtlinge in NRW leben, setzt der Flüchtlingsgipfel auf ein Patenschafts-Programm.
Europaparlament stimmt für Junckers neue EU-Kommission
EU-Kommission
423 Stimmen für Jean-Claude Junckers Team: Das Europaparlament hat recht deutlich die neue, 27 Köpfe starke EU-Kommission bestätigt. Diese kann nun wie geplant am 1. November ihre Arbeit aufnehmen. Das Mandat gilt für fünf Jahre.