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Kanzlergehalt

Peer Steinbrück irritiert auch die eigene Partei

30.12.2012 | 18:06 Uhr
Peer Steinbrück irritiert auch die eigene Partei
Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der SPD, sorgt mit Äußerungen für Wirbel, die Kanzlerin verdiene zu wenig.Foto: dapd

Berlin.  Ohne Not trat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am Wochenende eine Debatte über das Gehalt des Regierungschefs los. Nun prasselt Spott auf ihn herab. Nach der Debatte über seine Vortragshonorare steht Steinbrück wieder im Zentrum der Kritik.

SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück findet, dass Kanzler zu wenig verdienen. Das erklärte er in einem Interview und irritierte damit Freunde wie Gegner. „Ich finde die ganze Debatte abstrus“, sagte der Chef der NRW-CDU, Armin Laschet, zur WAZ. „Billig“ sei auch, dass Steinbrück die Popularität von Angela Merkel (CDU) als „Frauenbonus“ abtat.

Über ihren Sprecher Steffen Seibert ließ sie gestern erklären, das Gehaltssystem im Öffentlichen Dienst habe sich „alles in Allem bewährt“. Politisch ist Steinbrück inzwischen so in der Kritik, dass die CDU ihren Herausforderer nicht missen möchte. Laschet bekannte: „Als Christdemokrat hoffe ich, dass er Kanzlerkandidat bleibt. Hier an Rhein und Ruhr kennen ihn die Leute. Das hilft uns.“

Steinbrück hatte erklärt, ein Kanzler verdiene zu wenig - gemessen an der Leistung und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten. „Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin“, fügte Steinbrück hinzu.

Nach Ansicht von Altkanzler Gerhard Schröder werden die Politiker in Deutschland „angemessen bezahlt“. Wem die Bezahlung zu gering sei, „der kann sich ja um einen anderen Beruf bemühen“, sagte er der „Bild am Sonntag“. In der „FAS“ warnte der SPD-Abgeordnete Dieter Wiefelspütz davor, sich an Gehältern in der Wirtschaft zu orientieren: „Dann machen wir einen Fehler.“ Sein Kollege Hans-Peter Bartels betonte, ein Spitzenamt wie das des Kanzlers zu bekleiden, sei auch eine Ehre.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles nahm Steinbrück in Schutz. Er habe etwas ausgesprochen, „das schlicht stimmt“. Sie könne die Aufregung nicht nachvollziehen.

Kommentare
02.01.2013
08:07
Solche Volks Angestellte sind nicht wählbar!
von GANDALF1959 | #71

Warum orientieren sich hier einige Volkes Angestellte immer an den Top-Verdienern? Dafür haben die Bürger absolut kein Verständnis. Viele...
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2012-12-30 18:06
Peer Steinbrück, Angela Merkel, Kanzlerkandidat, SPD, Wahlkampf
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