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Fast jeder zehnte Deutsche denkt rechtsextrem

12.11.2012 | 18:00 Uhr
Fast jeder zehnte Deutsche denkt rechtsextrem
Rechtsextremismus ist kein Randproblem, er setzt sich in der Mitte der Gesellschaft fest, vor allem im Osten.Foto: dapd

Berlin.   Rechtes Gedankengut ist kein reines Randproblem, es ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dies zeigt eine Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung. Bei der Studie des SPD-nahen Instituts werden seit zehn Jahren Bürger nach ihren Einstellungen befragt.

Rechtsextremismus ist kein Randproblem, er setzt sich in der Mitte der Gesellschaft fest, vor allem im Osten. Das zeigt eine Umfrage der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung , die seit 2002 alle zwei Jahre die Bürger nach ihren Einstellungen befragt. Die Forscher machten bei neun Prozent ein „geschlossenes rechtsextremes Weltbild“ aus - 2010 lag dieser Wert noch bei 8,2 Prozent.

15,8 Prozent der Befragten im Osten wiesen danach rechtsextremes Denken au f, gegenüber 10,5 Prozent 2010. Es ist der höchste je gemessene Wert. Vor allem bei den 14- bis 30-jährigen Ostdeutschen sei der Befund besorgniserregend. Bei ihnen beläuft sich die Ausländerfeindlichkeit auf mehr als 38 Prozent. „Hier wächst eine Generation heran, die alle bisherigen Gruppen in ihrer rechten Einstellung zu überbieten droht“, schreiben die Forscher Oliver Decker, Johannes Kiess und Elmar Brähler.

Sechs Kriterien für eine rechtsextremes Weltbild

Extremismus
Eine neue Generation von Rechtsextremen wächst heran

Rechtsextremes Gedankengut breitet sich in Ostdeutschland massiv aus. Das ist das Ergebnis einer Studie. Danach haben über 15 Prozent der Ostdeutschen ein rechtsextremes Weltbild. 2006 waren es noch 6,6 Prozent. In Westdeutschland ist die Zustimmung zu rechtsextremen Thesen hingegen gesunken.

Die Forscher fragten sechs Kriterien ab: Wer eine Diktatur befürwortet, den Nationalsozialismus verharmlost, Ausländer und Juden anfeindet, Sozialdarwinismus zustimmt und ein übersteigertes Nationalgefühl hegt. Nur wenn alle sechs Merkmale zusammenkommen, spricht man von einem „rechtsextremen Weltbild“. Daneben haben die Wissenschaftler die Einstellungen zum Islam und zur Demokratie abgefragt. Ein Ausschnitt der 18 Fragen und der Antworten:

Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert.

  • Zustimmung: 10,1% (Ost 12,4%, West 9,5%)
  • teils/teils: 15,1%
  • Mehr als jeder zehnte Deutsche wünscht sich also einen Führer.


Die Juden arbeiten mehr als andere Menschen mit üblen Tricks, um das zu erreichen, was sie wollen.

  • Zustimmung: 15,4% (Ost 16%, West 15,2%)
  • teils/teils: 21,1%


Die Ausländer kommen nur hierher, um unseren Sozialstaat auszunutzen.

  • Zustimmung: 36%, (Ost 53,9%, West 31,4%)
  • teils/teils: 30,4%.


Es gibt wertvolles und unwertes Leben.

  • Zustimmung: 10,6%, (Ost 11,8%, West 10,3%)
  • teils/teils: 16%


Die islamische Welt ist rückständig und verweigert sich den neuen Realitäten.

  • Zustimmung: 57,5%
  • teils/teils: 27,8%.
  • Über die Hälfte der Deutschen hält die islamische Welt für rückständig

Die vollständige Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung finden Sie hier.

Miguel Sanches


Kommentare
13.11.2012
09:30
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Name von Moderation entfernt | #55

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13.11.2012
09:26
Fast jeder zehnte Deutsche denkt rechtsextrem
von Ex-Leser | #54

Was ist denn das für eine Umfrage?

Antworten wie "teils/teils" erinnern mich an so Fragen und Antworten wie:
"Willst du mit mir gehen?" Ja, Nein, Vielleicht.

So ein Schwachsinn..............

Ich bin ischerlich nicht rechtsdenkend, aber ich habe mir abgewöhnt auf die ewigen Schludzuweisungen zur reagieren.

Es sind nicht nur die blöden Teutschen Schuld, an den aktuelle gesellschaftlichen Defiziten.

Ausserdem ist es mir egal ob Murat oder Axel mir aufs Maul hauen.

Alle die eine extreme Weltanschauung haben und andere mit Gewalt zu dieser "überreden" wollen, sind Verabscheuungswürdig.

Jede Vereinigung oder Religion die zur Verfolgung oder Diskriminierung Anderdenkender aufruft oder diese fördert, gehört verboten mindestens aber geächtet.

13.11.2012
09:16
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Name von Moderation entfernt | #53

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13.11.2012
08:33
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #52

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13.11.2012
07:51
Fast jeder zehnte Deutsche denkt rechtsextrem
von B.Schmitz | #51

Was soll eigentlich das dumme Gerede über rechtsextrem? Wir Bürger gehen mit offenen Auge durch die Städte und bilden unsere Meinung und sprechen die Wahrheit aus. Aber sobald man in Deutschland seine eigene Meinung hat und diese ausspricht wird man direkt alschtsextrem beschimpft.

