Das aktuelle Wetter NRW 21°C
Politik

Aigner kritisiert "abwegige Vertriebsvorgaben" von Banken

15.12.2012 | 07:24 Uhr
Foto: /dapd/Oliver Lang

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat "abwegige Vertriebsvorgaben" von Banken kritisiert. "Es kommt noch immer vor, dass Banken und Sparkassen den Kunden nicht das Produkt verkaufen, das für sie am besten geeignet ist, sondern das, bei dem sie am meisten Provisionen kassieren", sagte Aigner der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe).

München (dapd). Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat "abwegige Vertriebsvorgaben" von Banken kritisiert. "Es kommt noch immer vor, dass Banken und Sparkassen den Kunden nicht das Produkt verkaufen, das für sie am besten geeignet ist, sondern das, bei dem sie am meisten Provisionen kassieren", sagte Aigner der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe). Das liege allerdings nicht an den Mitarbeitern am Schalter, sondern an den Führungskräften in den Chefetagen. "Die machen von oben Druck."

Um den Anlegern eine Alternative zu bieten, werde das Kabinett am kommenden Mittwoch ein Gesetz beschließen, in dem "erstmals das Berufsbild eines unabhängigen Honorarberaters" geregelt werde, kündigte Aigner an. "Dieser erhält keine Provision, sondern einen Lohn für seine Beratung oder Vermittlung." Verbraucherschützer rechnen hier mit 150 Euro pro Stunde.

Natürlich müsse jede Filiale einen bestimmten Umsatz erzielen. "Aber dass diese Vorgaben dann auf jeden einzelnen Mitarbeiter runtergerechnet werden und ihm zeigen, wie viele Produkte er verkaufen muss, halte ich für falsch", sagte die Ministerin. Das führe oft dazu, "dass den Kunden etwas angedreht wird, was sie gar nicht wollen".

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Der Wahlkampf geht in die heiße Phase, immer mehr Plakate zieren die Straßen. Was halten Sie von den Motiven, mit denen die Parteien auf Stimmenfang gehen?

Der Wahlkampf geht in die heiße Phase, immer mehr Plakate zieren die Straßen. Was halten Sie von den Motiven, mit denen die Parteien auf Stimmenfang gehen?

 
Aus dem Ressort
CDU verteidigt Bildauswahl für Wahlplakat mit "Problemhaus"
Wahlkampf
"Ich bin stinksauer, wir sind täglich vor Ort. Die Leute fragen uns, was das soll", erklärt Deniz Aksen vom Verein "Zof", der sich um die Zuwanderer kümmert. Der Grund: Die CDU wirbt mit dem Slogan "Duisburg kann besser" und zeigt ein veraltetes Bild vom "Problemhaus" In den Peschen.
In Duisburg fehlen noch immer knapp 400 Wahlhelfer
Kommunalwahl
Nur noch viereinhalb Wochen bis zur zeitgliechen die Kommunal- und Europawahl am 25. Mai – und noch immer fehlen in Duisburg knapp 400 Wahlhelfer. Auf manche Bürger warten vier Stimmzettel. Bei der Kommunalwahl gibt es in Duisburg etwa 367.000 Wahlberechtigte, bei der Europawahl sind es nur 336.000.
Sozialticket des VRR ist ein Flop - Abschaffung gefordert
Sozialticket
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hatte mit einer großen Nachfrage gerechnet. Doch nur sechs bis acht Prozent der 1,4 Millionen potentiellen Nutzer kaufen „Mein Ticket“. Immerhin: Das Land bezuschusst es mit 30 Millionen Euro pro Jahr. Jetzt werden Stimmen laut, das Billig-Billet abzuschaffen.
Verkehrsminister Dobrindt lehnt "Schlagloch-Soli" ab
Straßen
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat sich gegen eine zusätzliche Gebühr für Autofahrer von jährlich 100 Euro zur Reparatur des Straßennetzes ausgesprochen. Stattdessen setzt der CSU-Politiker auf die Pkw-Maut für ausländische Autofahrer.
Assad unbelehrbar - Diktator will sich wiederwählen lassen
Syrien
Bashar al-Assad gibt sich gut gelaunt. Obwohl der Bürgerkrieg bereits 150.000 Menschenleben gekostet hat, obwohl 600.000 Menschen verletzt sind und die Infrastruktur des Landes weitestgehend zerstört ist, will sich der Diktator am 3. Juni für eine weitere siebenjährige Amtszeit wiederwählen lassen.