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Satire

"Titanic" plant bereits das nächste Papst-Titelbild

12.07.2012 | 11:48 Uhr
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Ein Medienanwalt findet es richtig, dass eine einstweilige Verfügung gegen die "Titanic" erlassen worden ist.Foto: Sven Frohwein

Berlin.  Das Satiremagazin "Titanic" will gegen die einstweilige Verfügung vorgehen, mit der ein Gericht die Verbreitung des umstrittenen Titelbildes verboten hatte. Das Bild zeigt den Papst mit einem gelben Fleck vorne auf der Soutane. Ein Medienanwalt hält die Erfolgschancen des Widerspruchs für gering.

Das Satiremagazin "Titanic" legt wie angekündigt Widerspruch gegen die vom Papst erwirkte einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg gegen sein aktuelles Titelbild ein. Chefredakteur Leo Fischer sagte am Donnerstag, die beauftragte Rechtsanwältin werde den Schriftsatz Anfang nächster Woche beim Landgericht einreichen. Es sei damit zu rechnen, dass in den kommenden Wochen über den Widerspruch entschieden werde.

Schon jetzt stehe fest, dass der Papst auch auf dem Titel der am 27. Juli erscheinenden August-Ausgabe abgebildet werde, sagte Fischer.

Verbreitung des Titelfotos war verboten worden

Auf Antrag der katholischen Kirche hatte das Gericht die weitere Verbreitung des Titelfotos verboten und bei Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld angedroht. Die Deutsche Bischofskonferenz sieht den Papst in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt, die Zeitschrift dagegen beruft sich auf die grundgesetzlich geschützte Freiheit der Kunst.

Das umstrittene Cover zeigt den Papst mit einem gelben Fleck auf der Soutane . Auf dem Titel heißt es in Anspielung auf den "Vatileaks"-Skandal um den Verrat von Interna: "Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden!". Auf der Rückseite wird der Papst von hinten mit braunem Fleck und dem Kommentar "Noch eine undichte Stelle gefunden!" gezeigt.

Anwalt hält Papst-Bild der "Titanic" für entwürdigend

Das Satiremagazin "Titanic" verletzt mit seinem provokanten Papst-Titelbild nach Ansicht des Medienanwalts Christian Schertz "eindeutig die Menschenwürde des Papstes". Das Magazin sei zu weit gegangen, sagte der Jurist, der den Vatikan im Streit mit "Titanic" jedoch nicht vertritt, dem Berliner "Tagesspiegel". Es gebe keinen Grund, den Papst "derart entwürdigend zu zeigen".

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Frankfurt am Main, 12.07.12: Das Satiremagazin "Titanic" will Widerspruch gegen die vom Papst erwirkte einstweilige Verfügung einlegen. Der Pontifex hatte das Juli-Cover des Magazins verbieten lassen, da es ihn mit Urinfleck an der Soutane zeigt.

Schertz sieht für das Magazin "keine Chance" auf Erfolg mit seinem Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg. Allerdings seien Prozesse gegen das Satiremagazin, auch wenn sie gewonnen würden, "immer wie eine Wahl zwischen Pest und Cholera". Die "Titanic" nutze juristische Schritte gegen sie stets dazu, für sich selbst zu werben. Das führe dazu, dass "der Stein des Anstoßes, also die Verletzung der Menschenwürde, nur noch mehr manifestiert" werde.

Die Gestaltung des aktuellen Titelbildes sei aber "derartig ekelerregend und menschenverachtend", dass er das Vorgehen dagegen richtig finde. "Es muss ein Zeichen gesetzt werden, dass bestimmte Grenzen selbst von 'Titanic' nicht überschritten werden dürfen." (dapd)

Kommentare
18.07.2012
11:56
Wie man an einigen Kommentaren hier...
von Ismet | #20

sieht, halten einige das Wort "Niveau" für die Hautcreme aus dem Beiersdorfer Haus.
Nun gut, auch wenn in der katholischen Kirche einiges schiefgelaufen ist (Stichwort: Kindesmissbrauch, Vertuschungsversuche dieser usw.), kann es dennoch nicht sein, das man auf Kosten einer Religion sich versucht zu Profilieren und die Auflage zu erhöhen.
Ich würde es eher begrüssen, dass man negative Dinge sachlich bespricht und nicht alle unter Generalverdacht zu Stellen. Auch sollten die guten Seiten herausgearbeitet werden, damit die Menschen sehen können was die Religionen einen bieten und angedeihen lassen.
Menschen sind fehlbar und vorallendingen sehr leicht Korrumpierbar, da ist es nur eine frage der Zeit wann irgendwelche Skandale sich auftun, weil sich einer oder mehrere irgendeinen Vorteil verschafft haben.