13.11.2012
07:37
Fast jeder zehnte Deutsche denkt rechtsextrem
von Tante.Otti | #50

Ich empfehle zu diesem Thema mal dieses hier:

Flüchtlinge? Ja - aber nicht vor meiner Tür!

www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-herne-und-wanne-eickel/politischer-druck-auf-die-stadt-waechst-id7286723.html

In dem Artikel steht sogar etwas von Unterschriftaktionen.

13.11.2012
07:15
Fast jeder zehnte Deutsche denkt rechtsextrem
von Tante.Otti | #49

So etwas kann einen schon echt traurig stimmen und hat etwas von "Gerne - aber nicht vor meiner Tür", oder?

www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-herne-und-wanne-eickel/politischer-druck-auf-die-stadt-waechst-id7286723.html

Was da alles mobilisiert wird...lest mal selbst

13.11.2012
06:56
Fast jeder zehnte Deutsche denkt rechtsextrem
von Pitti12 | #48

@ Applebeach4Ever | #47

Genau hier liegt das Problem. Was bedeutet "Rechtsextrem" oder wo fängt es an? Heute wird ja schon jeder in die ´"rechte Ecke" gedrückt, der es wagt Kritik am Umgang mit Ausländern oder Muslimen zu üben. Allerdings müssten dann weit mehr als die Hälfte der Bundesbürger als "rechts" eingestuft werden.

Sollten die unter den oben genannten Fragen 1,2,4 z.B. angegebenen Prozentzahlen stimmen, wäre das natürlich schon sehr bedenklich. Bei den anderen Fragen könnte man allerdings schon wieder Diskutieren. Allerdings muss man Umfragen generell immer mit Vorsicht geniessen. Ich kann jede Umfrage so gestalten, dass ich letztlich immer das gewünschte Ergebnis erhalte.

Letztlich ist es die Politik, die mit ihren Hetzkampagnen gegen jede Kritik das rechte Denken schürt. So lange die Politik nicht bereit ist, offen über Mißstände zu reden und auch mal Konsequenzen zu ziehen, wird sich "rechtes Denken" weiter entwickeln.

13.11.2012
06:22
Definieren bitte....
von Applebeach4Ever | #47

Das Problem am "Rechtsextremismus" ist, das hier "Extremismus" zu schnell in den Mund genommen werden !

Ich habe viele Ausländische Freunde und Bekannte. Ich bin auch oft mit einem Afrikaner unterwegs,helfe ihm und seiner Frau. Deren Kinder mögen mich als wäre ich der Vater. Dennoch habe ich Probleme mit Personen aus dem Osten-ich habe Probleme mit Muslimen die sich nicht integrieren / anpassen WOLLEN. Nach der "gängigen" Meinung, wäre ich dann also "Rechtsextrem" ?
Menschen Mitbürger, die kritisch die Zuwanderung aus dem -vor allem- Östlichen Ausland beobachten und kommentieren,werden "Rechts" abgestempelt. Sogar Politiker die eigentlich Jahrelang normal agiert haben, werden in die Rechte Ecke geschoben,sobald sie es sich wagen mal Probleme im Zusammenhang mit Zuwanderern anzusprechen.

Aus dem normalen Bürger,der es sich wagt einmal was gegen einen Ausländer zu sagen wir ein Rechtsextremer kriminalisiert !

13.11.2012
01:24
Fast jeder zehnte Deutsche denkt rechtsextrem
von Offensive-Dinslaken | #46

So - jetzt haben wir das festgestellt.

Extremismus ob von rechts oder links fällt aber nicht einfach so vom Himmel, sondern hat Gründe.

Von den *********** die sich gegen "rechts" stellen hört man immer wieder: "wehret den Anfängen" - Wo aber sind die Bemühungen, damit "Anfänge" gar nicht erst enstehen?

1 Antwort
Bemühungen?
von Stefan2 | #46-1

Welche Bemühungen meinen Sie denn? Die medizinische Versorgung auch für arme Mütter schon bei der Geburt ihrer Kinder? Die Erziehung der Kinder zu Individualität und gemeinschaftsfähigen Perönlichkeiten vom Kindergarten an? Die allgemeine Schulpflicht für jeden, die den Staat 5000 Euro pro Jahr und Schülerkostet? Die kostenlose Erstausbildung, die an der Hochschule 7500 Euro pro Jahr und Studierenden kostet? Die Gültigkeit der allgemeinen Menschenrechte für jeden Bürger der BRD und deren Einklagbarkeit beim Bundesverfassungsgericht? Das aktive und passive Wahlrecht für jeden Bundesbürger ab dem 16. bzw. 18. Lebensjahr? Die Arbeitslosenhilfe und das Sozialgeld II, das dafür sorgt, dass jemand, dessen Arbeit gerade nicht gebraucht wird, trotzdem nicht hungern und frieren muss? Die Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste, die - aus dem Steueraufkommen bezahlt - auch dem das Leben rettet, der ihren Einsatz niemals allein bezahlen könnte...

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