14.07.2012
09:02
"Titanic" plant bereits das nächste Papst-Titelbild
von Klausi1683 | #19

Da möchte ich gerne Herrn Wagner von der Bild zitieren der die Sache auf bringt!

Ihr Humorhelden. Unter dem Titel „Halleluja im Vatikan: Die undichte Stelle ist gefunden!“ zeigt Ihr den Papst in besudelter Soutane. Einen alten, inkontinenten Mann, der seinen Harnfluss nicht mehr kontrollieren kann.
Ich frage mich, ob Ihr Humorhelden jemals einen sich besudelnden Propheten Mohammed auf den Titel gebracht hättet.
Ihr habt es nicht gemacht, weil Euer Arsch auf Grundeis ging. Scharia, Todesdrohungen. Euer Redaktionsgebäude würde belagert von Demonstranten. Fahnen würden brennen.
Ihr tapferen Humorhelden von Titanic.
Mit dem Papst könnt Ihr alles machen.
Er schickt keine Todesschwadronen.
Er setzt kein Kopfgeld auf den Chefredakteur aus. Der Papst klagte gegen seine beschmutzten Bilder.
Die Idioten von Titanic jubeln. Sie würden bis zum Jüngsten Gericht klagen.
Ich glaube nicht, dass der Papst an die Titanic-Redakteure denkt. Ich glaube, dass der Papst in diesem Moment betet.

13.07.2012
00:18
Unmögliches Szenario ......
von drengler | #18

Wenn Mohammed-Karikaturen zu Mordaufrufen und islamkritische Filme zum Mord am niederländischen Regisseur ausreichen, dann müssten sich die Titanic-Schmierfinken doch nun auch vor "Kreuzrittern" a la Breivik aus Oslo fürchten, die mit der Kreuzlanze in der Redaktion auftauchen und den Verantwortlichen die Leber durchspiessen - oder? Zumindest d e r Werbeeffekt wäre doch für die "titanic" gigantisch .....

12.07.2012
21:04
Es grunzt aus der Kloake
von Franz_Gerber | #17

Lieber Titanic Schiffredakteur, passen Sie auf ,dass die Titanic nicht in ihrer eigenen Schiffe untergeht, die sie hier auf infantile und pippikacka-mäßige Art und Weise verspritzt.

12.07.2012
17:06
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Name von Moderation entfernt | #16

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12.07.2012
16:02
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Name von Moderation entfernt | #15

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12.07.2012
15:46
Anwalt hält Papst-Bild der
von donerwin | #14

Ich mag verdammen was du sagst ( oder zeigst ),aber ich werde mein Leben dafür einsetzen das du es sagen darfst.
Voltaire

12.07.2012
15:35
Anwalt hält Papst-Bild der
von Franz_Gerber | #13

Titanic hat seit 1979 nichts -aber auch gar nichts - auf die Reihe gebracht. Titanic wurde von abgehalfterten Machern von "Pardon" gegründet - und Pardon war in den 70er noch eine gute satirische Zeitschrift - aber Titanic hat immer schon so einen infantilen und pubertären Poppopippikacka-Müll produziert.

Und dass die Papstaktion tatsächlich einen Werbeeffekt hatte, bezweifle ich, denn die Leute, die sich das Heft deswegen zum ersten Mal gekauft haben, werden es nicht wieder tun - ist einfach langweilig und total albern.

12.07.2012
15:32
Bli, bla, blub
von Funakoshi | #12

Ach, über das Oberhaupt der heiligen, römisch-katholischen Kirche darf also schadlos hergezogen werden, aber wenn es argumentativ in andere Strömungen/Richtungen geht, ist das also nicht opportun??? Wie armselig!!!

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #12-1

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12.07.2012
15:25
Anwalt hält Papst-Bild der
von DrDr | #11

Hmmm, hat der Stellvertreter Gottes auf Erden wirklich nichts anderes zu tun? Aber immerhin wurde bestätigt, dass der liebe Gott alles sieht.

3 Antworten
Anwalt hält Papst-Bild der
von Mueller1200 | #11-1

Der Pabst ist nicht stellv. Gottes sondern Nachfolger Petri.

Ich hoffe nicht das ihr Nickname für das steht was er impliziert, dass wäre dann ein echtes Armutszeugnis.

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Name von Moderation entfernt | #11-2

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....
von Mueller1200 | #11-3

Bei schnellen schreiben passiert sowas schon mal. Sie sind scheinbar unfehlbar in Wort und Schrift -hüstel-

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Christian Schertz, Titanic, Papst, Titelbild, Menschenwürde
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